Dokumentation zu nxtvepg 2.8.1


NAME

nxtvepg - Empfang, Anzeige und Analyse von NexTView EPG


SYNOPSIS

nxtvepg [ options ] [ database ]


DESCRIPTION

nxtvepg ist eine X11- und Windows-Anwendung zum Empfang, Anzeige und Analyse von TV-Programmzeitschriften, die über analoge TV-Kanäle gemäß Standard ETS 300 707 (``Protocol for a TV Guide using electronic data transmission'') übertragen werden. Dieser offene Standard wurde vom European Telecommunications Standards Institute in den Jahren 1995-1997 entwickelt und ist bei http://www.etsi.org/ frei verfügbar.

NexTView EPG wurde für den Gebrauch in Fernsehgeräten entwickelt, jedoch können die Daten auch in einem PC empfangen und verwendet werden. Voraussetzung ist lediglich eine Teletext-fähige TV-Tuner-Karte und natürlich der Empfang eines TV-Senders auf dem das EPG ausgestrahlt wird.

nxtvepg ermöglicht den Empfang kostenloser TV-Programmlisten für alle bzw. die meisten überregionalen Fernsehsender in Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien und der Schweiz. Derzeit wird NexTView EPG von folgenden Sendern übertragen (Beachten Sie, dass jeder dieser Anbieter nicht nur (s)ein Programm sondern mehrere abdeckt):

Aktuelle Informationen zu den Anbietern finden Sie auf der nxtvepg-Homepage im Internet (siehe ``About'' im Help-Menü). Falls Sie keine der oben genannten Sender empfangen, können Sie nur den Demo-Modus verwenden - wie bei der Befehlszeilen-Option -demo beschrieben.

Seit Version 2.8.0 erlaubt nxtvepg auch EPG Daten aus dem Teletext auszulesen oder von externen Quellen wie z.B. DVB-EPG zu importieren und diese mit dem Nextview EPG zu vereinigen. Bitte beachten Sie beim Import (genauso wie beim Datenexport) stets die geltenden Copyright-Bestimmungen. Insbesondere ist es in Deutschland nach der aktuellen Gesetzeslage selbst zu privaten Zwecken nicht erlaubt, ohne ausdrückliche Genehmigung Programmdaten von Internet (Web-) Seiten von Online-Programmzeitschriften maschinell auszulesen und weiterzuverarbeiten.


OPTIONS

Zusammenfassung der Befehlszeilen-Optionen:

-display display

Nur UNIX: Das Display auf dem die Benutzeroberfläche platziert werden soll, zum Beispiel localhost:0.0. Vorgabe: Aus der Umgebungsvariable DISPLAY. Weitere Informationen siehe UNIX-Manuals zur X-Sektion Display Names

-tvdisplay display

Nur UNIX: Das Display auf welchem die TV-Anwendung gesucht wird, z.B. auf einem zweiten Rechner oder einem anderen Bildschirm eines Systems mit mehreren Monitoren. Vorgabe: auf gleichem Display wie die Hauptanwendung.

-geometry geometry

Spezifiziert die Position des Hauptfensters, z.B. -geometry -0+0 um das Hauptfenster in die obere rechte Ecke des sichtbaren Bereiches zu platzieren. Die Größe des Fensters kann nicht verändert werden.

-iconic

Starte mit dem Hauptfenster als Icon (bzw. minimiert)

Für Windows-Nutzer ist diese Option besonders hilfreich, wenn nxtvepg über die Autostart-Gruppe gestartet wird. Wird ``Hide on minimize'' benutzt, startet nxtvepg fast unsichtbar im Hintergrund nur mit einem Symbol im Tray der Taskleiste (siehe auch CONFIGURATION: Show/Hide).

-rcfile path

Spezifiziert eine alternative Konfigurationsdatei. Vorgabe: auf UNIX $HOME/.nxtvepgrc, auf Windows nxtvepg.ini im aktuellen Verzeichnis.

-dbdir directory

Spezifiziert ein alternatives Verzeichnis für die Datenbanken. Vorgabe: Auf UNIX /usr, auf Windows das aktuelle Verzeichnis. Achtung: es besteht kein Schutz vor gleichzeitigem Schreiben durch mehrere nxtvepg-Instanzen. Deshalb sollte das Verzeichnis in das home-Verzeichnis des Benutzers gelegt werden falls mehrere TV-Karten im System oder im Netzverbund vorhanden sind.

Wenn nxtvepg im ``Daemon''-Modus benutzt wird, muss der Browser so konfiguriert werden, dass er das gleiche Verzeichnis wie der Daemon-Prozess verwendet. Läuft der Daemon auf einem anderen Host, muss auf das entfernte Verzeichnis z.B. über NFS mount lokal zugegriffen werden.

-card index

Gibt an welche TV-Hardware benutzt werden soll, wenn mehr als eine Karte verfügbar ist. Vorgabe: Index 0. Bei Linux wird der Index an den Gerätenamen angehängt, z.B. /dev/vbi2 und /dev/video2 (siehe auch FILES). Auf Windows bedeutet der Index ``n'' die n-te gefundene Karte, die beim Scan des PCI-Busses nach Karten mit unterstütztem Capture-Chip (z.B. Brooktree Bt878, Bt878A, Bt848, Bt849, Philips SAA7134, Conexant 23881) gefunden wurde. Wird mehr als eine Karte mit dem gleichen Chip gefunden, ist die Reihenfolge dieser undefiniert aber konstant. (Die Reihenfolge wird vom Treiber, nicht von nxtvepg festgelegt.)

-dvbpid number

Nur UNIX, und auch dort nur verfügbar wenn nxtvepg bei der Compilierung mit Benutzung der ZVBI library (http://zapping.sourceforge.net/ZVBI/index.html) konfiguriert wurde (d.h. in der Datei Makefile)

Diese Option gibt an dass ein DVB device zur Akquisition verwendet werden soll. Der Kanal muß jedoch mittels externer Applikationen eingestellt werden. Ebenso muß der PID Parameter anderweitig ermittelt werden. Die PID bezeichnet den Datenstrom in dem Teletext des gewünschten Senders übertragen wird. Beachten Sie dass DVB support rein experimentell ist und nicht offiziell unterstützt wird. Des weiteren funktionieren der EPG scan und aktive Akqusitionsmodi nicht für DVB devices da nxtvepg nicht in der Lage ist DVB TV-Sender umzuschalten.

-provider CNI

Wählt einen Provider mit dessen hexadezimalen CNI (Country and Network Identifier), z.B. -provider d92 für Kabel1. Den CNI des Providers können Sie während dem Provider-Suchlauf oder aus den Namen der Datenbank-Dateien herausfinden. Verwenden Sie das Schlüsselwort merged, um eine zusammengeführte Datenbank zu dumpen (oder den Code FF wie er von früheren Versionen von nxtvepg benötigt wurde). Achtung, bevor Sie eine zusammengeführte Datenbank nutzen können, sollten Sie diese konfigurieren, siehe MERGED DATABASES. Vorgabe wenn diese Option weggelassen wird: der letzte Provider, der während einer vorangehenden Session gewählt wurde.

-noacq

Starte mit abgeschalteter Akquisition. Die Akquisition kann später immer noch über das Contol-Menü gestartet werden (siehe CONTROL: Enable acquisition)

-daemon

Starte ohne grafische Oberfläche. Der Prozess wird von der Oberfläche getrennt (d.h. ohne sichtbares Fenster auf dem Desktop) und führt die Akquisition im Hintergrund aus. Wenn keine anderen Optionen angegeben sind, wird der gleiche Provider und Akquisitionsmodus wie in der GUI konfiguriert benutzt. Wenn die Option -provider angegeben ist, wird die Akquisition nur für diesen Provider gestartet (Achtung: im Unterschied zum Normalmodus, in welchem diese Option die Browser-Datenbank wählt) Die Option -daemon kann nicht mit -noacq oder -demo kombiniert werden.

Der Daemon erzeugt immer einen Socket im Verzeichnis /tmp (nur UNIX) und optional einen TCP/IP-Socket, um Browserprozessen Verbindungen zu erlauben. Wenn verbunden, empfängt der Browser Updates für die geöffneten NexTView-Datenbanken und berichtet über den Akquisitionsprozess; besteht keine Verbindung, kann es sein, dass die Programmdaten des Browsers unvollständig oder veraltet sind.

Es ist wichtig zu bemerken, dass der Browser das gleiche Verzeichnis -dbdir nutzen muss, weil der Daemon nur Unterschiede an den im selben Verzeichnis gespeicherten Datenbank-Dateien sendet. Weitere Details siehe CONFIGURATION: Client/Server.

UNIX Warnung: Aus Sicherheitsgründen ist davon abzuraten, den Daemon-Prozess mit Administrator-Rechten laufen zu lassen (d.h. als ``root''). Nxtvepg wurde nicht auf mögliche Schwachstellen untersucht. Wenn der Daemon schon beim Systemstart geladen werden soll, sollten Sie das ``su''-Kommando verwenden. Auch ist zu beachten, dass wahrscheinlich die Option -rcfile angegeben werden muss, da die Umgebungsvariable $HOME möglicherweise noch nicht (korrekt) gesetzt ist. Beispiel:

   su nobody -c "/usr/local/bin/nxtvepg -daemon \
                 -rcfile /usr/local/etc/nxtvepgrc"

Zum Beenden des Daemon-Prozesses siehe unten stehende Option -daemonstop.

-daemonstop

Mit dieser Option wird ein im Hintergrund laufender Akquistionsprozess gesucht und falls gefunden angehalten; danach beendet sich das Programm. Beachten Sie, dass Sie die entsprechende Berechtigung benötigen, ein Signal zum Beenden des Prozesses zu senden (muss mit derselben Benutzer-ID laufen). Diese Option ist dazu gedacht, die Steuerung der Akquisition durch Skripte zu ermöglichen, z.B. um diese zu einer bestimmten Zeit automatisch zu starten oder zu terminieren.

Tipp: Wenn der Daemon auf dem gleichen Host und der selben uid läuft, können Sie ihn auch beenden, indem Sie die Option ``Enable acquisition'' unter dem Control-Menü abstellen, während Sie mit dem Daemon verbunden sind. Weitere Details siehe CONTROL und FILES.

-nodetach

Nur UNIX: Im Daemon-Modus verhindert diese Option, dass sich der Prozess vom Terminal abkoppelt. Logmeldungen ab Level warning werden dann am Terminal ausgegeben (z.B. Konfigurationsfehler die zu unmittelbarem Programmabbruch führen). Außerdem kann das Programm mit ``Strg+C'' abgebrochen werden. Dieser Modus dient nur Debugging-Zwecken.

-acqpassive

Im Daemon-Modus überschreibt diese Option die Akquisitionseinstellung der Konfigurationsdatei und zwingt die Akquisition in den passiven Modus (siehe ACQUISITION MODES). Die Konfigurationsdatei wird nicht geändert, sodass Sie verschiedene Akqusitionsstrategien für Daemon und GUI verwenden können.

-acqonce phase

Im Daemon-Modus hält diese Option automatisch die Akquisition an und beendet den Daemon nachdem die vorgegebene Phase für alle Provider abgeschlossen wurde. Die Phasen sind die gleichen wie unter ACQUISITION MODES definiert, z.B. now, near und full. Falls Sie den Akquisitionsmodus follow-ui verwenden ist diese Option jedoch nicht sinnvoll, da der Daemon in diesem Modus die Akquisition mit jedem Anbieterwechsel in einem verbundenen Browser neu startet. Anders gesagt, die Option ist nur in Verbindung mit einer fest eingestellten Liste von Anbietern sinnvoll.

Falls Sie nach dem Schließen von nxtvepg ein anderes Programm starten möchten, verwenden Sie Option -nodetach (nur auf UNIX verfügbar). In diesem Fall wird die aufrufende Shell mit dem Start des nächsten Kommandos in Ihrem Skript warten bis nxtvepg beendet ist. Auf Windows gibt es keinen einfachen Weg um dies zu erreichen, da nxtvepg keine so genannte ``Console''-Applikation ist und somit immer im Hintergrund gestartet wird. Deshalb benötigen Sie eine Skript-Sprache die es erlaubt darauf zu warten, dass nxtvepg terminiert.

-dump mode

Mit diesem Argument exportiert nxtvepg nur die Datenbank und beendigt sich danach ohne den Browser zu starten. Dieses Argument muss mit -provider kombiniert werden, um die zu exportierende Datenbank auszuwählen.

Verwenden Sie das Schlüsselwort xml als Modus, um die Datenbank in das XML-Format zu exportieren. Benötigen Sie eine andere als die zuletzt im ``Export''-Dialog des Control-Menüs eingestellte XMLTV-Version, verwenden Sie xml5, xml5ltz oder xml6 um eine Version direkt auszuwählen. Weitere Details siehe CONTROL: Export as XMLTV.

Verwenden Sie das Schlüsselwort html als Modus, um Programmdaten in ein HTML Dokument zu exportieren. Es werden die zuletzt im HTML-Export Dialog eingestellten Optionen verwendet. (Es sei denn ``nxtvepgd'', d.h. der reine Akquisitions-Daemon wird für den export verwendet.) Weitere Details siehe CONTROL: Export as HTML. Zusätzlich können Sie die Zahl der exportierten Programme limitieren indem Sie das Limit durch Doppelpunkt getrennt anhängen (z.B. -dump html:50.) Das Format der Programmliste ist jedoch nicht über Kommandozeilenparameter konfigurierbar.

Um die Daten in tabellarischer Form in eine Textdatei zu exportieren (z.B. für den Import in eine SQL-Datenbank) sind die folgenden Schlüsselwörter vorhanden: pi, um die gesamte TV-Sendungsbeschreibungen auszugeben; ai, um die Kanal- bzw. Sendertabelle auszugeben; pdc, um die Themenkategorien-Tabelle auszugeben. Weitere Details siehe CONTROL: Export as text.

Für Analysezwecke gibt es außerdem noch den Modus raw der den gesamten Inhalt der Datenbank in einem Format ausgibt das sich eng an die internen Datenstrukturen anlehnt. Das Format kann sich jederzeit ändern, daher sollte dieser Modus nicht zur Weiterverarbeitung der Daten verwendet werden. Für mehr Details siehe CONTROL: Dump raw database.

Alle Ausgaben werden auf das Terminal ausgegeben (das so genannte stdout) falls sie nicht per Pipeline ``|'' in ein anderes Programm oder per ``>'' in eine Datei umgelenkt werden. Siehe auch Option -outfile.

-outfile path

Diese Option ermöglicht es, die Ausgaben von -dump oder anderen Betriebsmodi, die standardmäßig auf das Terminal schreiben, umzulenken. Die Option kann auch im Normalmodus verwendet werden, jedoch wird die erzeugte Datei leer bleiben. nxtvepg bricht mit einem Fehler ab wenn die angegebene Datei schon existiert, um zu verhindern dass Sie aus Versehen andere Dateien überschreiben. Wenn Sie die Option in einem Skript oder einer Batch-Datei verwenden, können sie ein Kommando voranstellen das die Zieldatei löscht, falls sie schon existiert.

Diese Option ist insbesondere für Windows-Nutzer hilfreich, da dieses Betriebssystem Ausgaben nach stdout schlicht und einfach verwirft (da nxtvepg keine Konsolenapplikation ist, sondern ein GUI hat). Dies bedeutet, dass Sie überhaupt keine Ausgabe sehen werden, wenn Sie nicht eine der hier beschriebenen Methoden zur Umlenkung der Ausgabe verwenden.

Tipp: Anstelle der Option -outfile können Sie die Ausgabe auch mit ``>'' oder ``|'' umleiten. Dies funktioniert unter UNIX in jedem beliebigen Terminal bzw. jeder Shell und unter Windows in einem MS-DOS Kommandofenster oder einer Batch-Datei. Beispiele:

  nxtvepg -dump ai -prov d92 > networks.txt
  nxtvepg -dump ai -prov d92 | more

Das erste Beispiel schreibt die Sendertabelle des Providers Kabel1 (CNI 0xd92) in eine Datei namens networks.txt; das zweite lenkt sie zum Programm ``more'' um, einem Programm zur Textanzeige.

-remctrl command

Mit dieser Option können Sie eine andere, zuvor gestartete GUI-Instanz von nxtvepg fernsteuern, also den jeweiligen Befehl an die andere Instanz senden.

Folgende Befehle sind verfügbar: quit beendet den anderen nxtvepg-Prozess; iconify minimiert das Fenster; deiconify macht eine vorhergehende Minimierung rückgängig; raise macht eine Minimierung des anderen Fensters rückgängig und holt es in den Vordergrund (für den Fall, dass es von anderen Fenstern überdeckt sein sollte); acqon startet die Akquisition; acqoff beendet die Akquisition.

-clock mode

Mit dieser Option startet nxtvepg in einem besonderen Betriebsmodus in dem nur Datum und Uhrzeit aus dem Teletext ermittelt werden. Danach beendet sich das Programm wieder. Um anzugeben von welchem Sender die Zeit gelesen wird sollten sie -prov angeben. (Falls Sie einen Sender verwenden wollen der kein Nextview-EPG-Anbieter ist, müssen Sie den Sender zuvor mit einem anderen Programm einstellen; mit Ausnahme von v4lctl setstation auf Linux ist dies jedoch nicht offiziell unterstützt und wird eventuell nicht ohne weiteres funktionieren.)

Wichtige Einschränkung: nxtvepg kann die Zeit nur von Sendern lesen die im Teletext ein so genanntes packet 8/30/1 ausstrahlen. Dieses enthält Datum, Zeit und Zeitzone in einer genau festgelegten Binärkodierung. nxtvepg wird niemals die Uhrzeit aus der Teletextkopfzeile verwenden, da diese wegen Laufschriften, unterschiedlichen Formaten uvm. sehr unzuverlässig ist. Alle Nextview-EPG-Anbieter strahlen packet 8/30/1 aus und einige andere Sender ebenso (in Deutschland z.B. ARD und ZDF).

Mit dem Modus print wird Datum und Zeit ermittelt und auf das Terminal ausgegeben. Auch hier empfiehlt sich die Umlenkung der Ausgaben, wie bei Option -outfile beschrieben.

Mit dem Modus set wird die ermittelte Zeit als aktuelle Systemzeit eingestellt. Voraussetzung ist, dass der aufrufende Benutzer die dazu erforderlichen Privilegien besitzt (z.B. müssen sie unter UNIX als Administrator root angemeldet sein).

Wenn Sie UNIX verwenden, sollten Sie außerdem bedenken, dass das Kommando date nicht die batteriegestützte Echtzeituhr einstellt (auch genannt Real Time Clock, RTC). Deshalb kann es passieren, dass die Korrektur mit dem nächsten reboot vergessen wird. Um die RTC zu korrigieren, können Sie abschließend hwclock --systohc oder ein entsprechendes Kommando aufrufen. Manche Linux-Distributionen rufen dieses Kommando beim Herunterfahren des Rechners auch automatisch auf.

-demo path

Lädt die durch path bezeichnete Datenbank und aktiviert den Demo-Modus. In diesem Modus werden alle Programminformationen zeitlich in die Gegenwart verschoben. Daher sind Datum und Uhrzeit der Einträge nicht reell. Ebenso sind einige andere Funktionen nicht aufrufbar, wie z.B. Akquisition oder Auswahl eines anderen Anbieters.

-help

Gibt eine kurze Übersicht aller verfügbaren Befehlszeilen-Optionen aus.

Am Ende der Optionen können Sie einen Dateinamen hinzufügen. Im Fall von Nextview EPG Datenbankdateien entspricht das Angabe von -dbdir und -provider: Die Provider-Kennung (CNI) wird dann aus dem Dateinamen ermittelt. (Wenn der Dateiname nicht das in FILES definierte Format besitzt, wird er als Name einer Demo-Datenbank angenommen und wie die Option -demo geladen. Das Argument Datenbank-Dateiname überschreibt jede zuvor gesetzte Option.) Alternativ können Sie hier den Namen einer Datei mit XMLTV Daten angeben.

Dies ist besonders nützlich für Nutzer grafischer Dateimanager (wie dem Windows Explorer), da man so eine Datenbankdatei einfach auf eine ausführbare Datei ziehen und fallenlassen kann (Drag & Drop). Auf Windows-Systemen wird das Arbeitsverzeichnis auf den Ordner gesetzt, der die ausführbare Datei enthält. (Da der Explorer sonst offenbar den Desktop-Ordner verwendet, so dass keine der DLLs und Treiber gefunden werden). Dies bedeutet, dass die Datei nxtvepg.ini im selben Verzeichnis erwartet wird.

Hinweis für Windows-Benutzer: alle diese Optionen sind - sofern nicht anders angegeben - auch in der Windows-Version verfügbar. Sie können die Optionen entweder an der ``MS-DOS''-Eingabeaufforderung oder in einer Batchdatei übergeben, oder durch Anhängen an Pfad und Namen der ausführbaren Datei in einer Verknüpfungsdefinition (engl. ``shortcut'').


GETTING STARTED

Bevor Sie TV-Programmdaten eines Nextview-EPG-Anbieters einlesen können (im Folgenden Akquisition genannt), müssen Sie noch einige Einstellungen vornehmen. Welche das sind, hängt von der Ausstattung des Rechners ab und wird in diesem Kapitel beschrieben. Solange das Browserfenster keine Daten enthält, wird ein gelb unterlegter Hilfetext angezeigt.

Dieses Handbuch beschreibt alle Eigenschaften von nxtvepg im Detail. Sie müssen nicht alles davon auf einmal lesen, um die Software bedienen zu können. Es empfiehlt sich jedoch, wenigstens die Abschnitte BASIC BROWSING, DATA ACQUISITION und FILTERING durchzugehen.

TV card Setup on M$ Windows

Windows-Anwender müssen zuerst den Treiber für ihre TV-Karte im Dialog ``TV card input'' vom Configure-Menü aus konfigurieren (weitere Informationen siehe auch CONFIGURATION: TV card input). UNIX-Anwender können diesen Abschnitt überspringen.

Zuerst müssen Sie entscheiden welchen Treibertyp Sie verwenden möchten: Für TV-Karten mit Brooktree Bt8x8 oder Philips SAA713x Capture-Chips ist der interne dsdrv Treiber zu empfehlen. Für TV-Karten mit Conexant CX2388x Capture-Chips ist hingegen ein WDM-Treiber zu empfehlen. Generell ist der interne Treiber besser für nxtvepg geeignet da er für Teletext-Datenakquisition optimiert wurde. Die von den Herstellern mitgelieferten WDM Treiber hingegen sind üblicherweise für Video optimiert und unterstützen Teletext oft nur schlecht oder gar nicht. Allerdings unterstüzt der ``dsdrv'' Treiber nicht alle TV-Karten; zudem treten speziell bei Karten mit Conexant Chip manchmal Konflikte auf wenn der WDM Treiber auch installiert ist (siehe auch Beschreibung zur Option ``Stop conflicting WDM drivers...'')

nxtvepg erlaubt die Verwendung von WDM Treibern nur mittels einer ``Interface Library'' (VBIAcqWDMDrv.dll), die Sie separat von der nxtvepg homepage herunterladen müssen. Der Grund dafür ist dass WDM Unterstützung in nxtvepg noch in einer beta-Testphase ist. Die DLL muß ins selbe Verzeichnis wie nxtvepg.exe gelegt werden. Solange Sie die Library nicht installiert haben, sehen Sie eine Fehlermeldung ``Failed to load WDM interface library'' beim Versuch auf eine WDM Quelle umzuschalten.

Bei Verwendung des WDM-Treibers können Sie das folgende Kapitel überspringen.

Falls Sie gar keinen funktionierenden Treiber finden, können Sie als letzte Option nxtvepg parallel zu K!TV laufen lassen. In dem Fall übernimmt die TV-Applikation die Teletext-Akquisition ohne so dass nxtvepg gar nicht auf die TV-Karte zugreifen muß.

Dsdrv driver configuration on M$ Windows

Um den dsdrv Treiber zu konfigurieren öffnen Sie den ``TV card input'' dialog und betätigen Sie den Button ``Configure card'' in der Mitte des Dialogfeldes. Der Button ist deaktiviert falls keine unterstützten TV-Capture-Chips auf Ihrem System gefunden wurden. (In dem Fall werden Sie außerdem eine Meldung ``PCI scan failed'' sehen; eine Erklärung dieser und weiterer Fehlermeldungen als auch eine Liste unterstützter TV-Karten findet sich in der README Datei.) In dem Fall bleibt Ihnen nur die Möglichkeit den WDM Treiber zu verwenden.

Drücken Sie zunächst den Button Autodetect im rechten Teil des Dialogfensters. Falls vorhanden, wird der nichtflüchtige Speicher (EEPROM) Ihrer Karte gelesen, um den Hersteller und das Modell zu bestimmen. Im Optimalfall können so alle benötigten Parameter automatisch bestimmt werden. Klappt dies, werden alle benötigten Kartenparameter gesetzt und Sie brauchen nichts weiter zu tun, als den Konfigurations-Dialog mit OK zu schließen. Wenn Sie wollen, können Sie jedoch automatisch ermittelte Werte (z.B. Tuner-Typ) mit den unten beschriebenen Optionen überschreiben.

Erscheint ein Hinweis, dass zwar die Karte jedoch nicht der Tuner bestimmt werden konnte, können die nächsten Absätze übersprungen werden und es geht beim manuellen Einstellen des Tuners weiter.

Wird der TV-Karten-Typ nicht automatisch erkannt, können Sie ihn in der linken Auswahlliste suchen und dann auf den Button ``Pick from list'' klicken oder direkt auf den Listeneintrag doppelklicken. Bitte beachten Sie: Die Liste der TV-Karten ist die selbe wie bei der TV-Anwendung DScaler (ähnlich wie K!TV); das gleiche gilt auch für die Tuner-Liste. Im Zweifelsfall ist es am einfachsten, in der Konfiguration von DScaler nachzusehen und den Karten-Typ von dort zu übernehmen.

Bei bestimmten Karten-Typen wird die Karte nach manueller Kartenauswahl nach dem Tuner-Typ abgefragt. Schlägt dies fehl, erscheint eine Mitteilung und Sie müssen den Tuner manuell auswählen.

Um einen Tuner-Typen zu konfigurieren öffnen Sie das Popup-Menü ``Tunerauswahl'' indem Sie auf den Button Configure klicken und einen Eintrag auswählen. Bei vielen Karten steht der Tuner-Typ auf der Verpackung. Sicherer ist es, den Tuner-Typ vom silbernen Abschirmgehäuse auf der Karte selbst abzulesen.

Ein paar klärende Hinweise zu den Einstellungen: Bei vielen Karten ist der ausgewählte Karten-Typ für nxtvepg nicht relevant (d.h. nur der Tuner-Typ und für Bt878-Karten der PLL). Keine Sorge, wenn die Karte nicht in der Liste zu finden ist. Es funktioniert auch, wenn Sie einfach irgendeinen PAL- oder SECAM-Karteneintrag aus der Liste nehmen und die anderen Parameter manuell setzen. Mit dem Start eines EPG-Suchlaufs können Sie die Konfiguration überprüfen. Zuvor müssen Sie jedoch das Konfigurations-Untermenü mit OK verlassen, damit die Änderungen übernommen werden. Der Einfachheit halber können Sie den Dialog zur Karten-Konfiguration mit einem Button im Dialogfenster des EPG-Suchlaufs öffnen.

Tipp zur Auswahl des Tuners: In Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist vermutlich ein PAL-Tuner richtig, in Frankreich einer der SECAM-Typen. Bei Auswahl eines falschen Tuners gibt es entweder überhaupt keinen Empfang (der EPG-Suchlauf läuft einfach durch und schlägt vor, die Antenne zu überprüfen) oder es werden nur wenige Sender empfangen.

Bei Karten, die mit einem Brooktree-Chip (Bt878 u.a.) ausgestattet sind, muss die Art der PLL-Initialisierung immer eingestellt werden. Diese Einstellungen sind direkt mit der Kartenauswahl verknüpft. Deshalb brauchen Sie dies nicht manuell vorzunehmen. Normalerweise ist der richtige Wert für ``PLL initialization'' bei PAL- und SECAM-Karten entweder ``No init'' oder ``28 MHz''. (Wurde der falsche Wert ausgewählt, haben Sie überhaupt keinen Empfang.)

Video input configuration

Bevor nxtvepg mit der Akquisition von EPG-Daten beginnen kann, muss eingetragen werden, ob das Videosignal vom internen TV-Tuner der TV-Karte (bei Anschluss über Kabel oder terrestrischer Antenne) stammt oder von einer externen Quelle (etwa von einem Satellitenempfänger verbunden über ein Composite- oder S-Video-Kabel). Dies kann im Dialog ``TV card input'' des Konfigurationsmenüs eingestellt werden (detailliertere Information siehe unter CONFIGURATION: TV card input).

Normalerweise verwendet nxtvepg den TV-Tuner-Eingang. Das ist die gängige Arbeitsweise, da nxtvepg zwischen Kanälen von verschiedenen NexTView-Anbietern wechseln kann. Bei einer externen Quelle muss zwischen Kanälen jedoch manuell umgeschaltet werden (siehe auch DATA ACQUISITION). In Frankreich sollte die französische Kanalliste eingesetzt werden (die bereits die Secam-TV-Norm anstatt PAL B/G/I nutzt); diese Information wird im nächsten Schritt angewandt: Der EPG-Suchlauf.

Ist kein TV-Tuner sondern ein Satellitenreceiver über den Composite- oder S-Video-Eingang im Einsatz, ist die entsprechende Einstellung im ``video input''-Dropdown-Menü auszuwählen. Schließen Sie den Dialog mit OK und öffnen Sie den Dialog für die Konfiguration des Akquisitionsmodus im selben Menü. Dort sollte in den Modus external gewechselt werden: In diesem Modus schaltet nxtvepg beim Start der Akquisition zum eingestellten Video-Eingangskanal der externen Video-Quelle um. Dabei sollte an der externen Video-Quelle ein NexTView-Anbieter-Kanal empfangen werden können. Um wie bei einem EPG-Suchlauf alle vorhandenen Provider zu erhalten, sollten Sie alle Anbieter-Kanäle auslesen (eine Liste gibt es am Anfang der Hilfe oder auf der Homepage) und warten, bis der Text in der Statuszeile von ``starting up'' auf ``working on'' wechselt.

Obwohl es möglich ist, den Satellitenreceiver über ein Antennenkabel anzuschließen, ist von dieser Variante abzuraten, da das Signal oft so stark beeinträchtigt wird, dass nxtvepg den EPG-Datenstrom nicht mehr dekodieren kann. Wenn Sie dennoch diese Verbindungsart wählen, nehmen Sie den Tuner als Quelle und starten Sie einen EPG-Suchlauf, um den Kanal zu finden auf dem der Satellitenreceiver das Signal überträgt. Bitte stellen Sie sicher, dass die Option ``Use .xawtv'' im Dialog des Providersuchlaufs ausgeschaltet ist, es sei denn, der Kanal des Satellitenreceivers (d.h. die Frequenz, auf die das Satellitensignal aufmoduliert wird) ist als ein Eingangskanal in xawtv definiert. Stellen Sie einen Kanal eines NexTView-Anbieters ein, bevor Sie den EPG-Suchlauf starten. Der Suchlauf wird nur diesen einen Anbieter finden. Wenn Sie alle Anbieter laden wollen, müssen Sie wie oben beschrieben manuell vorgehen. Es empfiehlt sich, den Akquisitionsmodus auf ``Follow browser database'' zu stellen. Obwohl nxtvepg mit der Akquisition in Wirklichkeit nicht Ihrer Anbieterauswahl folgen kann, da es den Fernsehkanal am externen Eingang nicht umschalten kann, wird dieser Modus nxtvepg anweisen, den TV-Tuner auf den Kanal des Receivers zu setzen (nähere Details sind in ACQUISITION MODES zu finden).

EPG scan: Search for Nextview providers

Dieser Abschnitt ist nur relevant, wenn der interne Tuner der TV-Karte verwendet werden soll. In diesem Fall besteht der nächste Schritt darin, eine Anbietersuche aus dem Konfigurationsmenü heraus zu starten. Während der Suche werden alle Fernsehkanäle auf das Vorhandensein von NexTView-Übertragungen geprüft und aus den Ergebnissen wird eine Liste von NexTView-Anbietern erstellt.

Der Suchlauf kann beschleunigt werden, indem die Kanalliste einer Fernsehapplikation verwendet wird. In diesem Fall wird der Suchlauf auf die Frequenzen in der Kanalliste der TV-Anwendung beschränkt. Dieser Modus wird mit dem Button ``Use TV app freq. table'' gewählt. Er ist inaktiv, solange keine Fernsehapplikation im Dialog ``TV app. interaction'', der im nächsten Kapitel beschrieben wird, ausgewählt ist. Dieser Dialog kann durch Druck auf den Button am unteren Rand des Dialogfensters des EPG-Suchlaufs geöffnet werden.

Am Ende der Suche steht eine kurze Zusammenfassung aus der hervorgeht, wie viele Provider gefunden wurden. Wurden Provider gefunden, kann das Dialogfenster geschlossen werden. Mittels der Providerauswahl aus dem Konfigurationsmenü kann der bevorzugte Provider gewählt werden. Bitte warten Sie, während der Kanal des Providers eingestellt und Daten empfangen werden.

Findet die Providersuche keinen oder nicht alle NexTView-Providerkanäle (möglicherweise wegen schwachen Empfangs - es handelt sich um einen relativ einfachen Suchlauf, der keine Feinabstimmung vornimmt), aktivieren Sie den Button Slow und versuchen Sie es erneut. Bringt dies keine Abhilfe, können Sie die fehlenden Anbieter auch manuell hinzufügen. Stellen Sie den Akquisitionsmodus auf external oder passive (nur unter UNIX). Dann stellen Sie mittels einer externen Applikation den Kanal ein (Windows-Benutzer müssen zunächst die Akquisition stoppen, dann die TV-Anwendung starten, anschließend den Kanal einstellen, die TV-Anwendung beenden und die Akquisition erneut starten).

Im externen Modus beeinflusst nxtvepg den Tuner nicht und wartet beliebig lange auf den Empfang von NexTView auf dem aktuellen Kanal. Unter Windows (und Linux mit bttv-Treibern der Versionen 0.7.50 und älter) hat diese Methode den Nachteil, dass Kanalnummer und Frequenz des Providers nicht bekannt sind. In diesem Fall muss der Kanal des Providers bei jedem Start der Akquisition manuell eingestellt werden.

Die Akquisition einer kompletten Datenbank dauert etwa 20 Minuten. Programme die in naher Zukunft liegen sind jedoch viel schneller verfügbar, da sie häufiger übertragen werden. Gewöhnlich sind die gerade laufenden und unmittelbar nachfolgenden Programme aller Sender nach maximal 2-3 Minuten vorhanden.

Configuring a TV application

nxtvepg kann wie folgt mit TV-Anwendungen zusammenarbeiten:

Das erste Feature ist eine passive Funktion, d.h. nur nxtvepg muss an die entsprechende TV-Anwendung angepasst werden. Der zweite jedoch erfordert die Kooperation beider Seiten. Aus diesem Grund wird die Zahl der TV-Anwendungen, für die passive Funktionen unterstützt werden, immer wesentlich größer sein. Unter Windows werden die Interaktionsfunktionen derzeit nur von K!TV unterstützt.

Unter UNIX werden derzeit xawtv, xdtv (früheres xawdecode), zapping und tvtime unterstützt. Mit allen Vieren funktionieren alle genannten Features.

Auf Windows werden verschiedene Freeware TV-Anwendungen im Zusammenhang mit den passiven Features unterstützt; dazu müssen Sie angeben welche Anwendung Sie verwenden. Sollten Sie im Dialog ``TV card input'' die TV-Karten-Einstellungen einer TV-Anwendung geladen haben, ist der Typ der TV-Anwendung bereits konfiguriert. Ansonsten oder falls Sie eine andere Anwendung als Quelle der Kanaltabelle nutzen wollen, öffnen Sie den Dialog ``TV app. interaction'' (siehe auch CONFIGURATION: TV application interaction).

Betreffend das zweite, aktive Feature: Sie können testen ob nxtvepg mit einer TV-Anwendung interagieren kann, indem Sie beide Programme starten und danach in nxtvepg den Dialog zur ``TV app. interaction'' im Konfigurationsmenü öffnen. Der Verbindungsstatus ist in der Mitte des Dialogfensters angegeben. Üblicherweise wird nxtvepg unter Windows, falls bereits beim Start eine nicht unterstützte TV-Anwendung läuft, eine Fehlermeldung wie ``Capturing is already enabled in the TV card'' oder eine andere Treiberfehlermeldung anzeigen. Nur mit kooperierenden TV-Anwendungen ist nxtvepg in der Lage, die Karte auch dann automatisch frei zu geben, wenn die TV-Anwendung bereits gestartet ist (Fernsehen hat immer den Vorrang gegenüber der Akquisition der EPG-Daten).

Wichtig: Unter Windows dürfen Sie nxtvepg nicht mit aktiviertem Empfang parallel zu einer TV-Anwendung starten. Sollte dies dennoch versehentlich passieren, schließen Sie bitte beide Anwendungen sofort. Wenn zwei Programme gleichzeitig auf die TV-Karte zugreifen, kann der entstehende Konflikt das System zum Absturz bringen.

Nach dem Einstellen von TV-Anwendungstyp und -pfad sollten Sie den Konfigurationsdialog ``Network name'' öffnen, um die Sendernamen zwischen TV-Anwendung und nxtvepg zu synchronisieren. Selbst wenn keine Interaktion möglich ist, wird empfohlen, dieselben Sendernamen in beiden Applikationen zu verwenden. Details sind in CONFIGURATION: Network names zu finden.


BASIC BROWSING

Das Hauptfenster des Browsers besteht hauptsächlich aus zwei Bereichen: Der Obere enthält eine Liste nach Startzeit sortierter Titel der Sendungen. Alle aktuell laufenden Sendungen (oder eher: alle Sendungen, die gemäß der Startzeit laufen sollten) sind durch eine hellblaue Hintergrundfarbe gekennzeichnet. Eine Zeile in der Liste ist von einem Cursor ausgewählt (fokussiert); der untere Bereich enthält die Beschreibung für den ausgewählten Titel. Die Menge der hier verfügbaren Informationen hängt ausschließlich vom Inhaltsprovider ab.

Das einfache Blättern durch die Programm-Informationen sollte intuitiv möglich sein. Man kann entweder die Maus oder die Pfeiltasten der Tastatur verwenden:

Mit der Maus kann jeder Titel durch einen Klick ausgewählt werden. Im unteren Fenster wird dabei die Beschreibung angezeigt. Mit dem linken Scrollbalken kann die Liste vorwärts zu in fernerer Zukunft laufenden Programmen bewegt werden. Mit der Wochenanzeige rechts kann man direkt zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Datum springen.

Benutzen Sie bei Verwendung des Keyboards die ``Pfeil auf/ab''-Tasten, um einen Titel auszuwählen. Für das schnelle Scrollen verwenden Sie die ``Bild auf/ab''-Tasten. Mit der ``Pos 1''-Taste gelangen Sie immer zurück zum ersten Titel. Mit TAB oder SHIFT+TAB können Sie den Fokus der Keyboardeingabe auf andere Eingabeelemente bewegen, z.B. zu den Sender- und Shortcut-Listen; um ein gewähltes Thema oder einen Shortcut als Filter zu bestätigen drücken Sie die Leertaste. Die ersten 10 Shortcuts können auch direkt vom Hauptfenster aus über die Zahlentasten 1-9 und 0 aktiviert werden. STRG+C im Hauptfenster öffnet das Kontextmenü; STRG+F öffnet den Dialog zur Textsuche; die ESCAPE-Taste ist gleichbedeutend dem Reset-Button (Dismiss/Abort). Die Menüs können Sie erreichen, indem Sie die ALT-Taste zusammen mit dem unterstrichenen Buchstaben des entsprechenden Menüeintrags drücken.

Sie können die Programmwahl auf verschiedenste Art einschränken, um dadurch leichter zu finden was Sie interessiert. Beispielsweise können Sie die Liste auf Sendungen bestimmter Sender beschränken; oder Sie beschränken die Liste nur auf Filme. Dieser Prozess wird filtering genannt und weiter unten detailliert beschrieben, siehe FILTERING. Für die geläufigsten Filteroptionen gibt es eine Liste mit Shortcuts auf der linken Seite des Hauptfensters. Zu bemerken ist, dass diese Liste frei konfigurierbar ist, siehe FILTER SHORTCUTS.

Seit Version 2.5.0 bietet nxtvepg zwei Layouts für die TV-Programmübersicht an: Standardmäßig sind die Programme aller Sender nach Startzeit sortiert in eine Liste kombiniert. Alternativ können Programme spaltenweise nach Sendern getrennt angezeigt werden, sodass jeder TV-Sender seine eigene Spalte erhält. Dieses Format ähnelt dem der meisten Programmzeitschriften. In diesem Layout kann sowohl vertikal nach Anfangszeit als auch horizontal nach Sendern gescrollt werden.

Wenn Sie die Höhe des Programmfensters verändern, wird das Infotext-Fenster unten entsprechend angepasst. Sie können die Größenverhältnisse zwischen Programmliste und Infotext mit dem dazwischen liegenden Button mit den zwei kleinen auf/ab-Pfeilen anpassen, indem Sie diese mit gedrückt gehaltener Maustaste verschieben.

Nxtvepg kann mit TV-Anwendungen interagieren (z.B. xawtv auf UNIX; erfordert zuvor ein Setup, siehe GETTING STARTED), um eine Verbindung in beide Richtungen zu gewährleisten: Erstens werden Sie einen ``Tune TV''-Button im Hauptfenster unterhalb der Uhr vorfinden. Wenn Sie diesen anklicken, wird der Sender der aktuell gewählten Sendung in der TV-Anwendung aufgerufen. Dies geht auch mit einem Doppelklick auf das Programm oder über das Drücken der ENTER-Taste. Durch einen Klick der rechten Maustaste auf den Button ``Tune TV'' links können Sie auch ein kleines Menü aufrufen, das eine grundlegende TV-Steuerung bietet. Zweitens wird der Cursor im nxtvepg-Hauptfenster automatisch auf die im aktuellen Sender laufende Sendung springen, wenn Sie den Kanal innerhalb der TV-Anwendung wechseln. Sie können diese Reaktion manuell durch das Drücken der Keyboard-Taste ``i'' auslösen. Siehe CONFIGURATION: TV application interaction für mehr Details.

Am unteren Rand des Fensters gibt es eine Statuszeile, die über den Status der Datenbank und der Akquisition informiert. Im Prinzip ist es eine stark komprimierte Zusammenfassung des Statistics-Popups des Control-Menüs und besonders nützlich, um über das Alter der Datenbank zu informieren oder bei unterbrochener Akquisition zu warnen.

Beachten Sie: Die meisten Provider übertragen Inhaltsbeschreibungen (d.h. den Text im unteren nxtvepg-Fenster) nur für gegenwärtig laufende Sendungen und solche, deren Startzeit sehr nahe liegen. Diese Zeitspanne für den vollen Sendebereich kann maximal 2 Stunden oder 3 Titel pro Sender sein. Als Konsequenz hieraus sollten Sie die Datenakquisition so oft wie nur möglich aktivieren; erwägen Sie, den Akquisitions-Daemon permanent im Hintergrund laufen zu lassen. Mehr Details zum Akquisitionsprozess siehe nachfolgendes Kapitel.


DATA ACQUISITION

So lange die Akquisition aktiviert ist, werden Programmdaten permanent im Hintergrund nachgeladen und damit die Datenbank aktualisiert. Alle eingehenden Programminformationen werden außerdem sofort in die angezeigte Programmliste eingefügt. Dabei wird versucht die Cursorposition bzw. Titelwahl nicht zu verändern, es sei denn, der Cursor steht auf dem allerersten Eintrag - in diesem Fall bleibt der Cursor ganz oben.

Standardmäßig arbeitet die Akquisition immer für den Provider dessen Datenbank Sie in den Browser geladen haben. Deshalb wird der TV-Tuner beim Programmstart oder immer dann, wenn Sie die Provider wechseln, auf die Frequenz des TV-Kanals des Providers eingestellt. (Beachten Sie, dass dieser Modus nur nach einer Providersuche möglich ist, da dies der einzige Weg ist, die Frequenzen herauszufinden.) Siehe ACQUISITION MODES in Bezug auf fortgeschrittenere Akquisitionsstrategien.

Wenn Sie nicht den TV-Tuner als Eingang wählen (d.h. Sie wählen eine externe Quelle über den Composite- oder S-Video-Eingang) oder der TV-Tuner durch eine andere Anwendung in Beschlag genommen wird (nur bei UNIX, z.B. wenn man TV sieht), werden zwar trotzdem Daten akquiriert, es ist Ihnen aber nicht mehr möglich automatisch den TV-Sender zu wechseln. Folglich sind Sie selbst für die Auswahl des TV-Kanals des Providers verantwortlich, dessen Datenbank Sie laden oder auffrischen wollen. Wird ein zu einem anderen als dem im Browser ausgewählten Provider gehörender Datenstrom erkannt, wird automatisch eine zweite Datenbank im Hintergrund geöffnet um die hereinkommenden Daten zu speichern.

Die übermittelte Datenbank ist ständig im Wandel: Abgelaufene Titel werden entfernt, neue Titel angehängt und diejenigen Titel, die der aktuellen Uhrzeit am nächsten liegen, mit einer zunehmenden Anzahl an Beschreibungen ausgestattet. (Der Grund warum keine komplette Beschreibung für alle Titel übermittelt wird ist ganz einfach der, dass die Größe der Datenbank reduziert werden muss - diese sollte innerhalb maximal 20 Minuten übermittelbar sein.) Deshalb sollten Sie die Akquisition so oft wie möglich starten, etwa alle 2-3 Stunden, zumindest einige Minuten bevor sie das Programm durchstöbern.

Sie können den Fortschritt der Akquisition über das Fenster mit der Zeitskalen- und Datenbankstatistik über das Control-Menü beobachten. Siehe STATISTICS für Details.


ACQUISITION MODES

Der Dialog zur Konfiguration des Akquisitionsmodus ermöglicht es Ihnen, zu kontrollieren, für welche Provider Daten gesammelt werden und in welcher Reihenfolge. Dies ist hauptsächlich für Anwender gedacht, die Datenbanken von mehr als einem Provider nutzen, beispielsweise in einer zusammengeführten (engl. ``merged'') Datenbank, oder ihre Startzeit optimieren wollen. Sind Sie mit einer einzigen Datenbank zufrieden oder wollen Sie nicht unmittelbar nach dem Programmstart blättern, sollten Sie beim Standard bleiben, welcher Daten nur für den im Browser gewählten Provider lädt.

Passive

Nur UNIX: In diesem Modus greift die Software nie auf das Video-Gerät zu und ändert auch nie Input-Kanal oder Tuner-Frequenz. Dies ist nützlich, wenn Sie das Setup der Quelle über Befehlszeilen-Tools wie v4lctl durchführen wollen. Verwenden Sie Applikationen die Videodaten verarbeitet (z.B. eine TV-Anwendung), brauchen Sie diesen Modus nicht, weil nxtvepg automatisch in den passiven Modus umschaltet, wenn ein Kanalwechsel aus diesem Grund fehlschlägt.

Bitte beachten Sie: wenn nxtvepg den TV-Kanal nicht kontrolliert, kann es sich nicht automatisch um die Aktualisierung Ihrer Datenbank kümmern. Sogar wenn die Browserdatenbank komplett leer sein sollte, werden keine Daten erscheinen bis Sie den Kanal des Providers manuell über eine externe Applikation angesteuert haben. Aus diesem Grund ist von der Verwendung des passiven Modus abzuraten.

External

Dies ist der für Composite- oder S-Video-Input-Quellen empfohlene Modus. Nur die Input-Quelle wird gesetzt; der Tuner bleibt unberührt. Infolgedessen muss der Providerkanal entweder extern gewählt werden (z.B. in einem Satellitenreceiver, der mit dem Composite- oder S-Video-Eingang verbunden ist) oder durch eine andere Anwendung (z.B. TV-Anwendung, nur UNIX), genau wie im passiven Modus.

Auf Windows-Systemen kann dieser Modus verwendet werden, falls der Tuner nxtvepg nicht bekannt ist, d.h. wenn der EPG-Suchlauf mit allen Tuner-Typen keine Kanäle findet. In diesem Fall stellen Sie den Provider-Kanal mittels der TV-Anwendung ein; danach beenden Sie diese Anwendung und starten nxtvepg. Wenn Sie daraufhin über das Control-Menü in die Akquisitionsstatistik sehen, sollte der VPS/PDC-Code des eingestellten Kanals in der unteren Hälfte des Fensters erscheinen.

Follow-UI

Dies ist der Standard-Modus: die Akquisition arbeitet immer für den Provider, den Sie für den Browser (d.h. die Benutzerschnittstelle) gewählt haben. Ändern Sie den Provider im Browserfenster, folgt die Akquisition dem neu eingestellten Kanal. Natürlich wird dazu mindestens ein EPG-Suchlauf benötigt, damit die Tuner-Frequenzen aller Provider bekannt sind. Verwenden Sie im Browser eine zusammengeführte (engl. ``merged'') Datenbank, arbeitet die Akquisition bei jedem der zusammengeführten Provider nacheinander, ähnlich dem Modus, der als Nächstes beschrieben wird.

Manually selected (Cyclic: All

Dieser Modus ermöglicht es Ihnen, manuell auszuwählen, für welchen Provider die Akquisition arbeiten soll. Sollten Sie mehr als einen Provider auswählen, werden diese Provider einer nach dem anderen in der von Ihnen festgelegten Reihenfolge geladen. Warnung: falls Sie für den Browser einen Provider wählen, der nicht in der Liste steht, werden keine Daten in den Browser geladen, auch wenn die Liste vollkommen leer ist.

Da mit Übertragungsfehlern gerechnet werden muss, wird nicht versucht, jeden einzelnen Datensatz von einem Provider zu laden bevor die Akquisition zum Nächsten wechselt. Stattdessen wurde ein statistisches Kriterium definiert, welches die Varianz in der Berichterstattung aller in der Datenbank enthaltenen Sender sowie die Tendenz dieser Varianz berücksichtigt.

Cyclic: Now - Near - All

Wie im vorherigen Modus ermöglicht Ihnen dieser, eine Liste von Providern zu spezifizieren, für die Daten geladen werden sollen. Diese werden jedoch nicht nacheinander komplett geladen. Stattdessen wurde eine 3-stufige Abfrage implementiert. In der ersten Stufe werden nur Now-Daten geladen, d.h. die der aktuell laufenden und der nächsten 2-3 Sendungen. Ist dies bei allen Providern geschehen beginnt die nächste Stufe, welche Near-Daten lädt, d.h. die aller Sendungen, die innerhalb der nächsten 12-24 Stunden laufen. Ist dies wiederum fertig gestellt, lädt die letzte Stufe die unerledigten Blöcke aller Provider. Siehe Erklärung unten, wofür dieser Modus gut ist.

Cyclic: Now - All

Dies ist derselbe Modus wie zuvor, außer dass die Near-Stufe übersprungen wird.

Cyclic: Near - All

Dies ist derselbe Modus wie zuvor, außer dass die Now-Stufe übersprungen wird.

Welcher Modus der Beste für Sie ist, hängt davon ab wie Sie Ihren Browser nutzen. Wenn Sie - wie oben erwähnt - hauptsächlich einen einzelnen Provider verwenden, halten Sie sich an den Follow-UI-Modus. Nutzen Sie eine zusammengeführte (engl. ``merged'') Datenbank, werden die Daten automatisch für alle enthaltenen Provider geladen. Wechseln Sie jedoch manuell zwischen mehreren Providern, sollten Sie einen der manuellen Akquisitions-Modi vorziehen.

Die zyklischen Modi ermöglichen es Ihnen, die Startzeit zu optimieren. Während im manuellen Modus (Standardmodus) die erste Datenbank komplett geladen wird bevor die Nächste gestartet wird, können Sie in den zyklischen Modi bestimmen, dass zuerst nur Now-Daten aller Provider geladen werden. Infolgedessen werden Sie bereits nach ein paar Minuten die Now-Informationen aller Provider aktualisiert haben. Benötigen Sie mehr Vorschau als die nächsten 2-3 Sendungen, z.B. den kompletten Abend, verwenden Sie bitte den zyklischen Modus, der mit der Near-Stufe beginnt.

Verwenden Sie die manuelle Akquisition gemeinsam mit einer zusammengeführten Datenbank, sollten Sie sicherstellen, dass sich der gleiche Provider in beiden Listen oben befindet, d.h. die Akquisition sollte immer mit der ``Haupt-Datenbank'' der Zusammenführung (engl. ``merge'') beginnen.

Bitte beachten Sie, dass die Zeit bis alle Datenbanken komplettiert sind, in den zyklischen Modi länger ist als im standardmäßig manuellen Modus. Generell kommt die für die Now- und Next-Stufen benötigte Zeit zur Vervollständigungszeit der Datenbank hinzu.

Beachten Sie außerdem, dass die zyklischen Modi von den Übermittlungszyklen der Provider abhängen. Dies bedeutet erstens, dass sich die von den zyklischen Modi belegten Zeitspannen von Provider zu Provider unterscheiden. Zweitens werden die Zykluszeiten differieren. Im schlimmsten Fall läuft der Near-Zyklus so lange wie der Zyklus für die gesamte Datenbank (z.B. der des deutschen Anbieters RTL2). In diesem Fall gewinnen Sie nichts durch die Wahl eines Modus, der eine Near-Stufe enthält.


STATISTICS

Es gibt zurzeit drei Möglichkeiten, Informationen zum Status der Datenbank und des Akquisitions-Prozesses zu erhalten: Der Erste und prägnanteste ist die Statuszeile am unteren Rand des Hauptfensters (nur wenn diese auch aktiviert ist, siehe CONFIGURATION). Der Zweite besteht in den Zeitskalen-Fenstern (``timescale''), welche die mit TV-Programmdaten belegten Zeitspannen jedes TV-Senders visualisieren. Der Dritte besteht aus den Fenstern mit den Datenbankstatistiken, welche technische Details über die Datenbank liefern (wie z.B. welcher Prozentsatz an Einträgen bereits geladen ist usw.) jeweils in Textform und als Grafik.

Die beiden letzteren Fenster stehen jeweils getrennt für die Browser- und die Akquisitionsdatenbanken zur Verfügung. (Standardmäßig sind beides dieselben Datenbanken, jedoch können Sie eine Hintergrundakquisition für mehrere Datenbanken einstellen, siehe ACQUISITION MODES). Alle Statistiktypen werden während der laufenden Akquisition regelmäßig aktualisiert. Während einer bestehenden Verbindung zu einem Akquisitions-Daemon, verweisen alle Statistikausgaben auf die im Daemon laufende Akquisition (siehe CONTROL: Connect to acq. daemon)

Status line

Die Statuszeile fasst separat den Status der Browserdatenbank (außer bei einer zusammengeführten Datenbank) und den des Akquisitionsprozesses zusammen. Aus Platzgründen enthält sie nur die relevanteste Information, d.h. die angezeigte Information hängt vom jeweiligen Status ab.

Zur Browserdatenbank sehen Sie normalerweise den Sendernamen des Inhaltproviders und einen Prozentsatz, der beschreibt, wie viele Blöcke (d.h. TV-Sendungen) bereits in der Providerdatenbank empfangen wurden.

Liegen mehr als 10% der Einträge der Programmdatenbank in der Vergangenheit, werden Sie zusätzlich einen Hinweis über den Prozentsatz der abgelaufenen Blöcke sehen. Beachten Sie, dass eine zu 100% geladene Datenbank komplett leer erscheinen kann, wenn alle Blöcke abgelaufen sind. Sobald Sie die Akquisition starten, wird der prozentuale Füllgrad auf 0 fallen, weil ein neuer Bestand geladen wird, der diese verfallenen Blöcke nicht mehr enthält.

Hat die Akquisition der Browserdatenbank mehr als 60 Minuten zuvor angehalten, wird der Statuszeile ein Hinweis beigefügt. In diesem Fall kann es angebracht sein, die Akquisition für diese Datenbank zu starten, um Beschreibungen für in der ``Near''-Zeitspanne enthaltene Sendungen zu laden (siehe DATA ACQUISITION).

Ist die Akquisition derzeit nicht aktiv, wird darauf hingewiesen. Gegebenenfalls erscheint auch ein Hinweis auf den Grund (z.B. ``no reception'' wenn ein Sender manuell eingestellt wurde der kein NexTView übermittelt).

Andernfalls werden Sie den Sendernamen des Inhaltproviders sehen und einen Prozentsatz, der den Akquisitionsprozess beschreibt. Zu bemerken ist, dass sich dieser Prozentsatz von der prozentualen Gesamtfüllrate unterscheiden kann, die mit der Browserdatenbank übergeben wird, da sie ebenso Blöcke widerspiegelt, die aufgrund von Versions-Änderungen neu geladen werden müssen.

Zusätzlich kann ein Hinweis über den aktuellen Modus der Akquisition erscheinen, wie die aktuelle Phase für zyklische Akquisitionsmodi oder ``forced passive'' wenn nxtvepg nicht in der Lage ist, den TV-Kanal zu wechseln (u.U. weil eine TV-Anwendung parallel läuft). Siehe ACQUISITION MODES für Details.

Timescale popup windows

Das Zeitskalenfenster spiegelt für jeden TV-Sender wieder, welche Zeitspannen mit TV-Programminformationen in der Datenbank belegt sind. Arbeitet die Akquisition an der Datenbank, können Sie die Fortschritt bzw. den Füllstand der TV-Programmdatenbank beobachten.

Die Fenster besitzen eine Skala für jeden TV-Sender, der vom gewählten EPG-Anbieter abgedeckt wird. Das linke Ende der Skalen verweist auf die Startzeit der ältesten in der Datenbank vorhandenen TV-Sendung. Abhängig davon wie lange das letzte Update der Datenbank zurückliegt und abhängig von der eingestellten Verzögerung bis zur automatischen Löschung abgelaufener Programme (siehe FILTERING: Expired Programmes Display), können die Sendungen teilweise oder sogar ganz in der Vergangenheit liegen. Die exakten Datierungen werden in der Datumsskala am oberen Rand des Fensters ausgegeben, wobei die aktuelle Zeit zusätzlich durch einen mit ``now'' gekennzeichneten kleinen Pfeil markiert ist.

Bereiche die von Sendungen des jeweiligen Senders in der Datenbank belegt werden, sind durch rote oder blaue Farbe markiert, nicht belegte Bereiche sind schwarz belassen. Die unterschiedlichen Farben spiegeln den Sub-Datenstrom (engl. ``stream'') wieder, in dem die Daten empfangen wurden, oder weisen auf Inkonsistenzen hin. Sub-Datenströme sind mit den unter ACQUISITION MODES erwähnten Zyklusphasen identisch; abgesehen davon ist die Unterscheidung während des normalen Betriebs nicht relevant.

Rot:

PI-Blöcke, die in Datenstrom 1 empfangen wurden, d.h. Zyklusphase ``Near''

Blau:

PI-Blöcke, die in Datenstrom 2 empfangen wurden, d.h. Zyklusphase ``All''

Dunkelrot oder Dunkelblau:

PI-Blöcke aus einer früheren Datenbankversion

Orange:

Abgelaufene PI-Blöcke aus Stream 1

Magenta:

Abgelaufene PI-Blöcke aus Stream 2

Gelb:

Ungültige PI-Blöcke (Überschneidung oder 0 Minuten Laufzeit, Blocknummer nicht im Bereich der angegebenen Bestandsliste usw.)

Grau:

Fehlende PI-Blöcke. Zu bemerken ist, dass deren Zahl nur ungefähr geschätzt werden kann, da die Dauer, die ein Block abdeckt, nicht bekannt ist solange der Block noch nicht verfügbar ist.

Schwarz:

Zeitspanne die vom Provider nicht abgedeckt wird.

Sendungen für die momentan Beschreibungstexte verfügbar sind werden zusätzlich durch eine größere Höhe der Skala innerhalb der belegten Zeitspanne markiert. Für kurze Infos ist die Fläche nach oben hin erweitert, für lange Infos nach unten hin (die Unterscheidung zwischen kurzer und langer Info bezieht sich nur auf die NexTView-Übertragungs-Spezifikation und nicht notwendigerweise auf die tatsächliche Länge des Beschreibungstextes; ebenso ist zu bemerken, dass bei zusammengeführten Datenbanken keine Unterscheidung zwischen kurzer und langer Info gemacht wird, da alle Texte in einen verwoben sind).

Vor den Skalen befinden sich 5 separate Felder, welche auf die ersten 5 Sendungen (PI-Blöcke) in der Bestandsliste (AI-Block) verweisen. Diese haben zweierlei Bedeutungen: erstens können Sie während der Akquisition sehen, wenn der ``Now''-Zyklus abgeschlossen ist; zweitens können Sie überprüfen, ob die Daten des Now-Zyklus abgelaufen sind (orange markiert). Sind alle 5 orange, wird es Zeit die Datenbank zu aktualisieren.

Database statistics

Es stehen zwei Fenster vom Control-Menü aus zur Verfügung, welche statistische Informationen über die Browserdatenbank und die Akquisitionsdatenbank und deren Fortschritt enthalten. Das Fenster ist horizontal in zwei Teile aufgeteilt: der obere Teil listet statistische Informationen auf; der untere Teil listet dynamische Informationen auf und ist nur während einer aktiven Akquisition verfügbar.

Die Akquisitionsstatistik wird jedes Mal aktualisiert, wenn ein neuer AI-Block (Bestandsliste, welche alle belegten Sender und die Anzahl Blöcke pro Sender auflistet; gewöhnlich alle 10 Sekunden übermittelt) empfangen wird.

Last AI update:

Die (lokale) Uhrzeit zu welcher der letzte Bestandslistenblock empfangen wurde. Da dieser Block auf regulärer Basis zu übermitteln ist, gibt er zugleich an, wann die Akquisition für diese Datenbank zuletzt fehlerfrei aktiv gewesen ist.

Database version:

Die Versionsnummer wird vom Provider jeden Tag oder nach Veränderungen am Inhalt erhöht. Ein Versionswechsel erzwingt ein komplettes Neuladen der Datenbank.

Blocks in AI:

Wie viele Blöcke sind insgesamt übertragen worden. Diese Zahl stammt vom AI-Block des Providers, d.h. von der Bestandsliste. Zusätzlich separat aufgelistet für Sub-Datenstrom 1 und 2 (siehe weiter oben)

Block count db:

Wie viele Blöcke sind in der lokalen Datenbank. Maximal kann dies der Anzahl der Blöcke laut AI-Block entsprechen.

Current version:

Wie viele Blöcke sind in der lokalen Datenbank vorhanden und haben die neueste Version.

Filled:

Der Prozentsatz der Blöcke in der Datenbank unter Berücksichtigung der Gesamtzahl im AI-Block, d.h. ``Block count db'' dividiert durch ``Blocks in AI''. Der zweite Prozentsatz in der Zeile spiegelt lediglich die Blöcke der aktuellen Version und somit den Grad der Vervollständigung wieder.

Expired stream:

Anzahl der Sendungsblöcke, die eine in der Vergangenheit liegende Stopzeit besitzen, aber dennoch in der Bestandsliste des Providers (AI) registriert sind. Ist die Akquisition angehalten, kann die Zahl ziemlich groß sein. Während der Akquisition werden die abgelaufenen Sendungen üblicherweise mit dem Start jedes Zyklus ausgeschnitten, d.h. normalerweise alle 20-25 Minuten. Der hier angegebene Prozentsatz bezieht sich auf die aktuelle Anzahl Blöcke in der lokalen Datenbank (alle Versionen), nicht auf die der AI.

Expired total:

Gesamtzahl und Prozentsatz abgelaufener Blöcke in der Datenbank. Dieser Wert hängt von der vom Nutzer konfigurierten Löschverzögerung ab, d.h. davon wie lange abgelaufene Blöcke behalten werden bis sie aus der Datenbank entfernt werden. Normalerweise verschwinden solche Blöcke aus der Liste der Sendungen, dies kann jedoch über den Filter ``expire time'' im Filter-Menü (siehe auch FILTERING) geändert werden.

Defective blocks:

Anzahl der Blöcke mit ungültiger oder überlappender Startzeit. Diese Blöcke tauchen nicht im Browser auf (da es schwer wäre damit umzugehen, dass mehr als ein ``now''-Eintrag eines Senders existiert). Der hier angegebene Prozentsatz bezieht sich auf die aktuell in der lokalen Datenbank vorhandenen Blöcke (alle Versionen), nicht auf die der AI.

Das Tortendiagramm zur Linken des Fensters visualisiert diese Zahlen. Der Kreis repräsentiert 100% der in der AI aufgelisteten Blöcke. Er ist aufgeteilt in Stream 1 (rot) und Stream 2 (blau). Die schraffierten Segmente stellen die Blöcke dar, die in der lokalen Datenbank noch fehlen, die gelben Segmente den Prozentsatz an abgelaufenen und/oder fehlerhaften Blöcken.

Erinnern Sie sich bitte beim Interpretieren dieser Werte daran, dass Blöcke dem Übertragungszyklus angehängt werden könnten, wenn Sendungen abgelaufen sind (in einer leichten Verletzung des NexTView-Standards wird dies bewerkstelligt, ohne die Datenbankversion zu ändern). Deshalb kann es sein, dass Sie von Zeit zu Zeit den prozentualen Füllgrad während der Akquisition einen Schritt zurückfallen sehen. Ebenso ist zu bemerken, dass abgelaufene PI von der Benutzeroberfläche aus nicht erreichbar sind, obschon sie in der Anzeige des Datenbankinhalts (engl. ``dump'') über das Control-Menü enthalten sind.

Acquisition statistics

Acq. runtime:

Wie lange die Akquisition durchgehend für diese Datenbank gelaufen ist. Dieser Wert wird bei einem Providerwechsel oder einem Wechsel der Datenbankversion zurückgesetzt oder auch wenn ein externer Kanalwechsel bemerkt wird.

Channel VPS/PDC:

Die Senderkennung welche zuletzt auf dem aktuell eingeschalteten TV-Kanal empfangen wurde. Üblicherweise wird sie dieselbe sein wie die Provider-CNI, die in der Datenbankstatistik ausgegeben wird. Jedoch könnten Sie hier unterschiedliche Werte sehen, wenn Sie manuell über eine externe Applikation in einen anderen Kanal wechseln.

Wurde ein gültiger VPS/PDC-Code (Programme Identification Label, PIL) zusammen mit der CNI empfangen, wird er nach der CNI in dekodiertem Format (z.B. DD.MM HH:MM mit Tag, Monat, Stunde und Minute) angehängt. Die VPS/PDC-Codes dienen dazu den aktuellen Programmtitel zu identifizieren. Sie können sich die Codes für alle in der Datenbank enthaltenen Sendungen anzeigen lassen (wenn Sie diese in CONFIGURATION: Select attributes aktivieren) oder einer externen Anwendung übergeben (siehe CONFIGURATION: Context menu configuration).

TTX data rate:

Die Rate in Baud, d.h. Bits pro Sekunde, mit welcher Teletext-Datenzeilen im aktuellen Kanal empfangen werden. Jede Teletextzeile hat 45 Bytes.

EPG data rate:

Das gleiche wie die TTX-Datenrate, jedoch werden nur Teletextzeilen zur Seite gezählt, die NexTView-Daten enthalten.

EPG page rate:

Das Sekundenmittel der empfangenen Teletextseiten, welche NexTView-Daten übertragen. Viele Provider übermitteln eine Seite pro Sekunde tagsüber und bis zu 1.5 oder 2 Seiten Pro Sekunde nachts.

AI recv. count:

Die Anzahl empfangener AI-Blöcke seit dem Start der Akquisition. Solange dieser Zähler auf Null bleibt, werden keine Daten der Datenbank hinzugefügt (da der AI-Block zur Identifikation des Providers zwingend notwendig ist).

AI min/avg/max:

Der minimale, mittlere und der maximale Abstand zwischen dem Empfang von AI-Blöcken. Das Mittel sollte üblicherweise 10 Sekunden betragen. Das Maximum sollte nicht viel höher sein, andernfalls könnte ein EPG-Suchlauf lange Zeit benötigen, um einen Provider zu finden; ebenso wäre die Startzeit der Akquisition höher, weil zuerst ein AI-Block abgewartet werden muss.

PI rx repetition:

Das Mittel der Anzahl davon wie oft jeder Block in der AI seit dem Start der Akquisition empfangen wurde. Aufgeteilt in Now, Stream 1 und Stream 2. Dieser Wert wird zur Akquisitionskontrolle im Abbruchkriterium der Akquisitionsphasen verwendet, falls der Akquisitionsmodus ein zyklischer ist.

Decoder quality:

Empfangs- und Verluststatistik: Anzahl der empfangenen EPG-Teletextseiten und Anzahl der kompletten EPG-Seiten, die in den Paketen vermisst werden. Die Anzahl der empfangenen Teletext-Pakete (gewöhnlich 23 pro Seite) und der fehlenden Pakete. Beachten Sie: Seiten- und Paketverlust wird üblicherweise durch Dekodierungsfehler in Paket- und Seitenheadern (die eine 50%-ige Redundanz übertragen, dies ist also ein starker Indikator für eine schwache Signalqualität) verursacht oder wenn eine TV-Anwendung in parallelen Oberflächen mit einer Capture-Konfiguration läuft (d.h. wenn nicht alle erforderlichen Zeilen in der VBI empfangen werden können).

Das Nächste ist die Anzahl der empfangenen und fallen gelassenen Blöcke. Blöcke werden üblicherweise aus Daten verschiedener empfangener Teletextpakete zusammengestellt und müssen fallen gelassen werden, falls Pakete oder Seiten darin fehlen. Blöcke müssen ebenfalls wegfallen, wenn Dekodierungs- oder Prüfsummenfehler vorliegen (die obige Notiz, die diese Art Fehler näher betrachtet, trifft auch hierauf zu).

Die letzte Zeile listet die Anzahl dekodierter Zeichen innerhalb des Textes auf (z.B. Programmtitel und -beschreibungen) und wie viele Dekodierungsfehler erkannt wurden. Der für Text verwendete Schutz vor Weiterleitungsfehlern ist sehr schwach. So kann es sein, dass Sie trotz relativ guter Signalqualität Fehler sehen werden. Bei einer schlechten Signalqualität ist die aktuelle Fehlerquote möglicherweise höher als angegeben, da der Schutz keine Double-Bit-Fehler erkennt.

Acq mode:

Der derzeitige Akquisitionsmodus wie vom Benutzer konfiguriert oder ``forced passive'' (erzwungenermaßen passiv) falls nxttvepg nicht zum Kanal wechseln konnte.

Network variance:

Die statistische Varianz des Block-Sendebereichs über alle Sender hinweg. Dieser Wert wird von der Akquisitionskontrolle im Abbruchkriterium für Akquisitionsphasen verwendet, wenn der Akquisitionsmodus zyklisch ist. Er wird für jeden Sender in der Datenbank durch separates Zählen der Anzahl an Blöcken ermittelt; danach wird für jeden Sender der Prozentsatz an verfügbaren Blöcken hinsichtlich der zu erwartenden Blöcke berechnet; daraufhin wird der Mittelwert und abschließend die Varianz dieser Prozentsätze errechnet.

Das Diagramm links zeigt den Verlauf der prozentualen Füllung für Stream 1 und Stream 2; die Bedeutung der Farben ist dieselbe wie in den Zeitskalen-Fenstern.


MERGED DATABASES

Wenn Sie Datenbanken verschiedener NexTView-Provider miteinander vergleichen, werden Sie des Öfteren feststellen, dass jeder ein oder mehrere nette Features bereithält oder Sender beinhaltet, die einem anderen fehlen. Anstatt ständig zwischen den einzelnen Providern hin und her zu wechseln, erlaubt das Datenbank-Merging (to merge (engl.): mischen, zusammenführen), Features oder Sender von unterschiedlichen Originaldatenbanken in eine neu erzeugte Datenbank auszuwählen und miteinander zu kombinieren.

Wählen Sie den Eintrag ``Merge providers'' im Configure-Menü aus, erhalten Sie einen Dialog mit zwei Listenfeldern: das Linke davon enthält eine Liste aller im Moment verfügbaren Datenbanken. Das Rechte stellt eine Liste der Datenbanken dar, die Sie miteinander zusammenführen wollen. Sie können Einträge in dieser Liste hinzufügen, löschen und neu sortieren. Sind Sie fertig mit Ihrer Auswahl, drücken Sie OK, um das Zusammenführen zu starten und zu der neuen Datenbank zu wechseln.

Durch das Anordnen der Provider in Ihrer Auswahl, weisen Sie ihnen Prioritäten zu, die für eine Konfliktlösung sehr wichtig sind. Ein Konflikt tritt dann auf, wenn Start- und Stopzeiten der Sendung bei den Providern verschieden sind. Die Wahrscheinlichkeit solch eines Konfliktes hängt von der Qualität Ihrer Provider ab; theoretisch sollten sie nie auftreten, außer wenn kurzfristige Programmänderungen erfolgen. In der Realität sind solche Konflikte gar nicht so unwahrscheinlich, speziell bei Sendungen, die früh am Morgen ausgestrahlt werden. Sie sollten den verlässlichsten Provider an die erste Stelle setzen, da widersprüchliche Sendungen von darunter stehenden Providern abgelehnt werden, d.h. nicht mit in die zusammengeführte Datenbank aufgenommen werden.

Der Button Configure im Dialog ermöglicht Ihnen die Feinkontrolle über die Priorität der Provider während des Zusammenführens aller sich unterscheidenden Attribute der Sendungen. Sie können einen Provider sogar für ein Attribut komplett entfernen, z.B. falls dieser falsche Daten übermittelt (das Sound-Attribut wurde beispielsweise vom deutschen Provider 3Sat von Zeit zu Zeit falsch behandelt: sie vertauschten Stereo und Surround). Eine Ausnahme stellt hierbei der Titel dar, wegen welchem Sie keinen Provider löschen müssen.

Attribute, die nicht zusammengeführt werden können, z.B. das Editorial Rating, werden aus der ersten Datenbank in die Liste aufgenommen, die das Attribut für eine vorgegebene Sendung enthält. Eine Ausnahme bilden Sortierkriterien und Serien, wobei hier nur der erste Provider in der Liste abgefragt wird (d.h. selbst wenn der erste Provider kein Sortierkriterium für die jeweilige Sendung vorhält, werden die darauf folgenden Datenbanken nicht durchsucht) da diese Attributtypen nicht zwischen den Providern zusammengeführt werden können (siehe auch FILTERING).

Beachten Sie: Wenn Sie einen manuellen oder zyklischen Akquisitionsmodus verwenden, sollten Sie darauf achten, alle zusammengeführten Provider Ihrer Datenbank in der gleichen Reihenfolge einzufügen. Andernfalls werden Programmänderungen so lange nicht in Ihrer Datenbank auftauchen, bis der Provider mit der höchsten Priorität geladen wird. Falls Sie beim als Standard festgelegten Follow-UI bleiben, wird die Akquisitionskontrolle automatisch zwischen allen zusammengeführten Providern in korrekter Reihenfolge periodisch wechseln.


NAVIGATE

Das Navigate-Menü enthält einen Baum von Filteroptionen, die vom gewählten Provider zusammen mit den Programmdaten übermittelt werden. Das Filtering erlaubt es, die Auflistung der Programm-Informationen auf diejenigen Titel einzuschränken, die dem gewählten Menüeintrag entsprechen.

Umfang und Inhalt dieses Menüs hängen ausschließlich vom Provider ab. Leider bieten die meisten Provider nur ein sehr limitiertes Menü an. Deshalb empfiehlt es sich eigene Filter via Shortcuts zu definieren, so wie in den nächsten beiden Kapiteln beschrieben.

Jede Filterauswahl kann durch den Menüeintrag Reset oder den Reset-Button im Hauptfenster zurückgesetzt werden.

Unter Windows ist das Navigate-Menü aus technischen Gründen ein Eintrag innerhalb des Filter-Menüs (das Konzept dynamisch erzeugter, hierarchischer Menüs scheint Windows fremd zu sein, deshalb musste ein Popupmenü verwendet werden).


FILTERING

Ähnlich Navigate erlaubt dieses Menü die Kontrolle darüber, welche der Sendungen der Datenbank in der Liste präsent sein sollen. Jedoch sind Sie hier nicht auf die Vorauswahl der Filteroptionen beschränkt. Für jede existierende Art von Attribut gibt es einen Filter. Attribute sind zum Beispiel Sender, Startzeit, Themenbeschreibung und so weiter.

Filter können entweder einmalig durch erneutes Auswählen desselben Eintrages im Filtermenü zurückgesetzt werden, oder global durch einen Klick auf Reset-Button oder -Menüeintrag.

Sie können beliebig viele Filter miteinander kombinieren um einen komplexen Filter zusammenzustellen. Wenn Sie zwei Filter unterschiedlichen Typs kombinieren, werden nur solche Sendungen aufgelistet, auf die beide Attribute zutreffen (logisches UND). Wählen Sie zwei Filter vom gleichen Typ, werden alle Sendungen mit einem von beiden Attributen aufgelistet (logisches ODER). Beachten Sie, dass einige Filtertypen auch mehrere ``Klassen'' unterstützen, was ein logisches UND innerhalb einer Kategorie ermöglicht; dies wird ausführlicher in der unten stehenden Liste der Filtertypen erklärt.

Beispiele: Wollen Sie etwa alle Sendungen aufgelistet bekommen für entweder Sender A ODER Sender B, wählen Sie einfach beide Sender in der Filterliste. Wollen Sie alle auf A geplanten Filme, d.h. alle Sendungen, die auf Sender A laufen UND mit Spielfilm gekennzeichnet sind, wählen Sie Sender A und als Thema ``Spielfilm - allgemein''.

Filter Types

Die folgenden Filtertypen sind verfügbar:

Theme categories

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, denen eines der vorgegebenen Themenkategorien zugeordnet ist (logisches ODER). Der NexTView-Standard enthält eine Liste von 76 vordefinierten Themen, die in 11 Hauptkategorien strukturiert sind. Einer Sendung können bis zu 7 Themen-Deskriptoren zugeordnet werden.

Wollen Sie die Auflistung auf Sendungen begrenzen, die mehr als eines der vorgegebenen Themen besitzen (logisches UND), müssen Sie diese in unterschiedlichen Themenklassen spezifizieren. Zum Beispiel: um eine Auflistung aller Sendungen zu erhalten, die beides sind Sci-Fi und Komödie, wählen Sie die Themenkategorie Sci-Fi, dann wechseln Sie zu einer anderen Themenklasse und wählen die Themenkategorie Komödie. Die aktuellen Klassennummern spielen keine Rolle, Sie sollten einfach nur zwei verschiedene verwenden (d.h. Sie können entweder #1 und #2 oder #5 und #6 etc. anwenden).

Series

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, die zu irgendeiner der gewählten Serien gehören. Ein Serien-Code beinhaltet immer eine Senderspezifikation. Dies gilt auch wenn die gleiche Sendung von verschiedenen Sendern übertragen wird.

Beachten Sie: Dieser Filtertyp ist nur für Provider sinnvoll, die Serien-Codes zuweisen; außerdem ist nicht jeder Serie ein Code zugewiesen. Für andere können Sie die Textsuche unter den Programmtiteln verwenden.

Werden Serien und Themen oder gleichermaßen Serien und Textsuche kombiniert, werden Sendungen aufgelistet, die auf einen der beiden Filtertypen zutreffen. Dies ist eine Ausnahme von der Hauptregel des Kombinierens unterschiedlicher Filter durch ein logisches UND.

Networks

Beschränkt die Liste der Programme auf einen oder mehrere Sender. Der Filter ist abgeschaltet, wenn alle Kontrollkästchen deaktiviert sind.

Tipp: Die Senderauswahlliste kann permanent im Hauptfenster eingeblendet werden, indem eine der Checkboxen ``Show networks'' im Untermenü Show/Hide des Konfigurationsmenüs (siehe CONFIGURATION: Show/Hide) aktiviert wird. Außerdem sind sowohl die Senderreihenfolge als auch die Sendernamen konfigurierbar. Insbesondere können Sie auch uninteressante Sender permanent aus der Liste entfernen.

Text search

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, deren Titel oder Beschreibung einen (oder eins von beiden, falls beide Optionen aktiviert sind) der eingegeben Textteile enthalten. Wenn Sie die Option ``match complete text'' aktivieren, wird eine exakte Übereinstimmung benötigt, d.h. eine Suche nach ``heute'' wird nicht auf ``heute journal'' zutreffen. (Dies ist vorgesehen für Nur-Titel-Suchanfragen, wie sie vom Kontextmenü aus gestartet werden). Wenn Sie die Option ``match case'' aktivieren, wird die Groß-/Kleinschreibung relevant, d.h. eine Suche nach ``heute'' wird keine Treffer für ``Heute Abend'' ergeben.

Sie können nach mehr als einem Text gleichzeitig suchen; Sie werden alle Sendungen erhalten, die irgendeinen der vorgegebenen Texte enthalten (logisches ODER). Das Listenfeld oberhalb des Texteingabefeldes reiht alle zurzeit aktiven Texte auf. Sie können auf die Optionen in der Liste doppelklicken, um sie zwischen ``yes'' und ``no'' umzuschalten (d.h. Option aktiviert oder deaktiviert). Die Einträge besitzen auch kleine Kontextmenüs, die es ermöglichen, einzelne Texte zu entfernen oder zwischen den Optionen umzuschalten.

Drücken Sie ``Click here to open...'', um einen kleinen Dialog zu öffnen, der es Ihnen erlaubt, schnell eine große Liste von Texten (beispielsweise eine Liste Ihrer bevorzugten Filmtitel) anzufügen. Ebenso können Sie Text zum Beispiel aus einem Texteditor heraus in den Dialog einfügen (STRG+V) oder diesen direkt aus einer Datei laden. Jede Zeile in den Textfeldern wird als separate Suchanfrage angefügt, wenn Sie OK drücken, und alle neuen Einträge werden dieselben Optionen besitzen. Leerzeichen am Beginn oder Ende von Zeilen werden automatisch entfernt und mit # beginnende Zeilen werden übersprungen, wenn sie aus einer Datei heraus geladen werden.

Ein Verlauf der letzten 50 Suchbegriffe (nur manuell eingegebene) einschließlich deren Optionen ist im Dropdown-Menü unterhalb des Texteingabefeldes verfügbar. Sie können es mit dem Pfeilbutton an der rechten Seite des Eingebefeldes öffnen, oder mit einer der ``Pfeil auf/ab''-Tasten. Ebenso stehen die letzten 10 Suchwörter im Menü des Spaltenkopfes Title der Programmliste zur Verfügung (letzteres nur im ``Single List''-Layout.)

Beachten Sie: von der Verwendung dieses Suchfiltertyps wird abgeraten bei permanenten, in Shortcuts gespeicherten Serien-Suchanfragen. Auf jeden Fall sollten Sie Serien-Identifier bevorzugen falls Ihr Anbieter diese unterstützt (siehe oben). Der Hintergrund ist, dass numerische Identifier einen besseren Schutz gegen Übertragungsfehler besitzen. Eine Textsuche kann bereits wegen eines einzigen falsch empfangenen Zeichens fehlschlagen.

Features

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, bei denen alle vorgegebenen Attribute zutreffen (logisches UND), d.h. sound format, picture format, analog/digital, encrypted yes/no, live/new/repeat und subtitles yes/no.

Wenn Sie mehr als einen Wert des gleichen Attributes erlauben wollen (z.B. Bildformat widescreen ODER Pal+), müssen Sie diese in unterschiedliche Featureklassen setzen (z.B. zuerst Format widescreen wählen, dann die Filterklasse auf 2, danach PAL+ wählen).

Parental Rating

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, die für Kinder des angegebenen Alters oder älter geeignet sind. Zum Beispiel: wenn Sie 14 wählen, erhalten Sie alle Sendungen für Kinder zwischen 0 und 14 Jahren.

Tipp: Sie können die Filterinvertierung benutzen um Sendungen zu finden, die erst ab einem bestimmten Alter freigegeben sind (siehe nächstes Kapitel). Um z.B. alle Sendungen mit Freigabe ab 16 oder ab 18 zu finden, wählen Sie Alter 14 und invertieren Sie die Suche.

Editorial Rating

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, die entsprechend der Bewertung des Inhaltsanbieters mindestens eine bestimmte Qualität besitzen. Der Bereich der Werteskala geht von 1 bis 7.

Zu bemerken ist, dass einige Anbieter nicht alle Werte verwenden, beispielsweise nur 1, 3, 5 (Daumen hoch, Mittel, Daumen runter). Aus diesem Grund werden beim Mischen von Datenbanken Ratings auch nur vom ersten Anbieter übernommen (siehe auch MERGED DATABASES.)

Start time

Beschränkt die Liste der Programme auf solche, deren Startzeit innerhalb des angegebenen Intervalls liegt und das am angegebenen Datum oder Wochentag läuft.

Folgende Optionen stehen zur Verfügung: Wenn Sie ``Start at current time'' aktivieren, wird der Intervallstart auf die aktuelle Uhrzeit beim Setzen des Filters festgelegt und der als Stopzeit eingegebene Wert wird als Dauer interpretiert, d.h. er wird zum Intervallstart hinzuaddiert. Aktivieren Sie ``Stop at end of day'', wird das Intervall-Ende auf 23:59 desselben Tages festgelegt.

Für das Datum können Sie zwischen folgenden Modi wählen: Ignore date: der Filter erlaubt Sendungen, die an irgendeinem Tag starten (im oberhalb stehenden Zeitfenster). Relative date: erlaube nur Sendungen, die in N Tagen von heute an starten, d.h. für Null: heute, für 1: morgen usw. Weekday: erlaube Sendungen, die am angegebenen Wochentag starten (die Skala läuft von Samstag bis Freitag). Day of month: erlaube nur Sendungen, die am n-ten Tag eines Monats starten (die Skala läuft von 1 bis 31).

Zu beachten ist, dass die Hauptabsicht dieses Filters in der Unterstützung der Zeiteinschränkungen in den Navigate-Menüs des Providers (siehe NAVIGATE) oder der Shortcuts liegt. Zur manuellen Navigation gibt es praktikablere Alternativen, z.B. die Wochentags-Skala und Dropdown-Menüs im Hauptfenster des Browsers oberhalb der Zeit- und Datumsspalten (nicht verfügbar im Grid-Layout).

Program index

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, deren Index innerhalb eines vorgegebenen Bereiches liegt. Die aktuell laufenden Programme eines jeden Senders besitzen den Index Null, die folgende Sendung jedes Senders Index Eins usw. Die drei wichtigsten Kombinationen sind als Radiobuttons verfügbar: now: aktuell laufende Sendungen (Bereich 0-0), next: direkt folgende Sendungen (Bereich 1-1) und ``now or next'' (Bereich 0-1).

Bei zusammengeführten Datenbanken werden nur die Indizes 0 und 1 unterstützt.

Duration

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, deren Dauer (d.h. die Differenz zwischen Start- und Stopzeit) innerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegt. Wird das Maximum auf Null gesetzt, wird der Filter ausgeschaltet.

Die Zeitdauer kann entweder durch die Skalen oder durch direkte Eingabe der Werte im Format SS:MM (Sekunde und Minute je zweistellig) in die Textfelder und durch Bestätigen mit der ENTER-Taste erfasst werden.

Expired Programmes Display

Im Gegensatz zu allen anderen Filteroptionen wird diese genutzt, um den Satz zutreffender Sendungen zu vergrößern. Sie ermöglicht es, abgelaufene Sendungen mit in die Liste einzuschließen (d.h. solche mit Stopzeit in der Vergangenheit); diese werden mit einem gelblichen Hintergrund gekennzeichnet (die Farbe können Sie ändern, siehe .Xdefaults und nxtvepg.ad in FILES). Mit den Schiebereglern können Sie bestimmen, wie viele Tage und Stunden die Schwelle der Ablaufzeit verstellt werden soll. Standardmäßig ist diese Schwelle Null, sodass abgelaufene Sendungen sofort aus der Liste verschwinden.

Beachten Sie, dass Sie nicht mehr Sendungen hinzufügen können, als in der Datenbank gespeichert sind; üblicherweise werden Sendungen nach 4 Stunden entfernt. Im Dialog gibt es einen zweiten Karteireiter mit Namen Configure, der es Ihnen ermöglicht, die Verzögerung zu ändern, nach der abgelaufene Sendungen automatisch entfernt werden. Drücken Sie den Button Update, um den neuen Wert zu setzen. Ist dieser Wert kleiner als zuvor, werden Sendungen augenblicklich aus der Datenbank entfernt; dieser Vorgang kann nicht rückgängig gemacht werden (es sei denn die Sendungen sind bereits in der Bestandsliste des Providers registriert, was der Fall sein kann, wenn Sie die Datenbank seit langer Zeit nicht mehr aktualisiert hatten. In diesem Fall werden Sie eine irreführende Warnung erhalten, dass Sendungen gerade entfernt werden, obwohl diese nicht entfernt werden können).

Sorting Criteria

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, denen ein bestimmtes ``Sortierkriterium'' zugeordnet ist. Jeder Sendung können vom Inhaltsanbieter bis zu 7 Sortierkriterien zugewiesen werden. Diese funktionieren ähnlich den Themen-Beschreibungen, ihre Bedeutung ist jedoch nicht durch den NexTView-Standard vorgegeben. Der Inhalts-Provider kann beliebige Nummern zur Darstellung eines Attributs verwenden. Attribute sind üblicherweise Themen, die nicht im vordefinierten Katalog enthalten sind, z.B. aktuelle Ereignisse wie Olympische Spiele. Die Bedeutung dieser Nummern wird gewöhnlich durch die Navigations-Menüs der Provider definiert (siehe NAVIGATE).

Äquivalent zu Themen können Sie Sortierkriterien in unterschiedlichen Klassen (engl. ``classes'') zuweisen, um ein logisches UND zu implementieren, d.h. nur Sendungen treffen zu, die mindestens eines der spezifizierten Sortierkriterien in jeder verwendeten Klasse besitzen. Beispiel: um alle Sendungen zu erhalten, denen sowohl 0x01 als auch entweder 0x10 oder 0x11 zugeordnet wurde, spezifizieren Sie ein Sortierkriterium 0x01 in Klasse #1 und 0x10 und 0x11 in Klasse #2. Zu bemerken ist, dass der Dialog alle Werte im Hexadezimal-Format anzeigt, d.h. mit den Ziffern 0,1,...,9 gefolgt von den Buchstaben A bis F.

Der Button ``Load all used'' im Dialog für die Sortierkriterien füllt das Auswahl-Listenfeld mit einer Liste aller Codes, die tatsächlich in der aktuellen Datenbank verwendet werden. Dies ergibt einen schnellen Überblick darüber, welche Filterkriterien Treffer ergeben werden.

VPS/PDC

Begrenzt die Auflistung auf Sendungen, die eine gültige VPS/PDC-Startzeit-Kennung angehängt haben (VPS/PDC erlauben die Aufnahme eines Videos zum exakten Zeitpunkt des Programmstarts, sogar wenn dieser verschoben wurde; die Kennungen werden zur Zeit in Deutschland, Österreich, der Schweiz und England übertragen). Zusätzlich können Sie Filter für Sendungen definieren, deren Kennung sich von der aktuellen Startzeit unterscheidet; dies sind üblicherweise Sendungen, deren Startzeit geändert wurde oder die für später geplant wurden (gewöhnlich ist die VPS/PDC-Kennung dann die aktuelle Startzeit abzüglich einer Minute).

Beachten Sie, dass die Interpretation zweier Filtertypen vom Anbieter abhängt: Sortierkriterien und Serien. Das liegt daran, dass diese auf frei gewählten Werten basieren, denen lediglich über den Kontext des Navigate-Menüs des Anbieters eine Bedeutung zugewiesen wird.

Hinweis: das Filtermenü kann auch genutzt werden um Filteroptionen zu erkunden, die durch die Einträge im Navigationsmenü eingestellt werden.

Inverting filters

Am Ende des Filtermenüs findet sich das Untermenü Invert, welches es ermöglicht das Ergebnis der Filterung zu umzudrehen. Es gibt zwei Möglichkeiten: global und individuell.

Wenn Sie die globale Umkehrung (engl. ``global inversion'') wählen, werden Sie exakt diejenigen Sendungen erhalten, welche ansonsten ausgefiltert würden (ausgenommen Sendungen, die von Ihrer Sender- und Sendezeitwahl permanent ausgefiltert werden). Beachten Sie: durch die Art wie Filter-Shortcuts zusammengeführt werden, wenn mehr als einer gleichzeitig gewählt wurde, ist es in den meisten Fällen nicht angeraten, globales Umkehren für Filter-Shortcuts zu verwenden, solange Sie die Kombinationsregel nicht andern (siehe FILTER SHORTCUTS: Shortcut combination modes).

Das Invert-Menü erlaubt ebenso, bestimmte Filtertypen individuell zu invertieren (auch in einigen Filter-Untermenüs gibt es Invert-Buttons mit derselben Funktion). Die Logik hinter der Kombination von Filtern ist dieselbe wie ohne die Invertierung, d.h. es gibt ein logisches ODER zwischen Filtern des gleichen Typs (beispielsweise Sender A ODER Sender B) und ein logischen UND zwischen verschiedenartigen Filtertypen (z.B. Sender A UND Themenkategorie Spielfilm).

Beispiel 1: Wenn Sie alle Sendungen wollen, die weder als Sport- noch als Kindersendungen kategorisiert sind, wählen Sie die Themenfilter Sport und Kinder und invertieren danach den aktuellen Themenfilter (gewöhnlich Klasse #1; Sie können gleichermaßen das globale Umkehren verwenden, wenn Themen die einzigen Filter sind).

Bei den Themen- und Sortierkriterien-Filtern ist es möglich, nur Teile der Auswahl zu invertieren, sodass Sie voraussetzen können, dass die Sendung bestimmte Attribute und gleichzeitig kein weiteres Attribut besitzt.

Beispiel 2: Wenn Sie alle Sendungen wollen, die Spielfilme aber NICHT für Erwachsene sind, wählen Sie die Themenkategorie ``Spielfilm'', schalten die Themenklasse nach 2 um, wählen das Thema ``Erwachsene'' und invertieren Themenklasse 2.

Beachten Sie: obwohl das Feature Filter die Verwendung verschiedener Klassen anbietet und somit ein logisches ODER unterstützt, ist die Invertierung nicht auf Klassen basiert. Dies kommt daher, dass es ein logisches ODER zwischen den Featureklassen gibt (im Gegensatz zum logischen UND zwischen Themenklassen).


FILTER SHORTCUTS

Es gibt eine Reihe vordefinierter Filteroptionen im Hauptfenster unter der Uhr. Diese so genannten Shortcuts ermöglichen Ihnen, Filter mit einem einzelnen Mausklick zu aktivieren. Sie können beliebig Einträge zu dieser Liste hinzufügen, ändern oder löschen.

Wollen Sie einen Shortcut hinzufügen, stellen Sie zunächst die Filter so ein, wie Sie diese speichern wollen. D.h. wählen Sie entweder vorhandene Shortcuts oder einen Eintrag aus dem Navigationsmenü und/oder fügen Sie Filter aus dem Haupt- oder dem Kontextmenü hinzu. Haben Sie eine interessante Konfiguration gefunden, wählen Sie ``Add filter shortcut'' aus dem Menü Shortcuts.

Dies wird den Dialog zum Bearbeiten des Shortcuts (der unten detailliert beschrieben wird) mit Ihrem neuen Shortcut am Beginn der linken Liste öffnen. Sie sollten die Shortcut-Kennung im Feld oben rechts ändern; standardmäßig ist es ``new shortcut''. Die Kennung wird in der Shortcut-Liste im Hauptfenster angezeigt. Sind Sie fertig, drücken Sie den Button Save. Drücken Sie Abort wenn Sie es sich anders überlegt haben und den Shortcut schließlich doch nicht hinzufügen wollen.

Mit Hilfe der gedrückten linken Maustaste oder durch gleichzeitiges Drücken der STRG- oder SHIFT-Tasten, können Sie mehrere Shortcuts parallel aktivieren, wenn Sie diese im Listenfeld des Hauptfensters auswählen. Siehe nächstes Kapitel bezüglich möglicher Nebeneffekte beim Kombinieren von Shortcuts.

Die Shortcut-Liste besitzt ein kleines Kontextmenü, das beim Klick in sie mit der rechten Maustaste gezeigt wird. Dieses bietet schnelleren Zugriff auf dieselben Befehle, die im Hauptmenü zur Verfügung stehen und zusätzlich einen Delete-Befehl; der Shortcut auf den Sie mit der Maustaste klicken, wird für die gewählte Operation vorselektiert.

Wenn Sie einen Shortcut aktualisieren (engl. ``update'') und Ihre aktuellen Filter-Einstellungen andere Filter als Ihre zuvor gespeicherten Einstellungen enthalten, werden Sie gefragt, ob die Filtermaske automatisch angepasst werden soll (z.B. wenn Ihr Filter zuvor nach der Themenkategorie ``Spielfilm'' gesucht hatte, der gegenwärtige Filter jedoch aus einer Textsuche besteht). Siehe unten nach mehr Details über Filtermasken; solange Sie diese Shortcut-Maske zuvor nicht manuell bearbeitet haben, können Sie sorglos auf ``Yes'' drücken.

Editing Filter Shortcuts

Um Namen und/oder die Organisation Ihrer Shortcuts zu ändern, öffnen Sie den Edit-Dialog (z.B. über das Hauptmenü). Auf der linken Seite des Dialogfensters steht eine Liste aller Ihrer Shortcuts. In der Mitte befindet sich eine Reihe von Befehlsbuttons, die mit dem zur Linken markierten Shortcut zusammenarbeiten (unten erklärt). Zur Rechten liegt ein editierbares Feld mit dem Shortcut-Namen, eine nicht-beschreibbare Anzeige der dem Shortcut momentan zugewiesenen Filter-Einstellungen, und Popupmenüs zum Ändern der Filtermaske und der Kombinationsregeln (unten ebenfalls detailliert erklärt).

Die Buttons mit den auf/ab-Pfeilen werden den markierten Shortcut nach oben bzw. unten bewegen. Die Buttons mit den nach links oben oder rechts unten zeigenden Pfeilen werden verwendet, um einen Shortcut aus einem Unterordner heraus beziehungsweise in einen hinein zu bewegen.

Der Button Delete entfernt den ausgewählten Shortcut aus der Liste (das Löschen wird das Hauptfenster nicht verändern, solange Sie nicht auf Save drücken, Sie können den Dialog also mit Abort verlassen, um die Aktion rückgängig zu machen).

Der Button Invoke wird die Filter-Einstellungen des Shortcuts genau so auf das Hauptfenster anwenden, als wenn Sie den Shortcut in der Liste des Hauptfensters auswählen. Sie können danach die Filter-Einstellungen über das Filtermenü ändern. Verwenden Sie den Button Update, um dem bearbeiteten Shortcut die Filter-Einstellungen des Hauptfensters zuzuweisen.

Sie sollten vorsichtig mit dem Update-Button umgehen, da leicht ein falscher Shortcut überschrieben werden kann. Haben Sie solch einen Irrtum festgestellt, können Sie die Änderung rückgängig machen, entweder indem Sie den Edit-Dialog über den Button Abort verlassen oder indem Sie den entsprechenden Shortcut im Hauptfenster markieren und ihm die Originaleinstellungen über Update zuweisen.

Filter Masks

Wenn Sie einen Shortcut deselektieren, sei es weil Sie einen anderen Shortcut wählen oder weil Sie ein zweites Mal mit gedrückter STRG-Taste draufklicken, werden alle seine Filter automatisch rückgängig gemacht. Infolgedessen werden Sie, wenn Sie zwei Themen-Shortcuts haben, z.B. ``Spielfilm'' und ``Sport'', und zuerst Spielfilm dann Sport auswählen, hinterher nur Sportsendungen sehen. Jedoch, wenn Sie das Thema ``Spielfilm'' manuell ausgewählt hatten, beispielsweise über das im nächsten Kapitel beschriebene Kontextmenü, bleibt der Filter Spielfilm möglicherweise gesetzt, sodass Sie alle Sendungen mit Thema Spielfilm ODER Sport bekommen werden. Da dies normalerweise nicht der Erwartung entspricht, wurde bei den Shortcut-Einstellungen eine Filtermaske eingeführt.

Die Filtermaske wird im Dialog Shortcuts mittels je einer Checkbox pro Filterkategorie definiert. Standardmäßig ist die Maske für jede Filterkategorie aktiviert, die Sie in die Einstellungen der Shortcut-Filter eingebunden haben. Rufen Sie den Shortcut später aus dem Hauptfenster heraus auf, werden alle Filter der entsprechenden Kategorie entfernt (demaskiert) bevor die Shortcut-Filter hinzugefügt werden.

Das Maskieren kann auch aktiviert werden, wenn kein Filter dieser Kategorie ausgewählt wurde. Dies kann verwendet werden, um ``Lösch-Shortcuts'' zu definieren. Wählen Sie z.B. die Maske ``Themen'' aus, wenn Sie einen Shortcut haben wollen, der erlaubt, alle themen-bezogenen Filter auf einmal aufzuheben. Oder aktivieren Sie alle Masken für einen Reset-Button (der einzige Unterschied zum vordefinierten Reset-Button wäre, dass die Anzeige nicht zur ersten aktuellen Sendung springt).

Shortcut combination modes

Wenn Sie Shortcuts miteinander kombinieren, werden standardmäßig alle Filter aller gewählten Shortcuts zusammengeführt und weiter verarbeitet, als würden sie alle zu einem Shortcut gehören. Es treffen die selben Kombinationsregeln zu wie in FILTERING beschrieben.

Sucht zum Beispiel ein Shortcut nach Spielfilmen, ein anderer nach Untertiteln, wird die Kombination nach Sendungen suchen, die Spielfilme sind UND Untertitel besitzen. Ebenso wird die Kombination nach allen Sendern filtern, die entweder Spielfilme sind ODER sich unter Ihren favorisierten Serien befinden, wenn Sie einen Shortcut haben der nach Spielfilmen, und einen der nach favorisierten Serien filtert.

Bei solch einfachen Shortcuts, die aus einem einzigen Filtertyp bestehen, ist dieses Verhalten gewöhnlich intuitiv. Wenn Sie komplexe Filter kombinieren, wird jedoch das Ergebnis der Mischung möglicherweise nicht Ihren Erwartungen entsprechen. Wenn Sie zum Beispiel die Shortcuts ``Spielfilme auf Sender A'' und ``Serien auf Sender B'' haben, würde die Zusammenführung ``entweder Spielfilme oder Serien auf entweder Sender A oder B'' ergeben, beispielsweise würde die Liste ebenso Spielfilme auf Sender B beinhalten.

Deshalb besitzt der Dialog zum Bearbeiten der Shortcuts eine ``Combination rule''-Option, wo Sie den Modus in ODER oder UND ändern können. Versetzen Sie einen Shortcut in diesen Modus, werden dessen Filter getrennt von allen anderen behandelt.

Der einzige Nachteil ist, dass derartige Shortcut-Filter nicht über die Filtermenüs editierbar sind. Sollten Sie irgendwann die Filter-Einstellungen ändern wollen, ohne alles von vorne erstellen zu müssen, verwenden Sie die Buttons Invoke und Update im Edit-Dialog (siehe FILTER SHORTCUTS: Editing Filter Shortcuts).

Shortcut update dialog

Wenn Sie den Befehl ``Shortcut Update'' im Hauptmenü auswählen, wird ein kleiner Dialog mit einer Liste aller Shortcuts eingeblendet. Die Filter-Einstellungen des Shortcuts, den Sie in der Liste wählen, werden wenn Sie den Button Update drücken mit den momentan aktiven Filter-Einstellungen überschrieben. Sie können genauso gut die Buttons Update oder Edit verwenden, um in den Dialog für die Filterbearbeitung zu springen (siehe weiter oben in diesem Kapitel).

Tipp: Während das Dialogfenster zum Editieren der Shortcuts geöffnet ist, werden jedwede Änderungen (z.B. Löschungen oder Hinzufügungen) nur auf die temporäre Liste im Dialogfenster angewandt. Erst wenn Sie den Button Save drücken erscheinen die Änderungen in der Shortcut-Liste im Hauptfenster. Ebenso besteht die für Shortcut-Aktualisierungen angebotene Liste aus den Shortcuts der temporären Liste. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit Ihre Änderungen zu Testen bevor Sie sie speichern und sie gegebenenfalls mit Abort zu verwerfen.

Tipp: Noch schneller können Sie einen einzelnen Shortcut ändern indem Sie das Kontextmenü der Shortcut-Liste verwenden. Dort entfällt der Zwischenschritt der Shortcut-Auswahl.


COMPOSITE ATTRIBUTES

Standardmäßig zeigt die Programmliste für jede Sendung eine Auswahl an elementaren Attributen wie Datum, Startzeit, Titel, TV-Sender. Indem Sie die Composite-Attribute verwenden, können Sie die TV-Programmtabelle Ihren persönlichen Vorlieben entsprechend anpassen. Beispielsweise könnten Sie (1) das Anzeigeformat vordefinierter Attribute verändern (z.B. Farben zur Hervorhebung benutzen), (2) neue Attribute hinzufügen, beispielsweise für Bilder als Kennzeichnung bevorzugter Sendungen, und/oder (3) die Anzeige durch die Kombination verschiedener Attribute in ein einziges verdichten.

Zusammengesetzte Attribute (``composite attribute'') ersetzen einzelne Attribute in der Anzeige (z.B. nur die Spalte mit den Themenkategorien). Neu erstellte Composite-Attribute werden an die Liste der vordefinierten Attribute angehängt. Sie können dann Ihre Sendungsliste als eine Mischung aus vordefinierten und Composite-Attributen konfigurieren (siehe CONFIGURATION: Select attributes).

Composite-Attribute werden über den Dialog ``Attribute composition'' im Configure-Menü erstellt und bearbeitet (siehe CONFIGURATION: Attribute composition).

Das ``Herz'' der Attribut-Komposition ist eine Liste von Filter-Shortcuts und Reminder-Gruppen, die Sie als Auswahl Ihrer persönlichen Filter-Shortcuts und/oder Reminder-Gruppen aufbauen (siehe auch FILTER SHORTCUTS und REMINDERS).

Immer wenn nxtvepg ein Composite-Attribut im Browser anzeigt, vergleicht es die aktuellen Attribute der Sendung (beispielsweise Themenkategorien oder zugewiesene Reminder) mit den entsprechenden Composite-Attributen, die den Shortcuts und Reminder-Gruppen zugewiesenen sind. Die Vergleiche erfolgen in der gegebenen Reihenfolge, d.h. von oben nach unten in der Liste des Dialogs. Wird beim Vergleich ein Treffer gefunden, wird ein diesem Shortcut zugewiesener Text, Bild oder Attribut im auf der rechten Seite spezifizierten Format innerhalb der Programmliste angezeigt. Wenn keines trifft (und es existiert kein *no match*-Eintrag, siehe unten), wird an der Stelle des Attributs nichts dargestellt.

Beachten Sie, Vergleich bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Filter eines Shortcuts gegen die TV-Sendung geprüft werden, d.h. eine Sendung ``trifft'' einen Filter, wenn sie weiterhin angezeigt würde, wenn Sie diesen Filter-Shortcut im Hauptfenster aktivieren. Entsprechend wird eine Reminder-Gruppe als zutreffend angenommen, wenn die jeweilige Sendung als ein Reminder innerhalb dieser Gruppe programmiert ist (oder auf einen Shortcut zutrifft, der einer gegebenen Reminder-Gruppe zugewiesen ist - aber der Einfachheit halber sei diese Option hier übergangen).

Beispiel: um eine persönlich gestaltete Version der Spalte Editorial rating (ER) zu erstellen, könnten Sie drei Shortcuts erzeugen: einen mit dem auf ``>=6'' gesetzten ER-Filter, einen mit ``>=4'' und einen mit ``>=2''; danach könnten Sie eine neue benutzerdefinierte Spalte erzeugen und diese drei Shortcuts in gleicher Reihenfolge einfügen; dem ersten Shortcut-Treffer könnten Sie den Text ``sehr gut'', dem zweiten ``ok'' und dem dritte ``mies'' zuweisen. Als Resultat hätten Sie eine Spalte, in der die numerischen Wertungen durch Ihren Text ersetzt wären.

Es gibt auch einen speziellen Eintrag namens *no match* am Ende der Shortcut-Liste des Dialogs. Er wirkt wie ein Auffangnetz (d.h. Wildcard oder auch Joker), falls keiner der Shortcuts in der Spalte auf den aktuellen Programm-Eintrag zutrifft. Im obigen Beispiel wären dies alle Sendungen mit einem ER unterhalb 2 oder ohne ein Rating.

Das *no-match* ist insbesondere zum Überlagern von Standardspalten mit alternativem Text für gewählte Sendungen nützlich. Um beim obigen Beispiel zu bleiben, könnten Sie eine Spalte mit zwei Shortcut-Einträgen erzeugen: ``>=6'' und ``*no-match*''. Dem Treffer des Shortcuts ``>=6'' könnten Sie einen Bild-Marker zuordnen; allen anderen das Attribut ``ER''. Infolgedessen würde bei Sendungen mit einem ER >=6 (d.h. alle Sendungen mit ``sehr gut'') ein Bild angezeigt und diese würden sich somit von allen anderen Sendungen, die den regulären Inhalt der ER-Spalte bekommen, klar abheben (d.h. dem numerischen Rating oder einer leeren Spalte für nicht bewertete Sendungen).

Sie können diesen Mechanismus auch nutzen, um mehrere Spalten in eine zu kombinieren, damit die Auflistung kompakt bleibt. Zum Beispiel können Sie die ER-Spalte mit der Themenspalte kombinieren, so dass bei Spielfilmen mit einem ER >=6 der Text ``1A Spielfilm'' angezeigt wird, bei allen anderen die reguläre Themenbeschreibung.


REMINDERS

Reminder ermöglichen es ausgewählte TV-Sendungen hervorzuheben. nxtvepg kann diese in der Programmliste markieren und, falls gewünscht, vor deren Beginn eine Meldung anzeigen oder ein externes Kommando ausführen. Sie können in der Programmliste sowohl individuelle Sendungen markieren als auch alle Treffer auf Filter-Shortcuts, um z.B. TV-Serien zu markieren.

Um einen neuen Reminder zu setzen, markieren Sie einfach eine Sendung in der Programmliste und wählen Sie ``Add reminder for selected title'' aus dem Reminder-Menü. Der gleiche Befehl steht auch im Kontextmenü zur Verfügung, d.h. durch Anklicken des gewählten Titels mit der rechten Maustaste. Um einen Reminder zu entfernen, markieren Sie den Titel einfach noch einmal und wählen ``Remove reminder for selected title''.

Standardmäßig zeigt nxtvepg eine Einblendung für jedes zu erinnernde Programm 5 Minuten vor Beginn und noch mal direkt beim Beginn an. Dieses Verhalten kann man im Dialog ``Configure reminder groups...'' ändern, wie im Folgenden beschrieben.

Wollen Sie einen Reminder für eine TV-Serie setzen, müssen Sie zuerst einen Filter-Shortcut erstellen, der auf diese Serie zutrifft (entweder durch die Suche nach dem Serien-Code oder nach dem Titel). Um den Programmieraufwand zu reduzieren, können Sie einen Shortcut erzeugen, der auf alle Ihre Lieblingsserien zugleich zutrifft, und einen Reminder für diese Kollektion setzen. Um dem Shortcut einen Reminder zuzuordnen, verwenden Sie ``Edit reminder list'', was im nächsten Kapitel beschrieben wird.

Tipp: Sie können auch individuelle Reminder für Einträge hinzufügen, die bereits durch Shortcut-basierte Reminder markiert sind. Dies erlaubt es Ihnen zum einen, eine weitere spezifische Aktion für diese TV-Sendung anzufügen (indem Sie Reminder-Gruppen mit verschiedenen Aktionen verwenden, siehe unten). Außerdem können Sie die Markierung für die einzelne ausgewählte Sendung unterdrücken (engl. ``to supress''). Diese ``supress''-Option wird in den Reminder- und Kontextmenüs angeboten, wenn anwendbar (durch diese Möglichkeit wird vermieden dass Shortcut-basierte Reminder mit komplexen Ausnahmeregeln eingeschränkt werden müssen, um die Markierung unbeliebter Sendungen zu verhindern).

Standardmäßig besitzt nxtvepg (im ``single list''-Layout) eine mit Mark betitelte Spalte, die bei allen Sendungen für die ein Reminder eingetragen ist einen roten Punkte enthält. Selbstverständlich werden auch Sendungen markiert auf die Shortcuts mit zugeordneten Remindern zutreffen. Sie können auch einen Filter setzen der nur Sendungen mit Remindern in der Programmliste anzeigt, indem Sie ``Show reminder matches'' im Reminder-Menü auswählen.

Edit reminder list

Öffnet eine Liste mit allen Remindern. Individuelle Reminder und Shortcut-basierte Reminder sind getrennt aufgelistet: Durch Klicken auf die Karteireiter im Dialogfenster wird zwischen den Listen gewechselt.

Die Liste ``single programmes'' ist nach Startzeit und Sender sortiert. Wenn Sie einen Reminder doppelklicken, springt die Anzeige im Hauptfenster zur Startzeit der Sendung (wenn diese aktuell in der Datenbank vorhanden ist). Um einen Reminder zu löschen, klicken Sie auf den Button Delete oder drücken Sie die Entf-Taste auf Ihrem Keyboard. Sie können auch die ``Gruppe'' des Reminders (siehe unten) wählen, entweder indem Sie eine Gruppe im Popupmenü des Menübuttons ``Set group'' wählen oder durch einen Rechtsklick mit der Maus auf die Gruppenspalte.

Die Liste zeigt Reminder für Sendungen die abgelaufen sind nicht mehr an. Sie können das Display-Menü zur rechten verwenden, um dies zu ändern (nach ca. zwei Wochen werden die Reminder jedoch endgültig gelöscht). Sie können auch ``unterdrückte'' Reminder einbinden, d.h. Einträge, die über den entsprechenden Eintrag im Reminder Hauptmenü zum Unterdrücken von Shortcut-Treffern erstellt wurden; diese erscheinen dann mit der Gruppenzuordnung suppress in der Liste.

Wenn Sie zum Karteireiter Shortcuts umschalten, sehen Sie eine Liste aller Shortcut-basierten Reminder. Beim ersten Öffnen ist die Liste leer. Sie können Shortcuts hinzufügen, indem Sie diese aus dem Menü zur Rechten auswählen. Ähnlich wie bei einzelnen Sendungen können Sie danach die Gruppe verändern oder die Reminder wieder entfernen. Alle Änderungen an der Liste werden unmittelbar gespeichert und die Markierungen in der Programmliste unmittelbar aktualisiert.

Alle Änderungen, die in diesem Dialog vorgenommen werden, treten sofort in Kraft.

Reminder group configuration

Öffnet einen Konfigurations-Dialog für Reminder-Gruppen. Jeder Reminder ist genau einer Gruppe zugeordnet, die festlegt welche Aktionen zur Startzeit der Sendungen ausgeführt werden. Gruppen erlauben Ihnen, Aktionen leicht zu ändern (und insbesondere: sie zu deaktivieren, wenn Sie nicht in Stimmung sind, TV zu kucken), ohne jeden einzelnen Reminder editieren zu müssen. Wenn Sie einen neuen Reminder mit dem Menübefehl ``add reminder'' erstellen, wird dieser immer der ersten Gruppe zugeordnet, d.h. Index 0.

Standardmäßig hat nxtvepg nur eine Gruppe, die eine Nachricht 5 Minuten vor und direkt zur Startzeit auftauchen lässt. Sie können dies ändern, indem Sie die Gruppe in der linken Liste auswählen und dann die Parameter rechts modifizieren. Oder erstellen Sie einen neuen Reminder durch eine Klick auf New. Ebenso können Sie die Sortierreihenfolge der Gruppen ändern (nur aus Komfortgründen vorhanden; außer für Gruppe Null ist die Reihenfolge irrelevant). Der Button Show setzt einen Filter für die Programmliste, sodass nur Sendungen angezeigt werden, die auf Reminder in der gleichen Gruppe zutreffen, wie der aktuell gewählte Shortcut.

Am oberen Rand der Sektion zur Parametereingabe befindet sich das Eingabefeld Label. Es erlaubt der Gruppe einen Namen zu geben, welcher dann in den Reminderlisten und in den Bestätigungsmeldungen der Reminder Verwendung findet. Darunter liegt eine Checkbox mit Namen ``Temporarily disable all group events''. Ist diese aktiviert, werden alle Aktionen für diese Gruppe unterdrückt. Sie bekommen beispielsweise keine Popupnachricht und Skripte werden nicht ausgeführt. Die Sendungen werden somit im Listenfeld nur markiert. Die Einstellung ist nur während der aktuellen Sitzung gültig und wird beim nächsten Start von nxtvepg zurückgesetzt. (Um die Benachrichtigungen dauerhaft zu unterdrücken leeren Sie die Aktionsliste.)

Weiter unten liegt ein Eingabefeld, in das Sie eine Liste durch Kommas getrennter Werte eingeben können, die definieren, mit welchen Zeitversätzen Remindernachrichten angezeigt werden; diese Versätze werden von der Startzeit subtrahiert, d.h. wenn Sie ``5'' eingeben, wird eine Nachricht 5 Minuten vor der nominalen Startzeit der Sendung erscheinen. Sie können auch negative Werte verwenden (z.B. ``-5''), wenn Sie Reminder nach der Startzeit erscheinen lassen wollen. Zusätzlich können Sie Startzeiten für Befehle setzen. Befehle werden still im Hintergrund ausgeführt, es sei denn Sie aktivieren ``Ask before executing script''.

Anmerkung: Änderungen an der Konfiguration (einschließlich Hinzufügen oder Löschen von Gruppen) werden nicht angewandt, bevor man den Dialog mit OK verlässt.

Reminder Messages

Ist die nominale Startzeit (abzüglich des konfigurierten Zeitversatzes) einer ``gemerkten'' Sendung erreicht, erscheint ein Benachrichtigungsfenster. Wird mehr als eine Nachricht gleichzeitig ausgelöst oder wenn Sie das Fenster offen lassen und Reminder für zusätzliche Sendungen ausgelöst werden, werden alle in einem Fenster zusammengestellt; in diesem Fall gibt es eine Schreibmarke, die bestimmt, zu welchen Remindern die unten erklärte Steuerung gehört. Wenn Sie OK klicken, werden alle Meldungen als ``erledigt'' markiert und nicht wieder erscheinen. Durch einen Doppelklick oder mit dem Button ``Tune TV'' können Sie den Kanal mit der gewählten Sendung in einer verbundenen TV-Anwendung wechseln, so wie Sie es auch in der Hauptprogrammliste tun.

In den Benachrichtigungsfenstern gibt es verschiedene Eingabeelemente zur Kontrolle der weiteren Reminder-Prozedur. Suppress verhindert weitere Meldungen für die Sendung (zu bemerken ist, dass dies nicht das Selbe ist wie das Verhindern von Remindern im Hauptmenü, da Sie hier nur Meldungen unterdrücken, die Sendung jedoch als Reminder markiert bleibt). Repeat erlaubt Ihnen, zusätzliche Reminder-Meldungen mit beliebigen Zeitverschiebungen zu planen. Beachten Sie, dass die für die Gruppe konfigurierten Meldungen bis zur manuellen Wiederholung unterdrückt werden, danach aber wieder normal abgearbeitet werden.


CONTEXT MENU

Ein schneller Weg Filter aus- und abzuwählen führt über das Kontextmenü, welches nach einem Klick der rechten Maustaste auf einen Programmeintrag im Hauptfenster des Browsers geöffnet wird.

Dieses Menü besteht aus mehreren Teilen, die durch horizontale Linien getrennt sind, welche von der aktuell ausgewählten Sendung abhängen und daher nicht immer sichtbar sind.

Deaktivieren von Filteroptionen

Die erste Sektion enthält Einträge, die das Deaktivieren des aktuell gewählten Filters erlauben entweder einen nach dem anderen oder global (Reset). Siehe auch FILTERING: Filter Types

Hinzufügen von Filteroptionen

Die zweite Sektion bietet eine Anzahl neuer Filteroptionen an, die vom aktuell gewählten Titel und den bereits gewählten Filtern abhängen. Zu den angebotenen Filtertypen zählen: Themen und Sender des gewählten Programmtitels, dessen Serien-Code, Unterdrückung von Wiederholungs- oder Originalübertragung (nur in Verbindung mit Serien- oder Titeltextfiltern) und zu guter Letzt der Titeltext.

Die Titeltext- und Serienfilter erlauben sehr schnell nach Wiederholungen einer Sendung zu sehen. Diese Filteroptionen werden nur beigefügt, wenn auch ein Treffer vorliegt, d.h. wenn eine andere Sendung mit gleichem Titel beziehungsweise Serien-Code existiert.

Hinzufügen von Erinnerungen

Dieser Menüeintrag wird einen Reminder für die aktuell gewählte Sendung hinzufügen. Der Reminder wird der Standard-Remindergruppe angehören. Um Reminder in anderen Gruppen anzulegen verwenden Sie ``Add reminder into group'' im Reminder-Hauptmenü (siehe auch REMINDERS).

Benutzerdefinierte Einträge

Die optionale, vierte Sektion ist standardmäßig leer, kann aber dazu verwendet werden, benutzerdefinierte externe Programme für die selektierte Sendung aufzurufen. Genauer gesagt können Sie auf ihrer Befehlszeile Parameter (wie beispielsweise Titel oder Startzeit) der gewählten Sendung einschließen. Die Befehle können über ein Konfigurationsmenü hinzugefügt werden (siehe CONFIGURATION: Context menu configuration).


CONTROL

Übersicht der im Control-Menü verfügbaren Befehle:

Enable acquisition

Schaltet die Nextview Akquisition an oder aus. Wenn Sie den Browser starten, wird die Akquisition automatisch aktiviert (bei automatischem Start auftretende Fehler werden jedoch stillschweigend ignoriert). Sie können den automatischen Start mit dem Befehlszeilenschalter -noacq abstellen. Das Abschalten der Akquisition erlaubt anderen Anwendungen, wie z.B. einem Teletext-Datenbankdekoder, die TV-Karte zu nutzen, während Sie die Datenbank durchsuchen.

Sie werden eine Fehlermeldung erhalten, wenn das Gerät bereits von einer anderen Anwendung belegt ist (es gibt einige Anwendungen, die gut mit nxtvepg kooperieren, aber normalerweise sollten Sie alle anderen Video-bezogenen Applikationen vor dem Start der Akquisition beenden). Ebenso erhalten Sie eine Fehlermeldung wenn Sie keine Berechtigung besitzen auf das Gerät zuzugreifen (UNIX, siehe auch FILES) bzw. den Treiber zu starten (Windows). Bei vermuteten Treiber- oder Empfangsproblemen, testen Sie am Besten zuerst mit einer TV-Anwendung, da diese mit Hilfe des TV-Bilds eine leichtere Fehlerdiagnose erlaubt. Siehe auch GETTING STARTED.

UNIX: Wird die Akquisition ausgeschaltet, wird auch das /dev/vbi device freigegeben. Die Akquisition kann auch automatisch an- und ausgeschalten werden (d.h. von einem Shell-Skript aus) indem man das Signal HUP (z.B. mit dem Befehl kill(1)) an einen der nxtvepg-Prozesse oder -Threads sendet. Sollten Sie einen Daemon zur Akquisition benutzen (siehe nächster Befehl), müssen Sie das Signal an einen der Daemon-Prozesse/-Threads senden. Um dies zu vereinfachen, wird die ``PID'' des Prozesses der den Device geöffnet hält in /tmp/.vbi.pid gespeichert.

Connect to acq. daemon

Starten oder trennen Sie die Verbindung zwischen dem Browser und einem im Hintergrund laufenden Akquisitions-Daemon. Der Daemon kann auf dem gleichen Host oder sonst wo im lokalen Netzwerk laufen. Die Adresse des Daemons und andere Parameter werden im Client/Server-Menü konfiguriert (siehe CONFIGURATION: Client/Server). Standardmäßig wird der Daemon lokal gestartet. Der Hauptvorteil des Gebrauchs eines Daemon ist, dass Sie die Akquisition permanent im Hintergrund laufen lassen können, auch wenn Sie den Browser (oder auf UNIX den X11-Server, d.h. das ``windowing system'') beenden. In M$ Windows wird der Daemon beendet, wenn Sie sich ausloggen.

Wenn Sie versuchen zu verbinden, aber der Daemon läuft noch nicht, wird Ihnen angeboten den Daemon automatisch zu starten, vorausgesetzt Sie haben den Server-Hostnamen localhost konfiguriert. Der Daemon wird mit denselben Datenbank- und rcfile-Pfaden wie der Browser gestartet.

Zu bemerken ist, dass das Trennen der Verbindung zum Daemon oder das Beenden des Browsers die Akquisition nicht stoppt und infolgedessen das Gerät nicht freigibt. Ist dies das, was Sie wollen, wählen Sie stattdessen den Befehl ``Enable acquisition'', welcher den Daemon beendet. Natürlich ist diese Option nur verfügbar, wenn Ihr Daemon auf demselben Host und mit derselben Benutzerkennung läuft wie der Browserprozess.

Dump stream

Nur UNIX: Der Inhalt aller eingehenden Nextview-Datenblöcke wird in einem freien Textformat auf das Terminal ausgegeben. Dies ist hauptsächlich für Entwickler vorgesehen, kann jedoch auch bei der Fehleranalyse von Empfangsproblemen behilflich sein. In der Ausgabe findet sich jeder Block, der fehlerfrei dekodiert werden konnte, sogar bevor ein Bestandslisten-Block (AI) empfangen wurde. Dies kann helfen, wenn Sie einen sehr schlechten Empfang haben, weil es lange dauern kann bis eine fehlerfreie Kopie des gewöhnlich relativ großen AI-Blocks empfangen wurde.

Besteht eine Verbindung zum Akquisitions-Daemon, werden nur Blöcke ausgegeben die entweder neu für die Datenbank sind oder deren Inhalt sich geändert hat (weil nur solche vom Daemon zum Client weitergeleitet werden).

Dump raw database

Öffnet einen Dialog, der es erlaubt alle Blöcke in der Datenbank in einem freien Textformat auf das Terminal (nur UNIX) oder in eine bestimmte Datei auszugeben. Das Format ist identisch mit dem des Befehls Dump stream. Auch dieses Feature ist hauptsächlich für Entwickler vorgesehen. Um alle Infos in der Ausgabe zu verstehen, müssen Sie in den Quelltext in epgui/epgtxtdump.c des nxtvepg-Source-Pakets nachsehen.

Eine Reihe von Checkboxen erlauben Ihnen zu bestimmen welche Art von Blöcken geschrieben werden: Die Informationsblöcke der Sendungen (Programme Information Blocks oder PI) enthalten die eigentlichen Programmbeschreibungen; ``Defective PI'' enthalten solche PI, die wegen Inkonsistenzen wie z.B. überlappenden Laufzeiten nicht für die Datenbank akzeptiert wurden. Für eine Erklärung der anderen Blocktypen sehen Sie bitte die ETSI-Spezifikation 707 ein.

Tipp: Die Ausgabe kann auch direkt über die Befehlszeile mittels des Schalters -dump raw erfolgen (siehe auch OPTIONS). In diesem Fall werden die zuletzt im Dialog eingestellten Parameter verwendet.

Export as text

Öffnet einen Dialog, der es erlaubt, alle Programminformationen in einem fixen Textformat in eine Datei zu exportieren. Jede Zeile dieser Datei wird einen Eintrag in der Datenbank repräsentieren. Die einzelnen Datenfelder der Zeilen sind durch Tabulator-Zeichen getrennt; die Zeile wird durch ein einziges new-line-Zeichen abgeschlossen (d.h. UNIX-Textformat, auch auf Windows). Fehlende Werte werden in einigen Fällen durch \N repräsentiert, welches den MySQL-NULL-Identifier darstellt (zurzeit nur für das VPS/PDC-Feld verwendet).

Die erzeugte Textdatei kann direkt in eine relationale Datenbank geladen werden. Sie ist nicht für das Betrachten in einem regulären Texteditor formatiert. Sender und Themen werden entsprechend als numerische Indizes innerhalb Sender- und Thementabelle dargestellt. Deshalb werden diese Tabellen zusätzlich zur Programmtabelle benötigt. Um sie in eine Datenbank zu laden, müssen Sie sie in unterschiedliche Dateien exportieren.

Für MySQL können Sie die Tabellen wie folgt definieren:

   CREATE TABLE PI (
      netwop smallint(2) unsigned NOT NULL,
      Dstart date NOT NULL,
      Hstart time NOT NULL,
      Hstop time NOT NULL,
      vpspdc_pil datetime,
      prat tinyint(2) unsigned,
      erat tinyint(2) unsigned,
      sound enum("mono","2-chan","stereo","surround"),
      is_wide BOOL,
      is_palplus BOOL,
      is_digital BOOL,
      is_encrypted BOOL,
      is_live BOOL,
      is_repeat BOOL,
      is_subtitled BOOL,
      theme_0 tinyint(3) unsigned,
      theme_1 tinyint(3) unsigned,
      theme_2 tinyint(3) unsigned,
      theme_3 tinyint(3) unsigned,
      theme_4 tinyint(3) unsigned,
      theme_5 tinyint(3) unsigned,
      theme_6 tinyint(3) unsigned,
      title varchar(40) NOT NULL,
      descr text,
      PRIMARY KEY (netwop, Dstart, Hstart)
   );
   CREATE TABLE AI (
      netwop_idx smallint(2) unsigned NOT NULL,
      cni smallint(5) unsigned,
      lto_mins smallint(5),
      daycount smallint(5) unsigned,
      alphabet smallint(5) unsigned,
      addinfo smallint(5) unsigned,
      name text,
      UNIQUE netwop_idx (netwop_idx)
   );
   CREATE TABLE pdc_themes (
      theme_idx smallint(3) unsigned NOT NULL,
      cat_idx smallint(3) unsigned,
      name_eng text,
      name_ger text,
      name_fra text,
      UNIQUE theme_idx (theme_idx)
   );

Tipp: Die Dateien können auch direkt über die Befehlszeile mittels der Schalter -dump pi, -dump ai bzw. -dump pdc geschrieben werden. (Siehe auch OPTIONS)

Export as XMLTV

Öffnet einen Dialog, der es erlaubt, alle Programminformationen im XML-Format zu exportieren. Das Format ist durch die XmlTV DTD genau festgelegt (siehe http://xmltv.org/.) Die erzeugte Datei enthält sowohl die Sendertabelle als auch die Programmdaten. Sie umfasst auch Sender, die Sie möglicherweise in der Auflistung innerhalb nxtvepg abgestellt haben.

Tipp: Sie können die Menge der exportierten Daten einschränken indem Sie eine zusammengeführte Datenbank konfigurieren. Dies ist auch für einen einzelnen Provider möglich. Auf diese Weise können Sie bestimmte Sender oder Attribute ausschließen, z.B. um Themen-Kategorien von der Ausgabe auszuschließen (siehe Untermenü Configure im Dialog der Merge-Konfiguration).

Einige TV-Anwendungen sind dafür bekannt, XMLTV-Timestamps nicht korrekt auszuwerten. Um diese Probleme zu umgehen gibt es eine Option, die erlaubt, Datumsangaben und Uhrzeiten in lokaler Zeit anstatt UTC (auch bekannt als Greenwhich Mean Time oder GMT) zu exportieren. Erscheinen alle Programmdaten um eine oder zwei Stunden verschoben in Ihrer TV-Anwendung, versuchen Sie es mit dieser Option.

Tipp: Die Datenbank kann auch direkt über die Befehlszeile mittels des Schalters -dump xml exportiert werden. (Siehe auch OPTIONS)

Export as HTML

Öffnet einen Dialog, der erlaubt, die komplette Datenbank oder markierte Sendungen in eine Datei im HTML-Format (Hypertext Markup Language) zu exportieren. Die Datei kann dann in einen WWW-Browser geladen werden, z.B. Mozilla oder Opera. Dies ist insbesondere nützlich, wenn Sie Ihre TV-Beschreibungen ausdrucken wollen.

Oben im Dialogfenster müssen Sie den Namen der Ausgabedatei eingeben; wenn Sie Ihr keine Erweiterung geben, wird automatisch ein .html angehängt. Klicken Sie auf den kleinen Ordnerbutton rechts daneben, um einen Dialog zur Dateiwahl zu offnen. Drücken Sie den Button Export, um das HTML-Dokument zu erstellen und Dismiss, um das Dialogfenster zu schließen.

Standardmäßig ist die Checkbox ``All matching programmes, but max ...'' aktiviert. In diesem Modus werden alle Sendungen exportiert, die auf die aktuellen Filter-Einstellungen zutreffen, jedoch nur bis zur angegebenen Maximalzahl an Sendungen. Es wird empfohlen die Zahl der Sendungen immer zu beschränken, da sonst sehr große HTML-Dokumente erzeugt werden, was zu einer langen Ladezeit in Ihrem Web-Browser führen kann.

Verwenden Sie den Modus ``Selected programme only'', um nur die Sendung zu exportieren, die aktuell im Hauptfenster des Browsers markiert ist. In Kombination mit dem Modus Append to file erlaubt dies Schritt-für-Schritt ein Dokument mit genau den Sendungen zu erstellen, die Sie interessieren.

Im Feld darunter befinden sich drei Auswahlknöpfe, mit denen Sie das Ausgabeformat auswählen können. Wenn Sie Write titles wählen, erhalten Sie eine Tabelle in derselben Konfiguration wie in der Programmtitelliste des Hauptfensters. Wollen Sie andere Spaltentypen haben, können Sie eine separate Spalten-Konfiguration mittels der Auswahl von ``Different columns than main window'' und dem Drücken des Buttons Configure zur Wahl des anzuzeigenden Spaltentyps erstellen.

Wenn Sie ``Write descriptions'' wählen, werden Sie für jede exportierte Sendung eine Featureübersicht und -beschreibung erhalten, ähnlich der Info im unteren Teil des Hauptfensters.

Wenn Sie ``Write titles and descriptions'' wählen, enthält das HTML-Dokument zuerst eine tabellarische Titelübersicht und darunter die zugehörigen Beschreibungen. In diesem Modus können Sie ``Add hyperlinks to titles'' auswählen, um Hyperlinks von den Titeln in der Tabelle zu den entsprechenden Beschreibungen hinzuzufügen.

Das Aussehen des erzeugten Dokuments wird durch ein internes CSS-Stylesheet festgelegt. Mögen Sie dieses Aussehen nicht, können Sie es mit einem eigenen Stylesheet überschreiben. Speichern Sie dieses in eine Datei mit Namen nxtvhtml.css und legen Sie diese in dasselbe Verzeichnis wie die generierte HTML-Datei. Siehe http://www.w3.org/ für mehr Informationen zu HTML und Stylesheets. Wenn Ihre Spalten-Konfiguration Bilder enthält (siehe COMPOSITE ATTRIBUTES), müssen Sie diese in ein Unterverzeichnis namens images legen; des Weiteren sollte Ihr Web-Browser das Bildformat PNG unterstützen.

View statistics/timescales

Die folgenden vier Kommandos öffnen Fenster mit Statistiken zu den Programmdaten und dem Fortschritt der Datenakquisition. Siehe auch STATISTICS für eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Angaben.

View timescales

Blendet das Zeitskalenfenster für die Browserdatenbank ein und aus. Das Fenster spiegelt für jeden in der gewählten Datenbank eingebundenen Sender wieder, welche Zeitspannen mit Programminformationen belegt sind. Arbeitet die Akquisition an der Datenbank, können Sie fortlaufend beobachten, wie sich die Datenbank füllt. Siehe auch STATISTICS: Status line.

View statistics

Blendet das Statistikfenster für die Browser-Datenbank ein oder aus (d.h. für den Anbieter dessen Daten Sie aktuell im Hauptfenster verwenden). Die Statistik gibt Auskunft über die Anzahl der Programmeinträge in der Datenbank, den prozentualen Füllungsgrad, den Prozentsatz der abgelaufenen Einträge, das Datum des letzten Updates usw. Läuft die Akquisition auf der gleichen Datenbank, enthält es zusätzlich Information zu Status und Fortschritt der Akquisition. Für Details siehe STATISTICS: Timescale popup windows.

View acq timescales

Blendet das Zeitskalenfenster für die aktuell von der Akquisition befüllte Datenbank ein oder aus. Dieser Eintrag ist nur verfügbar, wenn die Akquisition auf einer anderen Datenbank arbeitet als der, die im Browsers verwendet wird (z.B. im Falle der Akquisitionsmodi manual oder cyclic, siehe DATA ACQUISITION).

View acq statistics

Blendet das Statistikfenster für die aktuell von der Akquisition befüllte Datenbank ein oder aus. Die Statistik gibt über Status und Fortschritt der Akquisition Auskunft. Schaltet die Akquisition zu einer anderen Datenbank um, folgt das Statistikfenster automatisch zum neuen Anbieter. Für Details siehe DATA ACQUISITION.

Quit

Schließt alle Fenster und beendet die Anwendung. Wurde die Akquisition als Daemon gestartet, wird dieser nicht beendet (siehe CONTROL: Connect to acq. daemon).


CONFIGURATION

Übersicht der im Configure-Menü verfügbaren Befehle:

Select provider

Öffnet den Dialog zur Providerauswahl. Dieser Dialog zeigt alle TV-Kanäle an, auf denen NexTView-Daten empfangen werden können. Wurde ein Kanal aus der Liste ausgewählt, erscheinen der Name des dort übertragenen NexTView-Dienstes und eine Liste aller abgedeckten Sender.

Wird der Dialog mit OK verlassen, wird die ausgewählte Providerdatenbank in den Browser geladen. Wurde die Datenbank über längere Zeit nicht aufgefrischt, kann die Programmliste anfangs leer sein. Wurde der Akquisitionsmodus ``Follow-UI'' ausgewählt, wird der eingestellte TV-Kanal zum Auffrischen der Datenbank verwendet (Details unter ACQUISITION MODES).

Um überflüssige NexTView-Provider zu entfernen (z.B. solche, die keinen NexTView-Dienst mehr anbieten oder die nicht mehr empfangen werden), kann eine NexTView-Providersuche im refresh-Modus gestartet werden (siehe CONFIGURATION: Provider scan). Aktive Provider können nicht entfernt werden, da nxtvepg sie während der nächsten Akquisition automatisch wieder einbinden würde.

Merge providers

Öffnet einen Dialog, der erlaubt, mehrere Datenbanken in eine zusammenzuführen. Siehe MERGED DATABASES für Details.

Acquisition mode

Öffnet einen Dialog, der erlaubt, den Hintergrund-Akquisitionsprozess zu steuern. Siehe ACQUISITION MODES für weitere Details.

Teletext grabber

Bitte beachten Sie dass sich dieses Feature noch in der Entwicklung befindet. Zur Zeit werden nur deutsche TV-Sender unterstützt und die Konfigurationsoptionen sind noch minimal.

Öffnet einen Dialog, mit dem der Teletext EPG Grabber eingeschaltet und konfiguriert werden kann. Um EPG Daten aus dem Teletext zu laden, werden reihum alle TV-Kanäle eingestellt, die TV-Übersichtsseiten gelesen (meist 301-309) und daraus eine Programmliste erstellt. Falls für einzelne Programme Referenzen auf weitere Teletext-Seiten angegeben sind, wird versucht von dort Beschreibungstexte zu laden. Die Ausgabe des Teletext-Grabbers erfolgt in einzelne Dateien im XMLTV-Format. Für jeden TV-Sender wird eine getrennte XML Datei angelegt.

Dieser Grabber ist dazu gedacht Nextview EPG zu ergänzen. Der Hauptnachteil gegenüber Nextview ist die lange Ladezeit. Diese kommt hauptsächlich dadurch zustande, dass die TV-Übersicht auf mehrere Unterseiten einzelner Teletext-Seiten verteilt sind. Dadurch werden mehrere Teletext-Zyklen für jeden TV-Sender benötigt um alle relevanten Seiten zu laden, meist mindestens 90 Sekunden. Bei nur 30 TV-Sendern beträgt die Ladezeit also insgesamt schon 45 Minuten. Ein weiteres zentrales Problem besteht darin dass die TV-Übersicht kein einheitliches Format hat, so dass die Erkennung nicht immer zuverlässig arbeiten kann. Insbesondere können aktuell keine Kategorien erkannt werden. Dieser Nachteil kann jedoch überwunden werden, indem die aus dem Teletext gewonnenen Daten mit einer Nextview Datenbank vereinigt werden (siehe MERGED DATABASES)

Um den grabber starten zu können müssen Sie auf Ihrem PC einen ``Perl Interpreter'' installieren. Perl ist in jeder bekannten Linux-Desktop-Distribution enthalten und kann dort falls nötig ganz einfach über den Paketmanager installiert werden, Sektion ``Programmiersprachen.'' Bei MS-Windows müssen Sie Perl manuell herunterladen und installieren (http://www.activestate.com/Products/ActivePerl/ oder http://www.cygwin.com/) und im Konfigurationsdialog den Installationspfad angeben. (Alternativ können Sie natürlich auf die PATH Environment-Variable um den Pfad zu perl.exe erweitern.)

Nach der Installation ist der Teletext-Grabber zuerst deaktiviert, da er noch in einer Beta-Testphase ist. Um ihn zu aktivieren, müssen Sie die Option ``Enable teletext grabber'' einschalten. Falls Sie noch keine TV-Applikation konfiguriert haben wird eine diesbezügliche Fehlermeldung erscheinen, denn der grabber benötigt eine TV-Kanaltabelle. Der Grabber liest EPG Daten startend mit dem ersten in der Tabelle gelisteten Sender und danach der Reihe nach die folgenden Sender. Diese Reihenfolge läßt sich momentan noch nicht ändern, jedoch können Sie die Anzahl der Sender begrenzen.

Tipp: Wenn der Akquisitionsmodus ``Cyclic: Now - All'' selektiert ist (siehe auch ACQUISITION MODES) wird während der ``Now'' Phase eine optimierte Strategie verwendet bei der die Reihenfolge der Sender so gelegt wird dass Wartezeiten minimiert werden. Damit kann ein Schnitt von 15-20 Sekunden pro Sender erreicht werden. In der ``Full'' Phase werden dann immer für die bei capture duration angegebene Zeit Teletext-Daten gelesen; normalerweise sind dies 90 Sekunden (solch eine lange Zeit ist nötig da viele Sender die Programminfos auf Unterseiten legen, die nicht in jedem Teletextzyklus enthalten sind.)

Um die vom Teletext gelesenen EPG Daten zu verwenden, müssen Sie zuerst warten bis der grabber alle Sender einmal ausgelesen hat. Danach sollten Sie für jeden Sender eine XML Datei im nxtvepg Verzeichnis vorfinden (mit Namen im Muster ``ttx-XXX.xml'' wobei XXX die jeweiligen Sendernamen sind.) Diese Dateien tauchen dann in den Providerauswahllisten auf und können wie Nextview EPG Daten verwendet werden, insbesondere auch für den Provider-Merge (siehe MERGED DATABASES)

Provider scan

Öffnet einen Dialog mit dem alle TV-Kanäle nach Nextview-EPG-Anbietern abgesucht werden können. Diese Suche sollte mindestens einmal ausgeführt werden, zum einen um die empfangbaren Provider zu erkennen und zum anderen um die TV-Kanäle bzw. Frequenzen der EPG-Anbieter festzustellen. Diese werden für die meisten Akquisitionsmodi benötigt und sind bei alten bttv-Treibern (<=0.7.50) sonst oft nicht verfügbar. Bedenken Sie, dass der Scan nur funktionieren kann, wenn sie den internen TV-Tuner als Video-Input eingestellt haben. Siehe auch GETTING STARTED und die folgenden Kapitel zur Konfiguration der TV-Karte.

In Frankreich sollte die französische Frequenztabelle (welche gleichzeitig die Secam L TV-Norm impliziert) für die Sendersuche ausgewählt werden. In allen anderen Ländern sollte die Standard-Frequenztabelle ausgewählt werden. Letztere deckt alle üblichen westeuropäischen Frequenzen in Kabel- und Antennenausstrahlung mit PAL TV-Norm ab. Andere Länder werden zurzeit nicht unterstützt, da hier keine NexTView-Provider bekannt sind. In einer Gegend, in der sowohl PAL- als auch SECAM-Sender empfangen werden können, sollte die Suche zweimal mit verschiedenen Frequenztabellen ausgeführt werden.

Der Button ``Use TV app.'' wird automatisch ausgewählt, wenn eine TV-Anwendung im Dialog ``TV app. interaction'' eingestellt wurde. Anstatt alle möglichen TV-Kanäle oder -Frequenzen in allen Bändern zu durchsuchen, wird nxtvepg dann lediglich die dort definierten TV-Kanäle überprüfen. So wird die Suche nicht nur verkürzt, sondern auch zuverlässiger.

Setzen Sie ein Häkchen an der Checkbox Slow, wenn Sie auf manchen Kanälen einen schlechten Empfang haben. Im Slow-Modus wird der Suchlauf Kanäle mit ``instabilem'' Videosignal nicht überspringen (d.h. kein PLL H-lock innerhalb 150 Millisekunden) und auf alles doppelt so lange als sonst warten, d.h. bis zu 4 Sekunden auf eine VPS/PDC-Kanal-Identifikation und bis zu 90 Sekunden auf ein EPG wenn potentielle EPG-Datenpakete gefunden wurden. Zu bemerken ist, dass Sie die Einstellung ``Slow'' auch während des Suchlaufs ändern können.

Verwenden Sie den Modus ``Refresh only'', wenn Sie Ihre Datenbank-Dateien gelöscht haben (oder aus einer inkompatiblen Software-Version aktualisieren) oder wenn Sie veraltete Provider identifizieren oder löschen wollen. In diesem Modus werden nur Kanäle überprüft, auf denen zuvor NexTView-Daten empfangen wurden (die Frequenzen werden sowohl in den Datenbanken als auch in Ihrer rc/ini-Datei aufbewahrt). Dies erlaubt, Ihre komplette Provider-Auswahl sehr schnell wiederzugewinnen. Wird auf dem Kanal eines Providers keine Daten-Übertragung gefunden, wird ein Button ``Remove this provider'' im Ausgabefenster zugefügt, den Sie nach dem Beenden des Suchlaufs zum Entfernen der Datenbank und jeder über den Provider gespeicherten Information verwenden können. Zu bemerken ist, dass das Entfernen fehlschlagen wird, wenn die Datenbank in diesem Moment in Gebrauch ist, also müssen Sie möglicherweise die Akquisition anhalten und einen anderen Provider wählen.

Technische Details des EPG-Suchlaufs: Der Suchlauf wird jede physikalische TV-Frequenz (oder Teilmengen davon, wenn Sie eine der unten beschriebenen Optionen verwenden) aufsuchen und auf ein TV-Signal überprüfen. Wird ein solches innerhalb 150 ms erkannt oder wurde mindestens ein Teletext-Paket empfangen, wird der Suchlauf bis zu zwei Sekunden auf eine gültige VPS/PDC-Kanal-Identifizierung warten. Gleichzeitig empfängt er Pakete aller potenziellen EPG-Teletextseiten. Wird ein VPS/PDC-Code gelesen, der einem der bekannten EPG-Provider zugeordnet werden kann oder wurden gültige Datenpakete empfangen (was nicht notwendigerweise bedeutet dass dort EPG gesendet wird, weil andere Dienste dieselbe Codierung verwenden könnten), wartet der Scan bis zu 45 Sekunden auf Nachrichten von EPG-Bestandslisten (BI- und AI-Blöcke). Sie können dieses Verfahren im Nachrichtenfenster mitverfolgen.

Obwohl der Scan sich redlich Mühe gibt, ist nicht garantiert, dass jeder EPG-Provider jederzeit gefunden wird. Beispielsweise haben manche Provider Pausen von mehr als 45 Sekunden in ihrer EPG-Übermittlung; oder sie könnten vorübergehende technische Probleme haben. Daher ist der sicherste Weg, auf der nxtvepg-Website (siehe About im Help-Menü) nach der Liste bekannter NexTView-EPG-Provider zu sehen. Wenn Sie TV-Kanäle empfangen, für die ein Provider aufgeführt ist, wiederholen Sie den Scan bis diese gefunden werden, z.B. zu verschiedenen Tageszeiten. Finden Sie neue Provider, die auf der Website nicht aufgelistet sind, schreiben Sie bitte eine Notiz ins Forum auf der Website.

TV card input

Öffnet einen Dialog, in dem die Parameter der Hardware der TV-Karte konfiguriert werden können.

Dieser Dialog enthält unter Windows mehr Optionen als auf UNIX, da der Treiber unter UNIX Teil des Betriebssystems ist, bei Windows dagegen Teil der Applikation. Bei Windows muss der Treiber daher für jede Anwendung erneut konfiguriert werden. Sie müssen Ihre Karte im Unterdialog ``Configure card'' konfigurieren bevor Sie nxtvepg nutzen können. Bitte sehen Sie in GETTING STARTED nach einer Beschreibung dieses Dialogs.

``Video source'' erlaubt die Wahl der Quelle des Video-Inputs, d.h. wo Sie ein Kabel für den Video-Eingang mit Ihrer TV-Karte verbunden haben: Tuner oder Television verweist auf einen Eingang via Antennenkabel (auch als UHF/VHF- oder BK-Kabel bekannt, d.h. terrestrischer Empfang oder Kabel-TV); Composite verweist auf ein Cinch-Video-Kabel wie es von Satelliten-Receivern oder billigen Video-Rekordern verwendet wird; S-Video ist eine Variante von Composite mit besserer Bildqualität (oft fälschlich S-VHS-Kabel genannt, weil es meistens von S-VHS-Recordern verwendet wird) und leicht zu erkennen an den Sub-D-Anschlüssen (in deutsch ``Hosidenstecker'' genannt). Abhängig von Ihrer Hardware werden Sie nur eine Teilmenge dieser Input-Typen sehen oder zusätzliche (z.B. Radio, welches jedoch nicht als Input für nxtvepg brauchbar ist).

Zu beachten ist, dass wenn nicht der TV-Tuner als Eingabe gewählt wird, nxtvepg nicht automatisch auf den Sender Ihres EPG-Anbieters umschalten kann. Siehe auch DATA ACQUISITION.

Haben Sie mehr als eine TV-Tunerkarte in Ihrem Rechner, können Sie wählen, welche Sie nutzen wollen. Dieselbe Auswahl wird über die Befehlszeilenoption -card getroffen (siehe OPTIONS). Das Popupmenü wird Ihnen alle Kartentypen - wie im Treiber konfiguriert - auflisten. Zu bemerken ist, dass sich das Ändern der Karte ebenso auf die Input-Wahl auswirken wird, insbesondere wenn die Karten unterschiedliche Sortierreihenfolgen der Input-Typen besitzen.

Die Option ``Slicer Quality'' wählt zwischen verschiedenen Algorithmen aus, mit denen der Teletext aus dem analogen Videosignal extrahiert wird. Der Algorithmus simple funktioniert nur bei ausgezeichnetem TV-Empfang, hat jedoch den Vorteil, sehr wenig CPU-Ressourcen zu verbrauchen. Der Algorithmus elaborate (aus Zappings libzvbi zapping.sourceforge.net und ursprünglich für den Linux-Teletextviewer alevt entwickelt) ist wesentlich fehlertoleranter. Wenn Sie automatic wählen, wird die Akquisition immer mit dem einfachen Algorithmus starten, jedoch auf den aufwendigeren umschalten, wenn die Fehlerrate bestimmte Grenzwerte übersteigt (siehe auch STATISTICS: Acquisition statistics).

Nur Windows: am unteren Rand der Dialogbox sind weitere Optionen, die nur benötigt werden, wenn überprüft werden soll, ob die Akquisition nicht korrekt arbeitet.

Sollten Sie Datenverlust während hoher Systemauslastung feststellen, können Sie die Priorität des Akquisitions-Threads erhöhen (dies kann in einigen Windows-Versionen spezielle Privilegien erfordern). Standard ist normal, d.h. die gleiche wie für alle Benutzeranwendungen.

Die zweite Checkbox erlaubt eine Protokollierung des Treiberstarts und -stopps. Die Ausgabe wird an eine Datei mit Namen dsdrv.log im Arbeitsverzeichnis von nxtvepg angehängt. Aktivieren Sie diese Option, wenn der Treiberstart fehlschlägt und Sie die Ursache nicht finden können. Sehen Sie sich aber zuerst die Erklärung der Treiberfehlermeldungen in der README-Datei an. Zu bemerken ist, dass die Logging-Option zwischen den Programmstarts vergessen wird, d.h. um davon Gebrauch zu machen, müssen Sie die Akquisition über das Control-Menü aktivieren und nicht indem Sie nxtvepg neu starten.

Die dritte Option betrifft im Moment nur CX23881-basierte Karten: sie erlaubt das Deaktivieren eines WDM-Treibers eines Händlers für dieselbe Karte. Dies ist eine Hilfskonstruktion (Workaround) für den Umstand, dass CX23881-WDM-Treiber dafür bekannt sind, auf die TV-Karte sogar dann zuzugreifen, wenn keine Applikation diese verwendet. Sie sollten diese Option nur als Notlösung anwenden, d.h. wenn Sie nur damit die Karte überhaupt zum Laufen bekommen. Es ist lediglich ein experimentelles Feature und einige Benutzer haben berichtet, dass Ihre Karten-Konfiguration verloren ging oder die WDM-Treiber sogar nach dem Beenden von nxtvepg deaktiviert blieben (in beiden Fällen werden andere Anwendungen möglicherweise nicht mehr richtig funktionieren). Sie können verifizieren, ob die WDM-Treiber Akquisitionsprobleme verursachen, indem Sie sie deinstallieren, das System neu starten und dann nxtvepg noch mal testen (beachten Sie, nxtvepg benötigt keine von Händlern mitgelieferten Treiber).

Client/Server

Öffnet einen Dialog, der die Konfiguration der Verbindung zwischen Browser und einem Akquisitions-Daemon erlaubt (d.h. eine separate Instanz von nxtvepg, die im Server-Modus läuft, siehe Befehlszeilenschalter -daemon in OPTIONS). Der Daemon erlaubt es, alle neu erhaltenen EPG-Daten an einen oder mehrere verbundenen Browser weiterzuleiten und deren Akquisitions-Fortschritt zu beobachten.

Der Dialog enthält Einstellungen, von denen sich manche nur auf die Serverseite, manche nur auf die Clientseite und manche auf beide Parteien beziehen. Um Klarheit zu schaffen, gibt es die drei Radiobuttons am oberen Rand des Fenster: Damit können Sie die sich nicht auf Client bzw. Server beziehenden Parameter ausgrauen. Beachten Sie: damit eine Server-Konfiguration aktiv wird, muss der Daemon neu gestartet werden. Läuft dieser lokal, können Sie dies über das Control-Menü erledigen (siehe CONTROL: Connect to acq. daemon).

Enable remote control

Achtung: Dieses Feature ist noch nicht implementiert. Durch das Aktivieren der Fernbedienung (remote-control) können Sie die Akquisition stoppen oder den Akquisitionsmodus, die Parameter der TV-Karte oder irgendwelche anderen, in diesem Dialog konfigurierten Parameter, in einem laufenden Daemon über eine Netzwerkverbindung ändern.

Enable TCP/IP

Wenn Sie Verbindungen über das TCP/IP-Netzwerk-Protokoll erlauben, ermöglichen Sie Verbindungen von bzw. zu anderen Rechnern im Netzwerk. Da es in nxtvepg momentan keinerlei Zugriffskontrolle gibt, können sich diese Hosts an beliebiger Stelle innerhalb des Netzwerks befinden oder sonst wo in der Welt, während Sie mit dem Internet verbunden sind. Falls Sie keine Firewall besitzen, der eingehende Verbindungen von nicht-vertrauenswürdigen Hosts abwehrt, ist dieser Modus äußerst gefährlich, da nxtvepg nicht gegen böswillige Client-Verbindungen abgesichert ist.

Bemerkung: Auf Windows wird derzeit nur TCP/IP unterstützt, d.h. diese Option muss aktiviert sein, um den Daemon starten zu können.

Server hostname

Nur Client-Seite: diese Einstellung identifiziert den Host, auf dem der Daemon läuft. Sie können entweder den Hostnamen im Format dot.com oder eine IP-Adresse im Format 127.0.0.1 eingeben. Wenn Sie ihn auf localhost setzen, wird automatisch eine Verbindung via UNIX-Domain-Sockets etabliert (d.h. pipes), da diese effizienter sind als TCP/IP. Den Automatismus können Sie umgehen, indem Sie als Hostnamen den Namen ihres lokalen Host angeben.

Server TCP port

Ist TCP/IP aktiviert, sagt diese Einstellung Server und Client, welcher Port genutzt werden soll. Sie können hier irgendeine Nummer zwischen 1024 und 65535 verwenden, jedoch sollten Sie sich vergewissern, dass kein anderer Server den gleichen Port verwendet. Stellen Sie sicher, dass Sie für Client und Server die gleiche Port-Nummer konfigurieren. Vorgabe ist 7658.

Bind IP address

Ist TCP/IP aktiviert und der Host Ihres Servers besitzt mehr als eine IP-Adresse, können Sie hier wählen, auf welcher nach eingehenden Verbindungen gelauscht wird. Vergewissern Sie sich, dass Sie auf der Client-Seite dieselbe IP-Adresse als Namen des Serverhosts verwenden oder einen Hostnamen, der nach dieser IP-Adresse auflöst. Diese Einstellung ist optional; wenn Sie das Feld leer lassen (Standard), wird der Server an allen IP-Adressen Verbindung aufnehmen.

Beachten Sie: auf Systemen die dies unterstützen, werden TCP/IP-Sockets standardmäßig in der IPv6-Domain (PF_INET6) erzeugt. Auf einigen Systemen (z.B. NetBSD) können Sie keine Verbindung via IPv4 mit einem IPv6-Server und umgekehrt aufnehmen, d.h. Sie müssen an beiden Enden dieselbe Domain verwenden. Unterstützt Ihr Client nur IPv4, können Sie Ihren Server zwingen, durch eine Anbindung an eine IPv4-Adresse einen IPv4-Socket zu erzeugen. Schlägt die Verbindung mit einem lokalen IPv6-Server über die IPv4-Loopback-Adresse 127.0.0.1 fehl, verwenden Sie das Äquivalent ``::1''.

Max. connections

Diese Einstellung limitiert die Anzahl von Client-Verbindungen, die der Server erlauben wird. Ist das Limit erreicht, wird der Server keine neuen Verbindungen mehr annehmen.

Log filename

Wenn Sie das Generieren einer Protokolldatei (Log) durch folgende Option aktivieren, können Sie hier wählen, wohin das Log geschrieben werden soll. Stellen Sie sicher, dass die Datei von der Benutzerkennung, unter welcher der Daemon-Prozess läuft, beschreibbar ist. Die Datei wird jedes Mal neu geöffnet, wenn eine Logzeile angehängt wird (üblicherweise fließt sehr wenig Traffic in diese Datei). Dadurch können Sie die Datei modifizieren oder löschen ohne den Daemon neu zu starten.

File min. log level

Hier können Sie wählen, ob Log-Informationen in eine Datei geschrieben werden sollen. Wenn Sie nxtvepg mit deaktiviertem TCP/IP laufen lassen, besteht für Sie kein Bedarf, Logging zu verwenden; wenn Sie jedoch Remote-Verbindungen erlauben, sollten Sie Log-Dateien im ``info''-Level halten, um überprüfen zu können, welche Hosts mit dem Server Verbindung aufnehmen.

Folgende Einstellungen stehen zur Verfügung: ``no logging'' deaktiviert das Logging; ``error'' aktiviert das Logging von internen Fehlern, die zu einem unmittelbaren Beenden des Daemon führen können; ``warning'' aktiviert zusätzlich das Logging von unerwarteten Ereignissen, d.h. von internen Fehlern, die nicht zum Beenden führen; ``notice'' aktiviert zusätzlich das Logging von Änderungen des Serverstatus, d.h. Start und Shutdown; ``info'' aktiviert zusätzlich das Logging des Etablierens von Verbindungen und deren Shutdown.

Syslog min. level

Hier können Sie Logging nach UNIX syslog und das Windows-Logging von Anwendungsereignissen aktivieren oder deaktivieren (der Anwendungsname ist nxtvepg daemon; dieses Feature wird von Windows 95 nicht unterstützt). Sehen Sie in den UNIX man pages nach syslogd(8) und syslog.conf(5) oder unter Windows in der Hilfe zur Ereignisanzeige nach Details über die Möglichkeiten des Ereignisprotokolls. Die Log-Levels, die Sie hier wählen können, sind dieselben wie sie im vorherigen Abschnitt über das Logging nach Dateien beschrieben wurden.

Es sei erneut darauf hingewiesen, dass sich Konfigurationsänderungen auf Serverseite erst nach einem Neustart auswirken. Wenn Sie dieselbe rc/ini-Datei für Daemon und GUI verwenden, werden die geänderten Einstellungen vom Daemon nach dem nächsten Start automatisch benutzt.

TV application interaction

Öffnet einen Dialog, der es erlaubt, die Interaktion zwischen TV-Anwendungen und nxtvepg zu konfigurieren. Sie sollten hier zumindest Ihren TV-Anwendungstyp und -pfad konfigurieren, wenn Sie eine der unterstützten Anwendungen verwenden. Dies ist ein während der anfänglichen Installation empfohlener Schritt, um den EPG-Provider-Suchlauf zu beschleunigen, wie in GETTING STARTED beschrieben.

Die ersten vier Optionen (nur drei unter UNIX) erlauben es Ihnen, die Interaktionsfeatures an- oder auszuschalten. Wollen Sie die Startgeschwindigkeit unter UNIX verbessern, können Sie alle abstellen; in diesem Fall braucht nxtvepg nicht nach dem xawtv-Toplevelfenster zu suchen (was bis zu mehreren Sekunden dauern kann, wenn Sie viele Anwendungen am Laufen oder eine langsame Verbindung zu Ihrem X-Server haben). Standardmäßig sind alle Interaktionsfeatures aktiviert.

General enable

Nur Windows: die Option erlaubt es, die Zuordnung der Kommunikations-Ressourcen zu aktivieren und wieder zu deaktivieren und implizit alle Interaktions-Features ab- oder anzuschalten. Während sie deaktiviert ist, wird nxtvepg für die TV-Anwendung unsichtbar sein. Die Verwendung dieser Option ist nicht empfohlen, da nxtvepg den Treiber nicht automatisch freigeben wird, wenn die TV-Anwendung gestartet wird und nxtvepg nicht in der Lage sein wird, die Akquisition zu starten, während eine TV-Anwendung läuft. Benutzen Sie diese Option nur, wenn Sie Kompatibilitätsprobleme zwischen der TV-Applikation und nxtvepg erwarten (z.B. wenn eine Anwendung während des Starts hängt oder abstürzt, wenn die andere bereits läuft; damit sei aber nicht gesagt, dass so ein Verhalten zu befürchten wäre).

Tune TV button

Diese Option ermöglicht es, den gleichnamigen Button unterhalb der Uhr im Hauptfenster von nxtvepg zu zeigen oder zu verstecken. Wenn Sie kein Interesse an einer Fernbedienung der TV-Anwendung haben, schalten Sie die Option ab.

Tipp: Der Button hat ein kleines Kontextmenü, das sich mit der rechten Maustaste öffnet. Es enthält einige Kommandos zur Kontrolle der TV-Applikation (nicht alle TV-Applikationen unterstützen alle angebotenen Kommandos).

Cursor follows channel changes

Während diese Option aktiviert ist, wird nxtvepg TV-Kanal-Wechsel überwachen. Immer wenn ein Wechsel erkannt wird, wird der Zeiger im Programmlistenfeld auf den Titel der aktuell auf diesem Sender laufenden Sendung gesetzt. Wenn die EPG-Akquisition eingeschaltet ist, wird VPS/PDC dazu verwendet, die aktuelle Sendung exakt zu bestimmen (nur bei Sendern, die VPS/PDC unterstützen); befindet sich die nominale Laufzeit der Sendung jedoch in der Vergangenheit, ist es leider nicht möglich, die Sendung im Listenfeld anzuzeigen. Diese Info kann dennoch an die TV-Anwendung gesendet werden (siehe nächste Option).

Wenn Sie gerade einen Senderfilter aktiviert haben, wird dieser zum neuen Sender umgeschaltet, sodass Sie eine komplette Auflistung der Sendungen dieses einen Senders erhalten werden, beginnend mit dem aktuell Laufenden. Dies funktioniert sogar, wenn Sie diesen Sender in der Senderwahl-Konfiguration ausgeschlossen haben. Sind mehrere oder andere Senderfilter aktiviert, bleiben diese unberührt. Trifft diese Filtereinstellung auf die aktuell auf diesem Sender laufende Sendung nicht zu, wird weder der Zeiger noch das Listenfeld verändert.

Display EPG info in TV app

Falls diese Option aktiviert ist, wird nxtvepg TV-Kanal-Wechsel überwachen. Wenn die EPG-Akquisition eingeschaltet ist, wird ebenso VPS/PDC auf Änderungen überwacht, um so den Start einer neuen Sendung zu bestimmen. Ebenso erlaubt VPS/PDC, Kanalwechsel auf einer externen Input-Quelle zu erkennen, z.B. einem über einen Composite-Anschluss verbundenen Satelliten-Receiver.

Nach einem Kanalwechsel oder dem Wechsel des aktuellen Programmtitels wird die Info über den im Moment laufenden Titel innerhalb der TV-Anwendung angezeigt. Auf Windows liegt es vollständig in der Hand der TV-Anwendung, wie diese Information dargestellt wird.

Auf UNIX kann das Anzeigeformat durch Auswählen der folgenden Radiobuttons festgelegt werden:

Mit ``Separate popup'' wird nxtvepg ein kleines Popupfenster erzeugen und es genau neben dem xawtv-Fenster platzieren. Die blaue Fläche in dem kleinen Streifen am oberen Rand gibt an, welcher Anteil der (nominalen) Laufzeit in der Vergangenheit liegt. Mit ``Video overlay'' wird nxtvepg ein ähnliches Popup generieren, jedoch wird dies über das Videobild gelegt (bitte beachten Sie, dass diese Option nur mit XFree86 Version 4 und der Erweiterung XVideo ordentlich funktioniert; verwenden Sie den Befehl xvinfo, um zu überprüfen, ob Ihr Server dieses Feature unterstützt). Sie können Schriftart und -farbe in diesem Popup über die X Resources ändern (siehe FILES für Details). ``Video overlay, 2 lines'' ist identisch, ausgenommen dass es Laufzeit und Titel auf zwei separate Zeilen verteilt und zusätzlich den Prozentsatz der abgelaufenen Laufzeit angibt. Mit ``Xawtv window title'' wird die Info an xawtv gesendet und im Fenstertitel dargestellt. Außer für diese letzte Option können Sie die gewünschte Anzeigedauer mit einem Schieberegler am unteren Ende des Dialogs konfigurieren. Eine Dauer von Null bedeutet dass die Anzeige endlos stehen bleibt. Mit Use external application kann eine beliebige externe Applikation zur Anzeige verwendet werden. Titel und Laufzeit des aktuellen Programms können auf der Kommandozeile übergeben werden. Die Syntax ist dieselbe wie beim Aufruf externer Applikationen im Kontextmenü (siehe CONFIGURATION: Context menu configuration)

In der Mitte des Dialogs befindet sich eine Zeile, die den aktuellen Verbindungsstatus der TV-Anwendung anzeigt. Sie enthält den Namen der verbundenen Applikation oder ``not connected''. Letztere Meldung erscheint wenn keine TV-Anwendung läuft oder eine die nicht mit nxtvepg interagiert (siehe auch GETTING STARTED: Configuring a TV application). Sie können mit anderen Applikationen als unten konfiguriert Verbindung aufnehmen, sind jedoch die Sendernamen nicht mit nxtvepg synchronisiert, wird die Interaktion nicht optimal funktionieren (d.h. nxtvepg könnte nicht in der Lage dazu sein, alle Sender zu identifizieren, und daher keine Sendungstitel bereitstellen).

Im unteren Teil des Dialogfensters können Sie Typ und (auf Windows) den Installationspfad Ihrer bevorzugten TV-Anwendung konfigurieren. Diese Information wird genutzt, um auf die Kanalliste der TV-Anwendung (d.h. Frequenzen und Stationsnamen des TV-Tuners) während des EPG-Provider-Suchlaufs zuzugreifen (siehe CONFIGURATION: Provider scan) und im Dialog zur Konfiguration der Sendernamen (siehe CONFIGURATION: Network names).

Nachdem Sie die Einstellungen geändert haben, können Sie den Button Test drücken, um zu überprüfen, ob nxtvepg die Kanaltabelle korrekt einlesen kann. Eine Fehlermeldung wird ausgegeben, wenn die Datei oder (auf Windows) der Registry-Schlüssel nicht geöffnet werden kann, oder wenn keine TV-Kanäle gefunden werden. Nachdem der Test erfolgreich abgeschlossen ist, sollten Sie den Dialog zur Konfiguration der Sendernamen öffnen und diese mit nxtvepg synchronisieren.

Wird Ihre TV-Anwendung nicht unterstützt, wählen Sie none. (Ist es eine Freeware-Anwendung, tun Sie sich keinen Zwang an und mailen Sie mir eine Download-URL und ich werde überlegen, ob ich diese unterstützen werde. Nichtsdestotrotz werde ich keine proprietäre Closed-Source-Software unterstützen, außer auf Anfrage des Autors selbst.)

Zu bemerken ist, dass nicht alle TV-Anwendungen, die im Popupmenü aufgelistet werden, wirklich mit nxtvepg interagieren können. Die Interaktion erfordert Modifikationen auf Seite der TV-Anwendungen; es liegt an den entsprechenden Autoren der Anwendungen, ob sie dies implementieren wollen. (Sind Sie ein Autor einer TV-Applikation, können Sie mir gerne eine Mail zuschicken, wenn ich eine EPG-Unterstützung für Ihre Anwendung hinzufügen soll; eine Demo-Anwendung und Quelltext für eine Referenz-Implementierung stehen auf der nxtvepg-Homepage zur Verfügung.)

Select attributes

Öffnet den Konfigurationsdialog für ``Sendungsattribute'', d.h. hier können Sie wählen, welche Daten für die Sendungen im Hauptfenster angezeigt werden. Im Listenfeld zur Linken des Dialogfensters steht eine Auflistung aller verfügbaren Attributkategorien, z.B. Titel, Laufzeit, Wochentag, TV-Sendername, Ratings, ... d.h. genau die gleichen, die für das Filtern verfügbar sind. Tipp: Mit dem im nächsten Kapitel beschriebenen Dialog können Sie sich eigene Attribute zusammenstellen, um diese Liste zu erweitern.

Das Listenfeld zur Rechten enthält die Typen, die aktuell zur Anzeige ausgewählt sind. Der oberste Eintrag erscheint im ``single list''-Layout auf der Linken Seite des Listenfelds; im tabellarischen ``grid''-Layout erscheint entsprechend der oberste Eintrag in der ersten Zeile usw. Drücken Sie Apply, um das Browserlistenfeld mit der neuen Spaltenauswahl aktualisieren zu lassen.

Im ``single list''-Layout (siehe CONFIGURATION: List layout) besitzt jedes Attribut seine eigene Spalte in TV-Programmübersicht und ein damit verbundenes Filtermenü im Button oberhalb der Spalte (vorausgesetzt die Spaltenköpfe wurden nicht deaktiviert, siehe CONFIGURATION: Show/Hide). Sie können die Breite jeder Spalte ändern, indem Sie den Mauspfeil an die rechte Seite jedes Menüeintrages bewegen bis ein Pfeil an einem senkrechten Strich zu sehen ist und diesen dann mit gedrückter Maustaste an die neue Position ziehen.

Im ``separate network columns''-Layout werden die Attribute untereinander in separaten Zeilen der Spalten des TV-Programmübersicht ausgedruckt, es sei denn Sie wählen ``No new line after element'' während das jeweilig Attribut im rechten Listenfeld gewählt ist. Leere Zeilen werden automatisch unterdrückt, sodass im Gegensatz zum ``single list''-Layout die tatsächlich gezeigte Anzahl an Attributen variieren kann. Dies ist insbesondere bei benutzerdefinierten Attributen nützlich: So könnten Sie z.B. das Attribut so definieren, dass Themen-Kategorien nur für Filme ausgedruckt werden, um die Auflistung kompakter zu halten.

Attribute composition

Öffnet den Konfigurations-Dialog für ``composite attributes'', welcher erlaubt, neue Spaltentypen für das ``single list''-Layout der TV-Programmübersicht zu erstellen (siehe CONFIGURATION: List layout) beziehungsweise neue Zeilen im ``spearate network columns''-Layout, die danach zusätzlich zu den vorgegebenen Attributtypen gewählt werden können (z.B. ``Titel'' und ``Thema'') wie im vorherigen Kapitel beschrieben.

Für eine allgemeine Beschreibung von Composite-Attributen siehe COMPOSITE ATTRIBUTES. Dieses Kapitel beschreibt lediglich den Gebrauch des Konfigurations-Dialoges. Dieses Kapitel geht auch davon aus, dass Sie mit dem Konzept der Filter-Shortcuts (siehe FILTER SHORTCUTS) und Reminder vertraut sind (siehe REMINDERS).

Der Dialog besteht aus drei Sektionen: ganz oben rechts befindet sich ein Dropdown-Menü, das alle im Moment definierten Composite-Attribute auflistet. Hier wählen Sie, welche Attribut-Definition Sie bearbeiten wollen. Darunter zur Linken liegt eine Liste von Shortcuts und Reminder-Gruppen sowie 4 Buttons, um diese Liste zu bearbeiten. Auf der rechten Seite der Shortcut-Liste befinden sich diverse Schalter zur Definition, wie Shortcuts und Reminder-Gruppen, die auf Sendungen zutreffen, angezeigt werden sollen.

Zu bemerken ist, dass es Abhängigkeiten der Sektionen untereinander gibt: wenn Sie mit dem Dropdown-Menü oben zu einer anderen Attribut-Definition wechseln, wird der Rest des Dialogs augenblicklich aktualisiert und zeigt die aktuelle Definition des Composite-Attributs (Sie werden eine Warnung erhalten, sollten Änderungen an der vorherigen Zuordnung noch nicht per ``Apply''-Button gespeichert worden sein). Ebenso werden die Anzeigeformat-Optionen zur Rechten aktualisiert, wenn Sie einen Shortcut im Listenfeld wählen.

Um ein neues Composite-Attribut zu erstellen, beginnen Sie mit dem Befehl ``Create new definition'' im Menü oben rechts im Dialogfenster. Sie sollten dem Attribut möglichst sofort eine Kennung geben, sodass Sie Ihre Definition wieder finden, siehe CONFIGURATION: Select attributes. Ebenso sollten Sie der Kennung einen Text für den Spaltenkopf zuordnen (nur im ``single list''-Layout), der oberhalb der Sendungsliste im Hauptfenster auftauchen wird; wenn möglich sollten Sie hier einen kürzeren Text verwenden als in der Kennung.

Danach fügen Sie einen oder mehrere Filter zur Liste hinzu, indem Sie die Dropdown-Menüs ``Add shortcut'' oder ``Add reminder'' links des Listenfeldes verwenden. Neue Einträge werden immer an das Ende der Liste angefügt, jedoch können Sie die Sortierreihenfolge mit Hilfe der auf/ab-Pfeil-Buttons verändern. Um einen Shortcut oder eine Reminder-Gruppe aus der Liste zu entfernen, markieren Sie den Eintrag zuerst, dann klicken Sie den Button Delete oder die Entf-Taste. Beachten Sie: die Reihenfolge wird dann relevant, wenn eine Sendung auf mehrere der ausgewählten Shortcuts zutrifft oder wenn Sie Shortcuts mit Reminder-Gruppen mischen. Denn das Anzeigeformat wird vom ersten zutreffenden Eintrag in der Liste, von oben beginnend, bestimmt (siehe auch Einführung in COMPOSITE ATTRIBUTES).

Zur Rechten der Shortcut-Liste befinden sich Schalter, die definieren, was abhängig von einem Shortcut- oder Reminder-Treffer in der Sendungsliste angezeigt wird (Sendungen, die auf keinen der gegebenen Shortcuts zutreffen, werden nicht dargestellt, es sei denn Sie haben einen Eintrag *no match*). Standardmäßig wird ein Treffer als der Name des zutreffenden Shortcuts oder der Reminder-Gruppe angezeigt, Sie können dies jedoch ganz einfach über die Schalter rechts des Listenfelds ändern. Die Wahlmöglichkeiten sind: frei definierter aber statischer Text, eines der vordefinierten Bilder oder Attribute der Sendung (wenn Sie beispielsweise Time wählen, wird die Startzeit der Sendung angezeigt).

Falls Sie sich entscheiden Text zu verwenden (dies schließt auch Attribute ein), können Sie fette, unterstrichene oder durchgestrichene Schrift sowie die Textfarbe auswählen. Unabhängig vom Typ können Sie eine Hintergrundfarbe wählen: entweder nur für die Spalte/Zeile in der das Element angezeigt wird oder für das komplette Programmelement. Das hieraus resultierende Erscheinungsbild wird in einem Text sample über der Steuerung angezeigt. Diese Anzeigeoptionen können separat für jeden Shortcut-Treffer konfiguriert werden. Eine Ausnahme bildet die Hintergrundfarbe der Gesamtspalte; wird solch ein Format in mehreren Attributen vorgefunden, zählt das letzte davon.

Wollen Sie Ihre Attribut-Definition ausprobieren, drücken Sie unten den Button Apply. Die Definition wird in der Konfigurationsdatei gespeichert und der Browserinhalt aktualisiert. Sollte das Attribut momentan nicht im Browser verwendet werden, wird ihnen in einer Popup-Mitteilung angeboten, das Attribut automatisch dem TV-Plan anzuhängen. Sie können dessen Position später über die Konfiguration der ``Attribute selection'' verändern.

Unten gibt es auch einen Delete-Button, der das Entfernen veralteter Definitionen erlaubt. Wird das Composite-Attribut nach wie vor im Browser angezeigt, wird es automatisch entfernt. Zu bemerken ist, dass eine Löschung nicht rückgängig gemacht werden kann, d.h. die Information ist unwiederbringlich verloren.

Select networks

Öffnet den Dialog zur Senderwahl. Er erlaubt das permanente Abschalten eines TV-Senders in einer Provider-Auflistung, z.B. wenn Sie den Kanal gar nicht empfangen können. Sie können auch die Anordnung der Sender andern, z.B. indem Sie ihre Favoriten-Sender an die Spitze des Filtermenüs setzen.

Dieses Fenster enthält zwei Listen: auf der linken Seite werden Sie alle vom Provider abgedeckten Sender in Ihrer originalen Anordnung vorfinden, auf der rechten Seite diejenigen, welche für die Programmauflistung in Ihrer bevorzugten Reihenfolge gewählt wurden. Standardmäßig werden beide Listen den genau gleichen Inhalt haben. Wollen Sie Sender ausschließen, markieren Sie sie in der rechten Liste und drücken Sie auf Delete. Sie können sie jederzeit wieder einschließen, indem Sie sie in der linken Liste markieren und auf Add drücken. Die Reihenfolge können Sie in der rechten Liste durch das Markieren eines oder mehrerer Sender und dem Drücken der Auf- oder Ab-Pfeile verändern.

Am unteren Ende des Dialogfensters steht ein Eingabefeld namens Air times, das die Begrenzung der Programmauflistung eines Senders auf einen bestimmten Zeitrahmen erlaubt. Zum Beispiel, wenn Sie Arte nur von 19:00 bis 07:00 Uhr empfangen, wählen Sie ``Arte'' entweder in der linken oder der rechten Liste, geben dann ``19:00'' und ``07:00'' in die Felder ein (stellen Sie sicher, dass Sie immer 4 Ziffern und einen trennenden Doppelpunkt verwenden). Sendungen, die vollkommen außerhalb dieses Zeitfensters liegen, werden im Browserfenster nicht auftauchen. Wollen Sie die Begrenzung rückgängig machen, geben Sie 00:00 bis 00:00 oder gleiche Zeitwerte ein.

Tipp: Sie können diesen Dialog (und alle anderen Dialoge mit vergleichbaren Listenfeldern) auch über das Keyboard bedienen: benutzen Sie die TAB-Taste oder die Maus, um den Fokus auf die Keyboardeingabe zum linken oder rechten Listenfeld zu bewegen. Verwenden Sie die ``Pfeil auf/ab''-Tasten, um einen Eintrag zu markieren; halten Sie die SHIFT-Taste gedrückt, um mehrere Einträge zu markieren. Drücken Sie in der linken Liste auf Eingabe, um einen Sender in der rechten Liste hinzuzufügen. Drücken Sie in der rechten Liste auf die ENTF-Taste, um einen Sender zu entfernen oder drücken Sie STRG und die ``Pfeil auf/ab''-Tasten, um die Position der markierten Einträge innerhalb der Liste zu verändern.

Network names

Öffnet einen Dialog zur Konfiguration der Sendernamen. Dessen Hauptzweck ist, die Sendernamen zwischen nxtvepg und Ihrer TV-Anwendungen zu synchronisieren. Dies ist notwendig, weil der Sendername der Kommunikation dient, wenn Sie die ``Tune TV''-Fernbedienung verwenden und ebenso für die Bekanntgaben der Kanalwechsel von Seiten der TV-Anwendungen. Bei vielen Sendern muss nichts verändert werden, bei anderen jedoch bestehen mehrere Varianten, z.B. in Deutschland ``Super RTL'' versus ``S-RTL'' oder ``MDR3'' versus ``MDR''.

Zuerst sollten Sie auswählen, mit welcher TV-Anwendung Sie synchronisieren wollen und wo sich die Konfigurationsdateien befinden. Dies geschieht über den Dialog ``TV app. interaction'' im Configure-Menü (siehe CONFIGURATION: TV application interaction).

Ein weiterer Zweck dieses Dialoges ist es, die Namen der Sender über alle NexTView-Provider hinweg einheitlich zu machen. Die hier angegebenen Namen, werden unabhängig vom Provider, in der Programmübersicht und allen Filter-Menüs verwendet.

Auf der linken Seite des Dialogs finden Sie eine Liste aller Sender jedes NexTView bekannten Providers. Die hier benutzten Namen sind jene, welche Sie zuvor konfiguriert haben, oder falls Sie dies noch nicht getan haben, welche am besten auf die Stationsnamen Ihrer TV-Anwendung zutreffen. Nicht zutreffende Namen sind rot markiert. Ist keine TV-Anwendung konfiguriert, werden die vom aktuell eingestellten Nextview-Anbieter gewählten Namen übernommen.

Auf der rechten Seite werden Ihnen vier Möglichkeiten angeboten, den Namen zu ändern: zuoberst liegt ein Eingabefeld, in das Sie einen beliebigen Namen eintippen können. Darunter befindet sich ein Popupmenü, welches alle in der Kanaltabelle Ihrer TV-Anwendung definierten Sendernamen enthält. Darunter liegt ein Button, der einen ähnlichen Namen aus der Kanaltabelle Ihrer TV-Anwendung enthält, oder none. Er ist rot markiert, solange er sich durch Leerzeichen, Bindestriche oder ähnliches vom Eingabefeld unterscheidet. Durch einen Klick auf den Button können Sie den Namen in das Eingabefeld kopieren. Darunter liegt ein Listenfeld mit den Originalnamen, die in den verschiedenen Provider-Datenbanken benutzt werden. Wenn Sie einen Namen aus dem Menü oder dem Listenfeld wählen, wird er in das Eingabefeld und in die Liste der Sendernamen links daneben kopiert.

Wollen Sie die geänderte Liste speichern, verlassen Sie den Dialog mit Save, andernfalls benutzen Sie Abort.

Wichtig: wenn Sie Kanäle empfangen, die mehrere Sender übertragen, z.B. in Deutschland ``Arte / Kinderkanal'', ist zu empfehlen, alle Sendernamen im Namen des Senders seitens der TV-Anwendung, durch einen Schrägstrich ``/'' getrennt, einzubeziehen. Der Schrägstrich wird von nxtvepg als ein Trennzeichen erkannt und so lassen sich alle daraus ergebenden Abschnitte als Sendernamen verwenden.

Context menu configuration

Öffnet den Konfigurationsdialog für das Kontextmenü. Hier können Sie bestimmen welche der Kontext-abhängigen Befehle enthalten sein sollen. Ebenso können Sie das Menü durch selbst definierte Befehle erweitern (für eine allgemeine Beschreibung des Kontextmenüs siehe CONTEXT MENU).

Oben innerhalb des Dialogfensters steht eine Liste aller aktuell definierten Menüeinträge. Wenn Sie den Dialog zum ersten Mal öffnen, werden Sie nur die standardmäßig vordefinierten ``Pseudo''-Kommandos sehen (wie z.B. ``Add programme filters''). Deren Titel erscheinen nicht als solche im Kontextmenü, sondern sie repräsentieren die beim Öffnen des Menüs in Abhängigkeit vom selektierten Programm generierten Kommandos (z.B. um einen Suchfilter für den Sender zu dem das Programm gehört zu definieren).

Wie üblich können Sie die Reihenfolge der Einträge in der Liste ändern indem Sie einen Eintrag selektieren und dann die ``Pfeil auf/ab''-Knöpfe anklicken. Um einen Eintrag zu löschen, selektieren Sie ihn und klicken Sie Delete. Falls Sie eine Änderung rückgängig machen wollen, verlassen Sie den Dialog mit Abort. Änderungen werden nicht in das Hauptfenster übernommen bis Sie den Dialog mit OK schließen.

Der Knopf ``Add new'' erlaubt einen neuen Menüeintrag unterhalb des aktuell selektierten zu erzeugen. Die folgenden Kommandotypen sind zu unterscheiden:

External command

Startet ein externes Programm mit der angegebenen Befehlszeile, genauso als ob Sie diese in einer UNIX Shell oder bei Ausführen-Befehl unter Windows eingeben würden. Die Befehlszeile kann substituierte Parameter enthalten, wie unten beschrieben. Um das Verwenden der gleichen Konfigurationsdatei unter Windows und UNIX zu ermöglichen, gibt es die Unterscheidung nach Betriebssystem. Es werden nur die dem aktuellen System zugeordneten Befehle im Kontextmenü angezeigt.

Im Eingabefeld Titel geben Sie den Namen an, der später im Kontextmenü erscheint. Im Feld Command geben Sie die Befehlszeile ein. Falls die Zeile zu kurz ist, können Sie das Dialogfenster auch verbreitern.

TV application remote command

Sendet die angegebene Befehlszeile an eine verbundene TV-Anwendung, z.B. um den TV-Sender umzuschalten. Auch hier können sie Parametersubstitution verwenden. Auf welchem Weg das Kommando zur TV-Anwendung übertragen wird hängt von der Anwendung ab. Wenn keine TV-Anwendung verbunden ist, erscheinen die Einträge dieses Typs ausgegraut (siehe auch CONFIGURATION: TV application interaction).

Beispiel:

  setstation ${network}

Bewirkt dass die TV-Anwendung auf den Sender des aktuell in nxtvepg selektierten Programms umschaltet (d.h. identisch zum Klicken des Knopfs ``Tune TV''). Welche Kommandos die TV-Applikation unterstützt entnehmen Sie bitte deren Dokumentation.

Menu title und Menu separator

Diese Elemente dienen der Übersichtlichkeit. Sie können sie einfügen um die Einträge des Kontextmenüs in Gruppen zu gliedern. Für Menütitel geben Sie den gewünschten Text im Eingabefeld Title ein. Der Trennstrich hat keine Parameter.

Add/Undo programme filters

An Stelle dieses Eintrags wird im Kontextmenü eine Liste von Kommandos erscheinen um Filter hinzuzufügen. Für Details siehe CONTEXT MENU.

Add/remove reminder

An Stelle dieses Eintrags wird im Kontextmenü eine Liste von Kommandos erscheinen mit denen Sie eine Erinnerung für den selektierte Programmeintrag hinzufügen oder löschen können. Es gibt eine kurze und eine lange Variante dieser Option: in der langen Version erscheint zusätzlich ein Kommando mit dem Sie die Reminder-Gruppe ändern können (nur sinnvoll wenn Sie zuvor mehr als eine Gruppe angelegt haben, siehe REMINDERS).

Wenn Sie den Knopf ``Add Example'' klicken, erscheint eine kleine Liste von Beispielkommandos die Sie zu Testzwecken Ihrem Kontextmenü hinzufügen können.

Wie oben bereits erwähnt, können die Befehlszeilen Platzhalter umgeben von ${} beinhalten, die beim Aufruf durch Attribute des im Hauptfenster selektierten Programms ersetzt werden. Im Folgenden finden Sie eine Liste aller verfügbaren Variablen. Die Bedeutung sollte selbsterklärend sein, außer eventuell ``CNI'': dies ist ein Europaweit eindeutiger Senderidentifikations-Code; e/p_rating: bezeichnet Wertung bzw. Altersfreigabe.

  ${title}
  ${network}
  ${start}
  ${stop}
  ${relstart}
  ${duration}
  ${CNI}
  ${description}
  ${themes}
  ${VPS}  or  ${PDC}
  ${e_rating}
  ${p_rating}
  ${sound}
  ${format}
  ${digital}
  ${encrypted}
  ${live}
  ${repeat}
  ${subtitle}

Auf Start- und Stopzeit bezogene Schlüsselwörter können optional entweder von einem Plus- oder Minuszeichen und einer Zeitabweichung gefolgt werden. Der Wert der Abweichung wird in Minuten angenommen. Für Start und Dauer kann die Genauigkeit je nach Format geändert werden (siehe unten). Beispiel: um die Startzeit minus 5 Minuten ausgeben zu lassen (z.B. um eine Aufnahme 5 Minuten früher zu starten) verwenden Sie ${start-5:%H:%M}.

Nach den Schlüsselwörtern können optional ein Semikolon und eine Ausgabeformatierung stehen. Die Optionen für die Formatierung hängen von dieser Variablen-Substitution ab:

Start, Stop und VPS/PDC-Codes

Alle in der strftime(3) Dokumentation definierten Optionen sind verfügbar; Vorgabe ist %H:%M-%d.%m.%Y (Stunde, Minute, Tag, Monat, Jahr).

Relative Startzeit und Laufzeit

Man kann zwischen Minuten (Vorgabe) und Sekunden durch Anhängen von ``m'' oder ``s'' wählen.

Themenkategorien

Man kann zwischen numerischer oder textueller Ausgabe durch Anhängen von ``n'' oder ``t'' wählen. Eine Liste aller Kategorien erhalten Sie mit der Befehlszeilenoption -dump pdc (siehe OPTIONS.)

Bei allen anderen Variablen werden Zusatzangaben derzeit ignoriert.

In UNIX werden die resultierenden Ersetzungstexte mit einfachen Anführungszeichen umgeben, weil die Befehlszeile an eine System-Shell zur Ausführung übergeben wird (/bin/sh, d.h. die Bourne Shell je nach System-Funktion; siehe auch system man pages sh oder bash) und weil es sehr viele Zeichen mit spezieller Bedeutung gibt. Der in einfache Anführungszeichen gesetzte String wird vor Interpretation durch die Shell geschützt.

Beispiel: Die Befehlszeile

  plan ${start:%d.%m.%Y %H:%M} ${title}

würde zum Beispiel resultieren in

  plan '22.08.2001 13:05' 'Käpt'\''n Blaubärs Seemannsgarn'

Unter Windows werden nur einfache und doppelte Anführungszeichen sowie Leerzeichen mit einem Backslash ``\'' geschützt. Daher ändert sich die Ausgabe des obigen Beispiels folgendermaßen:

  plan 22.08.2001\ 13:05 Käpt\'n\ Blaubärs\ Seemannsgarn

Tipp: Sie können zwei separate Substitutionen für Datum und Uhrzeit verwenden, wenn Sie einen Backslash innerhalb Datum und Uhrzeit vermeiden wollen (falls das aufgerufene Programm den Backslash nicht verarbeiten kann). Beispiel:

  plan ${start:%d.%m.%Y} ${start:%H:%M} ${title}

Themes language

Wählt die Sprache für die Themenkategorienamen (siehe FILTERING) in Haupt- und Filtermenü. Standardmäßig ist diese auf automatic gesetzt, wobei in diesem Fall die Sprache aus der gewählten Provider-Datenbank abgeleitet wird. Bitte beachten Sie, dass Menüs und Dialoge momentan nur in Englisch zur Verfügung stehen.

Show/Hide

Umschalten der Sichtbarkeit verschiedener Komponenten im Hauptfenster:

Show shortcuts

Schaltet die Sichtbarkeit des Shortcut-Listenfeldes zur Linken der Programmliste an oder aus. Wenn Sie die Shortcut-Liste und die Senderliste unten unsichtbar machen, werden Uhr- und Reset-Button ebenfalls unsichtbar, sodass Sie nur die Programmliste erhalten.

Show networks (left)

Macht das Senderfilter-Listenfeld unterhalb der Shortcut-Liste, oder unterhalb der Uhr, wenn Sie die Shortcut-Liste versteckt haben, sichtbar oder unsichtbar.

Show networks (middle)

Versteckt oder zeigt das Senderfilter-Listenfeld zwischen Shortcut- und Programmliste.

Show layout button

Versteckt oder zeigt die Checkbox ``Grid layout'' unterhalb Shortcuts- oder Senderliste im Hauptfenster (siehe auch CONFIGURATION: List layout). Sollten Sie das eine oder das andere Layout permanent verwenden, wollen Sie womöglich diese Box verstecken (sie ist hauptsächlich präsent, um Benutzer, die von älteren Versionen upgraden, von dieser neuen Option wissen zu lassen).

Show status line

Zeigt oder versteckt die Datenbank und den Akquisitionsstatus in der Statuszeile unten im Browser.

Show column headers

Versteckt oder zeigt die Menübar im Spaltenkopf des Browserlistenfeldes, d.h. die Reihe Menübuttons oberhalb der Programmliste im ``single list''-Layout.

Show weekday scale

Versteckt oder zeigt die Wochentags-Skala zur Rechten der Programmliste (beachten Sie, dass Sie Ansichten, d.h. Schriften, Farben, Breite und Datumsformat, über die Ressource-Datei nxtvepg.ad oder .Xdefaults auf UNIX, siehe FILES konfigurieren können).

Hide on minimize

Nur Windows: Ist diese Option aktiviert, wird in der Taskleiste der Eintrag des Hauptfensters entfernt, wenn dieses minimiert wird oder das Programm mit dem Befehlszeilenschalter -iconic gestartet wird. Stattdessen wird ein Icon in das Systemtray der Taskleiste gelegt. Ein Klick darauf mit der rechten Maustaste öffnet ein kleines Popupmenü. Die Einträge in diesem Menü haben dieselbe Bedeutung, wie die gleichnamigen im Control-Menü (siehe CONTROL).

List layout

Wählt das Layout der Programmliste im Hauptfenster:

Single list for all networks

Dies ist das Original-Layout (das einzige Layout bis nxtvepg Version 2.4) in dem alle Programme der Sender in einer Liste bzw. Tabelle stehen die nach Anfangszeiten sortiert ist.

Separate columns for each network

In diesem Layout werden die Sendungen immer nach Startzeit sortiert, aber in getrennten Spalten für jeden Sender präsentiert. Die TV-Programme der verschiedenen Sender werden so angeordnet, dass Programme die gleichzeitig laufen, annähernd auf gleicher Höhe stehen.

Sie können über das Control-Menü mehrere Spalten zu einer einzigen verbinden (gedacht für Sender, die sich den selben Kanal teilen; verwenden Sie dies im Zusammenhang mit der ``air times restriction'' wie in CONFIGURATION: Select networks beschrieben). Das Control-Menü ist Teil des Dropdown-Menüs unterhalb des Buttons am oberen Ende der Spalte. Dieses Menü beinhaltet ebenso Befehle, um die Anzahl sichtbarer Spalten zu erhöhen oder zu senken.

In beiden Layouts können Sie wählen, welche Attributtypen für jeden Sender ausgegeben werden, indem Sie auf das Icon in der Buttonreihe oberhalb der Liste klicken (solange die Spaltenkopfbuttons nicht versteckt sind).


FILES

Files used on UNIX systems

$HOME/.nxtvepgrc

Konfigurationsdatei in der alle persönlichen Einstellungen gespeichert werden. Standardmäßig wird diese in Ihrem home-Verzeichnis erstellt, aber es kann ein anderer Pfad und eine andere Datei mit der Option -rcfile spezifiziert werden (siehe OPTIONS).

/usr/tmp/nxtvdb/nxtvdb-####

Verzeichnis, das eine Datei für die Datenbank jedes Providers enthält. Dieser Pfad kann mit der Befehlszeilenoption -dbdir (siehe OPTIONS) geändert werden. Zu bemerken ist, dass der Pfad während dem Kompilieren der Software konfiguriert werden kann, sodass der Pfad ein anderer sein kann, wenn Sie eine binary-Version dieses Packages herunter geladen haben. Die aktuelle Standardeinstellung ist über den Befehlszeilenschalter -help abfragbar.

Die letzten 4 Stellen der Dateinamen stellen den hexadezimalen CNI (Country and Network Identifier = Landes- und Senderkennung) des Providers dar.

/usr/share/nxtvepg/xmltv-etsi.map

Diese Datei wird beim Import von EPG Daten aus XMLTV Dateien verwendet um Senderbezeichnungen in numerische Senderkennungsn umzuwandeln, wie sie von nxtvepg verwendet werden. Genauer gesagt, die Datei entählt Zuweisungen von ETSI CNIs (Canonic Network Identification) an Namen die in XML <channel id=``...''> Tags in importierten XMLTV Datei verwendet werden.

/dev/vbi0, /dev/vbi1, etc.

Gerätedateien, aus denen die NexTView-Daten während der Akquisition gelesen werden. Der Index von Postfix kann mit der Befehlszeilenoption -card (siehe OPTIONS) spezifiziert werden. Sie müssen Lese-/Schreibzugriff auf diese Dateien haben; standardmäßig ist dies bei vielen Linux-Distributionen aus Sicherheitsgründen nicht der Fall (da Sie eine Webcam angeschlossen haben könnten und Mike oder sonst wer Sie aus der Ferne ausspionieren könnte). Auf einem Einzelplatzsystem ist es aber sicher, diese world-readable und writable zu machen, geben Sie dazu in der Root-Shell ein:

  chmod 666 /dev/vbi

Alternativ kann man sich zum Mitglied einer Gruppe in /etc/groups - die Zugriff auf die Geräte hat - machen, oder eine solche Gruppe erstellen.

/dev/video0, /dev/video1, etc.

In Linux-Kernelserien 2.4 und früher (d.h. vor Revision 2 der video4linux API) werden diese Gerätedateien dazu benutzt, die Input-Quelle (z.B. TV-Tuner oder einen der Composite- oder S-Video-Anschlüsse) und die Tunerfrequenz auszuwählen, solange Sie nicht den passiven Akquisitionsmodus wählen. Der Index kann mit der Befehlszeilenoption -card angegeben werden. Sie müssen Lese- und Schreibrechte für das Gerät haben.

Das Gerät wird nur während der Providersuche geöffnet gehalten (siehe CONFIGURATION: Provider scan). Ansonsten wird es nur kurzeitig geöffnet, um die Input-Quelle und die Tunerfrequenz zu setzen. Ist das Gerät belegt (z.B. durch eine TV-Anwendung), startet die Akquisition auf dem momentan ausgewählten Kanal und folgt automatisch jeder Kanaländerung (dies wird z.B. in der Statuszeile am unteren Ende des Browserfensters als Akquisitionsmodus ``forced passive'' gemeldet, siehe STATISTICS: Status line).

Beachten Sie: das Video-Gerät muss zwingend denselben Index wie das VBI-Gerät besitzen. Haben Sie ein Video-Gerät an index 0, das kein Teletext unterstützt (eine Webcam zum Beispiel), kann das zum Video-Gerät 1 gehörende VBI-Gerät an index 0 auftauchen. Sie sollten den Treiber dazu zwingen, das Gerät an index 1 des VBI-Index zu setzen. Auf Linux ist dies mittels der Parameter insmod in /etc/modules.conf möglich, z.B. für bttv:

   options bttv video_nr=1 vbi_nr=1
/dev/v4l/vbi0, /dev/v4l/video0

Haben Sie devfs in in Ihrem Linux-Kernel aktiviert, werden die VBI- und Video-Geräte in einem Unterverzeichnis erscheinen. nxtvepg entdeckt die Existenz dieses Verzeichnisses automatisch und wird dort anstatt in den regulären Pfaden nach den Geräten suchen.

/tmp/.vbi0.pid, /tmp/.vbi1.pid, etc.

Diese Datei enthält die PID des nxtvepg Prozesses (oder des Akquisitions-Subprozesses, wenn kein Threading genutzt wird) solange ein VBI device geöffnet ist. Der Prozess kann gezwungen werden, das Gerät freizugeben, indem ihm das Signal SIGHUP gesendet wird, zum Beispiel durch ein Wrapper-Skript für einen Teletextdekoder. Ein Beispiel, das mit allen Shells funktioniert:

   kill -HUP `cat /tmp/.vbi0.pid`

Zu bemerken ist, dass der Daemon nicht am Leben gehalten wird, wenn die Akquisition deaktiviert ist, sodass das Senden des HUP gleichbedeutend dem Senden des TERM ist. Sie können die Akquisition neu starten, indem Sie einen neuen Daemon starten. Der Browser versucht alle 10 Sekunden Verbindung aufzunehmen, wenn diese unterbrochen wurde. Sie können jedoch auch eine unmittelbare Wiederaufnahme der Verbindung auslösen, in dem Sie ihm ein HUP signalisieren.

Um die Akquisition im Nicht-Daemon-Modus neu zu starten, signalisieren Sie entweder dem zugehörigen Akquisitionsprozess oder dem Browserprozess nochmals ein HUP.

/tmp/nxtvepg.0

Diese nicht-reguläre Datei wird vom Daemon erzeugt, um dem lokalen Client Verbindungen über UNIX-Domain-Sockets zu erlauben. Derselbe Socket kann zu mehr als einer Client-Verbindung genutzt werden. Er wird gelöscht, wenn der Daemon beendet wird (es sei denn der Daemon stürzt ab oder empfängt ein nicht-empfangbares Signal wie das berüchtigte Signal 9, auch KILL genannt). Siehe auch CONTROL: Connect to acq. daemon.

$HOME/.xawtv

Diese Datei gehört zum TV-Viewer xawtv. Sie wird nicht von nxtvepg benötigt oder erzeugt. Jedoch wird sie, wenn sie existiert, im EPG-Suchlauf verwendet (für einen schnellen Scan-Modus, bei dem nur die in dieser Datei definierten Kanäle überprüft werden) und im Dialog zur Konfiguration der Sendernamen. Siehe auch CONFIGURATION: TV application interaction.

$HOME/.Xdefaults

Diese Datei wird normalerweise unter Verwendung des Befehls xrdb beim Start (oder während des Login) in den X Server geladen. Sie enthält so genannte X Ressourcen, d.h. Parameterzuordnungen, für eine beliebige Anzahl von Anwendungen. Beachten Sie: abhängig von Ihren X11-Startskripten könnte diese Datei einen anderen Namen besitzen, z.B. .Xresources. Die Datei könnte dazu verwendet werden, den ``Look'' nahezu jeden Elements in jedem Dialogfenster (innerhalb gewisser Grenzen, da manche Optionen fest programmiert sind) oder das Aussehen von vollständig unsichtbaren Fenster-Klassen, wie Menüs oder Buttons, zu ändern und ist im Allgemeinen nicht sonderlich nützlich, daher nicht zu empfehlen.

Standardwerte für alle offiziell unterstützten Optionen werden in der so genannten ``app-defaults''-Datei Nxtvepg.ad aufgelistet, die gewöhnlich nach /usr/X11/lib/X11/app-defaults installiert wird (die Erweiterung .ad wird während der Installation weggelassen). Sie sollten dort jedoch keine Werte verändern, da diese bei der Installation einer neuen Version überschrieben werden. Kopieren Sie stattdessen geänderte Zeilen in Ihre Datei .Xdefaults (ohne das vorangehende ``!'' Kommentarzeichen). Beachten Sie, dass Sie nxtvepg neu starten müssen, um diese Änderungen wirksam werden zu lassen. Wenn X11 bereits läuft, können Sie individuelle Einstellungen mittels xrdb wie folgt überschreiben:

   echo "nxtvepg*text_bg: #E9E9EC" | xrdb -merge

Farben können entweder symbolisch (z.B. ``red'') oder als hexadezimale RGB-Werte im Format #RRGGBB angegeben werden. Ein Sonderfall sind die 7 Farben für den Wochentagshintergrund im Hauptfenster: ihr Wert besteht aus einer kommagetrennten Liste von 7 Farben.

Schriften müssen als Triplets bestehend aus Familie, Größe (verwenden Sie negative Werte, um die Werte in Pixel anzugeben und positive für Größen in Point) und Aussehen (nur ``normal'' und ``bold'' (fett) werden empfohlen) spezifiziert werden. Zeilen, die mit einem ``!'' (Ausrufezeichen) beginnen werden als Kommentar behandelt und daher ignoriert. Einträge, die sich nicht an diese Syntax halten, werden stillschweigend verworfen.

Files used on Windows systems

nxtvepg.ini

Konfigurationsdatei, in die alle Konfigurations- und persönliche Einstellungen gespeichert werden. Standardmäßig wird diese im Arbeitsverzeichnis erzeugt, es kann jedoch ein anderer Pfad oder Dateiname mittels der Option -rcfile spezifiziert werden (siehe OPTIONS).

xmltv-etsi.map

Diese Datei wird beim Import von EPG Daten aus XMLTV Dateien verwendet um Senderbezeichnungen in numerische Senderkennungsn umzuwandeln, wie sie von nxtvepg verwendet werden. Genauer gesagt, die Datei entählt Zuweisungen von ETSI CNIs (Canonic Network Identification) an Namen die in XML <channel id=``...''> Tags in importierten XMLTV Datei verwendet werden.

Nxtvepg.ad

Erlaubt die Änderung des Erscheinungsbildes der Anwendung, d.h. Farben oder Schrift des Textes. Das Format und der Inhalt der Datei ist identisch der Datei .Xdefaults, wie in der UNIX-Sektion beschrieben.

nxtv____.epg

Eine Datei pro Datenbank jedes Providers wird im Arbeitsverzeichnis oder dem mit der Befehlszeilenoption -dbdir übergebenen Verzeichnis (siehe OPTIONS) erzeugt. Die letzten 4 Ziffern der Basisnamen der Dateien sind hexadezimale CNI (Country and Network Identifier) des Providers. Sie sollten den Namen dieser Datei nicht ändern, andernfalls wird nxtvepg sich weigern, diese Datenbank zu laden.

vbi_map.dat

Diese versteckte Datei wird verwendet, um gemeinsam genutzten Arbeitsspeicher einzurichten, der Informationsaustausch zwischen nxtvepg und der angeschlossenen TV-Anwendung erlaubt. Sie wird beim Beenden von nxtvepg automatisch entfernt und es sollte nie mit externen Anwendungen auf sie zugegriffen werden (d.h. indem in sie überschrieben oder gelöscht wird). Die Datei wird nicht erzeugt, wenn die Interaktion mit der TV-Anwendung deaktiviert ist (siehe CONFIGURATION: TV application interaction).


SEE ALSO

Detaillierte Informationen über NexTView sind in den Spezifikationen ETS 300 707 (data structures and basic principles), ETS 300 708 (transmission protocol) und ETR 288 (code of practice) enthalten. Diese Spezifikationen sind erhältlich unter http://www.etsi.org/

Sie können NexTView auch direkt im TV-Set haben - zu ersehen aus den Katalogen von Grundig, Loewe, Metz, Sony, Philips, Thompson, Telefunken oder Quelle Universum. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Modelle dieselben Eigenschaften von NexTView unterstützen.


KNOWN BUGS

Unter Windows besteht das Risiko eines Systemabsturzes (``blue screen''), wenn die Anwendung mit Gewalt beendet wird, z.B. über den Task-Manager. Dies ist unvermeidbar, weil in diesem Fall keine Chance besteht, den Treiber zu stoppen und die TV-Karte daher fortfährt, Daten in den RAM einzulesen. Bei normalem Arbeitsablauf sollte dies sehr unwahrscheinlich sein, da alle Software-Ausnahmefehler (z.B. page faults) und Meldungen beim Herunterfahren aufgefangen werden und der Treiber vor dem Beenden gestoppt wird.


REPORTING BUGS

Sie können gerne Bug-Reports einsenden wenn Sie glauben einen Fehler gefunden zu haben. Stellen Sie jedoch bitte sicher, dass Sie erstens die neueste Version der Software verwenden, zweitens der Bug nicht bereits in der TODO-Liste steht und drittens es nicht nur ein Fehler in der EPG-Übermittlung Ihres Providers ist. Sehen Sie in der README-Datei nach Instruktionen darüber, welche Informationen im Bug-Report stehen sollten; ein einfaches ``geht nicht'' reicht in den seltensten Fällen.


AUTHOR

Th. ``Tom'' Zörner tomzo (at) users (dot) sourceforge (dot) net

Der beste Weg Feedback zu übermitteln, ist über das Diskussionsforum auf der nxtvepg-Homepage.

Vielen Dank an Néo für die Bereitstellung der setup.exe für Windows Releases und die französische Übersetzung der Web-Seiten; an Kurt Lettmaier und Olaf Nöhring für die deutsche Übersetzung des Manuals; an Thierry Ménétrier und Peter Rolf für ihr wertvolles Feedback und ihre Anregungen; an Simon Barner für die FreeBSD-Portierung; an Matthieu für die Französische Übersetzung von PDC-Themen-Deskriptoren; an E-nek für die DScaler-Treiber-Portierung und seiner Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Interaktion mit der TV-Anwendung; an John Adcock für den DScaler-Treiber; an Jan Schuster für seinen Beta-Test an nxtvepg 0.7.0; an Mario Kemper für seinen Beta-Test der NetBSD-Portierung und frühere Beta-Tests; an ``Mario's Bruder'' für seinen Beta-Test an der ersten Windows-Portierung; an Gerd Knorr für xawtv und das Warten der Debian- und SuSE-nxtvepg-Packages; an Ralph Metzler für seinen Teletext-Dekoder; an Edgar Toernig für die Latin-1 Konvertierungstabellen in alevt; und nicht zuletzt an die Autoren von bttv und v4l für ihre exzellente Arbeit, und die Autoren der Cygwin GNU & XFree86, ohne die nxtvepg nie nach Windows portiert worden wäre.


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